TV-Technik in Japan 4K-Fernseher pünktlich zur Fußball-WM?

Die Japaner schieben nach Medienberichten die neuen Ultra-HD-Fernseher an. Noch vor der WM in Brasilien 2014 sollen entsprechende Programme im Land verfügbar sein. Wann legt Europa nach?

Die besten Riesenfernseher ab 46 Zoll
Platz 10: LG 47LM660S, zwischen 950 bis 1090 EuroWertung von Stiftung Warentest: 2,6Die Prüfer von Stiftung Warentest kommen zum Schluss, dass dieser Flachbildschirm aus dem Hause LG besonders sparsam ist. Wer die Einstellung ein wenig verändert, bekommt auch ein noch besseres Bild. Der Ton ist befriedigend, bei Action-Filmen kann das Bild ruckeln, wie auch bei anderen schnellen Bewegungen. Wer 3D gucken möchte, bekommt vier entsprechende Brillen mit geliefert. Die Anleitung für den Fernseher sei wenig hilfreich. Quelle: PR
Platz 9: Sony KDL-46EX655, zwischen 740 bis 1100 EuroWertung von Stiftung Warentest: Gut (2,4)Bei dem Gerät ist der Preis für jeden Zentimeter Bilddiagonale besonders preiswert: Er liegt bei 6,50 Euro. Das Fernsehbild bei hochauflösenden Inhalten ist besonders gut. Doch auch hier: Bei schnellen Bildern ruckelt das Bild. Manko: 3D fehlt. Bekommt daher nur ein "Gut". Trostpflaster: Der Stromverbrauch ist gering. Quelle: PR
Platz 8: Philips 47PFL6007K, zwischen 1000 und 1250Wertung von Stiftung Warentest: 2,3Bietet unter den getesteten Bildschirmen das beste Bild für wenig Geld. Die Qualität ist durchgehend gut - egal ob über HDMI oder bei Fernsehen mit Standardauflösung. 3D ist sogar sehr gut bei dem Philips-Modell, vier Brillen liegen bei. Schwachstellen gibt es jedoch auch: Der Ton und das Bildschirmmenü sind nicht so doll. Quelle: PR
Platz 7: Loewe Connect ID 46 DR+, zwischen 2650 und 2900 EuroWertung von Stiftung Warentest: Gut (2,3)Den Rahmen gibt es in verschiedenen Farben, das Bild ist gut. 3D-Brillen bekommt der Käufer für zusätzlich 150 Euro das Stück. Ruckelt bei schnellen Bewegungen, der Blickwinkel ist klein, der Ton gut. Wirkliches Plus für dieses teure Modell: Die interne Festplatte nimmt Inhalte dank Doppelturner parallel zum Fernsehen auf. Quelle: PR
Platz 6: Sony KDL-46HX855, zwischen 1500 Euro und 1730 EuroWertung von Stiftung Warentest: Gut (2,2)Die Bilder sind ab Werkeinstellung recht gut, doch wer 3D schaut, sollte lieber den Kopf nicht neigen. Sonst schwindet der Tiefeneindruck. Spezielle Brillen werden nicht mitgeliefert. Der Ton ist gut. Weiterer Minuspunkt: Der Fernseher steht starr, kann also nicht geneigt oder geschwenkt werden. Quelle: PR
Platz 5: Samsung UE46ES6990, zwischen 1250 und 1500 EuroWertung von Stiftung Warentest: Gut (2,2)Die Verbindung mit dem Heimnetzwerk verläuft komfortabel. Sind die Batterien bei der Fernbedienung leer, kann der Fernseher auch am Gerät selbst betätigt werden. Bild und 3D-Inhalte sind gut, vier Shutterbrillen werden mitgliefert. Klang gerade noch akzeptabel. Quelle: PR
Platz 4: Metz Aurus 47 3D Media, 4200 EuroWertung von Stiftung Warentest: Gut (2,1)Der hohe Preis ist gerechtfertigt - Man kann fernsehen und gleichzeitig Inhalte aufnehmen. Bild ist gut, bei 3D sogar sehr gut; zwei Polarisationsbrillen werden mitgeliefert. Der Ton ist besser als bei anderen Flachfernsehern. Großer Minuspunkt: Keinen Internetverbindung. Quelle: PR
Platz 3: LG 47LM960V, zwischen 2000 und 2650 EuroWertung von Stiftung Warentest: Gut (2,1)3D ist bei diesem Modell besonders gut, vier Polarisationsbrillen liegen beigeliefert. Ton und Bild sind insgesamt gut. Eine Zweifernbedienung ermöglicht die Bewegungssteuerung. Minuspunkt: Die Anleitungen sind wenig hilfreich. Quelle: PR
Platz 2: Philips 46PFL7007K, zwischen 1500 und 1900 EuroWertung von Stiftung Warentest: Gut (2,0)Bei diesem Modell kann sich Action sehen lassen; schnelle Bewegungen werden sehr gut angezeigt. HD- und 3D-Bilder sind sehr gut, eine Shutterbrille wird mitgeliefert. Ton ist gut, Fernbedingung befindet sich an der Rückseite mit voller Tastatur. Quelle: PR
Platz 1: Samsung UE46ES7090, zwischen 1500 und 1900 EuroWertung von Stiftung Warentest: Gut (1,8)Die Bilder ab Werkeinstellung sind gut, 3D sogar sehr gut. Zwei Shutterbrillen liegen bei. Der Fernseher ist besonders für helle Umgebungen sehr geeignet. Ton ist gut. Sprachen und Gesten ermöglichen das Steuern des Fernsehens. Diese Optionen sind allerdings verbesserungbedürftig. Quelle: PR


Laut japanischen Medien will die Regierung des Landes den Verkauf von 4K-Geräten von Sony, Panasonic und Sharp fördern, indem schon zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 ein Übertragungssignal in Ultra-HD im Land zur Verfügung steht.
Riesige 4K-Fernseher mit gestochen scharfem Bild waren auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas der Renner. Vorgestellt haben die Ultra-HD-Geräte unter anderem die oben genannten japanischen Unternehmen aber auch die südkoreanische Konkurrenz Samsung. Merkmal der Geräte ist die horizontale Auflösung, die bei etwa 4000 Pixel liegt. Die vertikale Auflösung entspricht etwa 2200 Pixel bei einem Seitenverhältnis von 16:9. Dem Thema wurde deutlich mehr Aufmerksamkeit zuteil als das 3D-Fernsehen, das noch im vergangenen Jahr als großer Trend präsentiert worden war.
Noch sind die Endgeräte, die auch schon auf der Ifa in Berlin vorgestellt wurden, kaum in Umlauf. Denn das damit das Bild von Morgen überhaupt von den Konsumenten genossen werden kann, muss technisch noch einiges passieren. Zum einen gibt es bisher kaum Filme, die in diesem ultrahochaufgelösten Format gedreht wurden. Denn das Kamera- und Produktionsequipment, das für den Dreh benötigt wird, ist rar. Auch aktuelle Blue-Ray-Player verarbeiten lediglich 1920 mal 1080 Pixel.

Die neuen Web-Fernseher
Philips 42PFL6907K Quelle: Presse
LG 42LM670S Quelle: Presse
Samsung UE40 ES8090 Quelle: Presse
Panasonic TX-P50 VT50E Quelle: Presse
Loewe Connect ID 40 Quelle: Presse
Sony KDL-40 HX855 Quelle: Presse


Problematisch ist zudem die Infrastruktur. Noch ist nicht klar, wann hierzulande Filme, Sportveranstaltungen oder einfach die Nachrichten in 4K in den Wohnzimmern geschaut werden kann. Vor allem in Deutschland geht die Entwicklung langsam voran. Kritiker bemängeln schon länger, dass die öffentlich-rechtlichen Sender es bis heute nicht geschafft haben, Full HD als Standard zu übermitteln.
Seit Januar 2013 bietet das französische Unternehmen Eutelsat Communications der gesamten europäischen Wirtschaft einen 4K-Demo-Kanal an, über den das neue Format ausprobiert werden kann. Laut Angaben des immerhin drittgrößten Satellitenbetreibers der Welt spielt der neue Kanal die Bilder in einer Frequenz von 50 Vollbildern in der Sekunde aus. Dabei werden die MPEG4-komprimierten Signale mit 40 Mbit pro Sekunde übertragen.

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Beim aktuellen Stand der Technik wundert es kaum, dass die wenigen Endgeräte, die bisher auf dem Markt verfügbar sind, zur Luxusklasse gehören. Sonys KD-84X9005 ist seit Ende 2012 in 4K-Auflösung erhältlich. Kostenpunkt: 25.000 Euro. LG legte im Januar mit dem 84LM960 für rund 20.000 Euro nach.
Auch in Japan wollte man sich mit der Entwicklung und dem Ausbau der Technik noch etwa Zeit lassen. Zunächst war ein frühester Start von Fernsehprogrammen in Ultra-HD nicht vor 2016 geplant. Nun soll die 4K-Ausstrahlung bereits zwei Jahre früher beginnen, zuerst über Kommunikations- und Rundfunksatelliten und später terristrisch. Aber auf jeden Fall im Juli 2014 - rechtzeitig zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, die ganz sicher das wichtigste TV-Event des Jahres wird.

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