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Verdrängung durch Tablets Verkäufe von E-Book-Readern brechen ein

Der Siegeszug der E-Book-Lesegeräte wird durch Tablets beendet. Der Verkauf ist gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Drittel eingebrochen und soll noch weiter zurückgehen. Das Aussterben dieser Gerätegattung ist laut Analysten nur mit Niedrigpreisen zu verhindern.

Die Stärken und Schwächen der Tablets
Huawei MediaPad X1 7.0Auch die Chinesen begeben sich mit ihrem neuen Android-Tablet in den Wettkampf um den besten 7-Zöller. Was es bietet: Vorinstalliert ist das Betriebssystem Android (4.4.2). Die Bilder auf dem 7,2 Zoll großen Bildschirm werden mit 1200x1920 Pixel ausgespielt. Der interne 16 Gigabyte große Speicher kann auf 32 Gigabyte erweitert werden. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und das Surfen im Netz per Turbo-Internet LTE möglich. Außerdem haben die Chinesen eine 13-Megapixelkamera eingebaut. Fazit: Die veraltete Android-Version ist sicher eine Enttäuschung, dennoch ist der Preis von rund 400 Euro für die ordentliche Hardware mehr als gerechtfertigt. Vor allem die gute Kamera macht neugierig. Quelle: REUTERS
LG G PadHandlich, ein gutes Display und tolle Software: Nach über zwei Jahren haben die Koreaner wieder ein Android-Tablet auf den Markt gebracht. Was es bietet: Der 8,3 große Display ist löst die Bilder mit 1920x1200 Pixel auf, was für eine sehr gute Bildqualität sorgt. Die Farben und Kontraste lassen sich individuell einstellen, was vor allem für farbenblinde Menschen eine große Hilfe ist. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, die Rückseite aus gebürstetem Aluminium. Ein Manko ist, dass der Display nicht erkennt, ob das Gerät gezielt angesteuert wird oder der Daumen ausversehen darauf landet (anders als Apple mit dem iPad Mini). Auf der Rückseite ist eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus eingebaut. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 Gigabyte, der Flash-Speicher 16 Gigabyte. Über eine Micro-SD-Karte kann der Speicherplatz auf 64 Gigabyte erweitert werden. Fazit: Vor allem der Preis ist mit unter 300 Euro sehr fair und ein harter Konkurrent für Googles Nexus 7. Quelle: REUTERS
Lenovo YogaMit diesem Tablet ist Lenovo endgültig im Tablet Markt angekommen. Auf den ersten Blick macht das Gerät einen sehr guten Eindruck. Was es bietet: Was sich andere Hersteller als Zubehör teuer bezahlen lassen, hat Lenovo gleich integriert: Ein Standfuß, um den flachen Bildschirm aufrecht hinstellen zu können. Zum Fernsehen ist das besonders praktisch. In den Fuß haben die Entwickler den Akku eingebaut, der bis zu beeindruckenden 18 Stunden durchhält. Gleichzeitig lässt sich die Wölbung ideal als Griff benutzen, so dass das Gerät sehr gut in der Hand liegt. Das Yoga Tablet kommt in zwei Größen, mit einem 8-Zoll-Display (20 Zentimeter) oder mit 10 Zoll (25 Zentimeter). Beide Android-Modelle lösen Bilder mit 1280 × 800 Pixel auf. Zwei Kameras sind in das Tablet eingebaut, die rückwärtige allerdings ungünstig im Akkugriff. Sie löst mit fünf Megapixel auf. Fazit: Der Preis von 230 Euro in der W-Lan- oder 280 Euro in der Variante mit Mobilfunk ist sehr attraktiv. Auch das Yoga Tablet 10 ist günstig, hier liegen die Preise bei 300 und 350 Euro. Quelle: REUTERS
iPad AirDünner, leichter, schneller - Apple hat mit dem iPad Air seinem Tablet einen Feinschliff verpasst. Was es bietet: Der 9,7-Zoll Retina Display ist in einem neuen dünneren und leichteren Design verfügbar. Das iPad Air ist 20 Prozent dünner und 28 Prozent leichter als das iPad der vierten Generation und mit einer schmaleren Einfassung sind die Kanten des iPad Air deutlich dünner. Das neue iPad verfügt über die von Apple entworfene 64-Bit A7 Chip Desktop-Architektur. Sie beschleunigt die mobile Datenübertragung. Das gerät läuft mit dem Betriebssystem iOS 7. Fazit: Mit dem A7-Chip setzt Apple was Schnelligkeit angeht neue Maßstäbe. Entsprechend ist das Gerät vor allem für Heavy-User interessant. Quelle: dpa
iPad Mini 2Konzern-Gründer Steve Jobs lehnte 7-Zoll-Tablets noch ab. Nun vollzieht Nachfolger Tim Cook die Kehrtwende. Was es bietet: 389 Euro berechnet Apple für die 16-Gigabyte-Version ist das Mini. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das neue Mini mit einem Retina Display (2048x1536 Pixel) ausgestattet. der Bildschirm ist nun7,9 Zoll groß. Filme werden mit einer Full HD-Auflösung wiedergegeben. Die 475.000 Apps wurden speziell für das iPad designt. Der A7 Chip bietet 64-Bit Desktop-Architektur, moderne Grafik und eine verbesserte Bildsignalverarbeitung früherer Generationen. Fazit: Wie schon der Vorgänger ist auch das iPad Mini 2 für Tablet-Neulinge eine gut Option. Verarbeitung und Bedienkonzept liegen auf gewohnt hohem Niveau, und auch das App-Angebot ist riesig. Quelle: AP
Lumia 2520 Kurz bevor die Smartphone-Sparte von Nokia an Microsoft abwandert, haben die Finnen noch ein eigenes Tablet vorgestellt. Was es bietet: Das Windows-RT-Tablet hat einen 10.1-Zoll großen Bildschirm und wird in vier verschiedenen Farben ausgeliefert. Eingebaut ist ein 2.2-GHz-Prozessor und eine Zeiss-Kamera. Per 4G, Wi-Fi und LTE können die Nutzer im Internet surfen. Nokia spielt vor allem seine Foto-Kompetenz aus. Die Apps Pro Cam und Smartcam kombiniert der Hersteller zur Nokia Cam. Außerdem hat das Tablet eine Software enthalten, die eine reihe von 5-MP-Bildern schießt und diese dann in einem Bild zusammenrechnet. Dadurch kann der Fotograf im nachhinein den Fokus verstellen und andere Bereiche im Bild isolieren. Fazit: Das Lumia 2520 ist ideal für alle, die sowohl ein Tablet als auch einen Laptop nutzen. An das Tablet lässt sich problemlos eine Tastatur anschließen. Der einzige Nachteil: Der App-Store von Windows Phone immer noch deutlich kleiner als der von Google oder Apple. Wer also ausgefallene App-Wünsche hat, wird bei dem Lumia 2520 eventuell darauf verzichten müssen. Quelle: dpa
Microsoft Surface 2Microsoft stellte die zweite Generation seiner Windows-Tablets Surface vor, die in vielen Details verbessert wurden. Seit Mitte Oktober ist das Tablet im Handel. Was es bietet: Die neuen Surface-Tablets seien schneller, leichter und verfügten gleichzeitig über eine längere Akkulaufzeit, versprach Surface-Chef Panos Panay. Auch diese Generation gibt es in zwei Varianten: Mit einem stromsparenden, aber leistungsschwächeren Prozessor auf Basis der ARM-Technik (Surface 2) sowie einem vollwertigen PC-Prozessor (Surface Pro 2). Eine Variante mit kleinerem Bildschirm stellte Microsoft dagegen nicht vor. Die Geräte werden ab dem 22. Oktober in Deutschland verfügbar sein. Die Preise bewegen sich zwischen 429 Euro für das Surface 2 mit 32 Gigabyte Speicher bis hin zu 1279 Euro für das Surface Pro 2 mit einem Speicher von 256 Gigabyte. Zusätzlich sollen Nutzer für zwei Jahre kostenlos auf jeweils 200 Gigabyte Speicher über das Cloud-Angebot SkyDrive zugreifen können; Telefonieren über Skype soll ein Jahr kostenfrei sein. Fazit: Die Hardware des Tablets ist ein echter Konkurrent zu Apples iPad. Allerdings ist das App-Angebot noch deutlich kleiner. Und die bestehenden Anwendungen sind längst nicht so ausgereift wie bei iOS. Ein Problem, das alle mobilen Endgeräte mit Windows 8 haben. Dafür ist das Surface 2 allerdings auch relativ teuer. Quelle: AP

Die Verkäufe von E-Book-Readern sollen in diesem Jahr auf 14,9 Millionen Stück fallen - das wären 36 Prozent weniger als im Jahr 2011, so die Analysten von IHS iSuppli. Doch auch im kommenden Jahr soll der Markt weiter schrumpfen - um noch einmal 27 Prozent, wie IHS iSuppli voraussagt. 2016 sollen die Stückzahlen gegenüber dem Rekordjahr 2011 um mehr als zwei Drittel zurückgegangen sein.

Vor dem Jahr 2006 waren E-Book-Reader praktisch unbekannt und hatten es anfangs schwer, sich durchzusetzen. Von 2008 bis 2010 stiegen die Stückzahlen geradezu explosiv von einer Million auf 10,1 Millionen an, wie IHS iSuppli in der Analyse darstellt.

Weiteres Spielzeug für Technik-Freaks
Was tun, wenn unterwegs der Akku schlapp macht? Dieses Problem soll die Solartasche vom Schweizer Startup Element 5 beheben: Sie ist mit einer Folie ausgestattet, die Sonnenstrahlen in Energie umwandelt und in eine Batterie speist, mit der sich die mobilen Geräte betanken lassen. Der Steckdosen-Ersatz ist allerdings teuer: In der Schweiz kostet er ab 350 Franken. Quelle: Presse
Wenn es draußen fröstelt, werden beim Telefonieren die Hände schnell eiskalt. Dass lässt sich mit den Smartphone-Handschuhen von Hi-call verhindern. In die wärmende Hülle hat der Hersteller Mikro und Lautsprecher eingebaut, die sich per Bluetooth mit dem Handy verbinden. Anrufe nehmen Nutzer einfach entgegen, indem sie auf eine Bedienfläche tippen. Außerdem erlaubt der Stoff, Touchscreens zu bedienen. Der Akku hält im Standby-Betrieb zehn Tage. Die Handschuhe kosten rund 50 Euro. Quelle: Presse
Erst knipsen, dann scharfstellen: Die Digitalkameras von Lytro erlauben genau das. Fotografen können mit den Geräten nachträglich auf verschiedene Objekte im Bild fokussieren. Das funktioniert über ein spezielles Objektiv, das mit sehr vielen Mikro-Linsen ausgestattet ist. Diese fangen eine Masse an Bildinformationen ein – über eine eigens entwickelte Software wählen Fotografen später aus, welcher Bildbereich wichtig ist. Neuerdings können Nutzer auch den Betrachtungswinkel leicht verändern. In Europa ist das Gerät nicht verfügbar, in den USA kostet es je nach Ausstattung 400 bis 500 Dollar – plus Versand. Quelle: Presse
Das Internet hält auf dem Fernseher Einzug – zumindest, wenn Zuschauer sich eine Zusatzbox wie den Internet Player NSZ-GS7 von Sony zulegen. Das Gerät mit dem Betriebssystem Google TV bindet Dienste wie Youtube eng ein, außerdem einen Browser zum Surfen. Mit Apps lässt sich das Gerät um Wettervorhersage, Nachrichten oder Spiele erweitern. Damit Surfer sich beim Eintippen der Web-Adressen nicht die Finger brechen, hat die Fernbedienung auf der Rückseite eine vollwertige Tastatur, die sich bequem mit den Daumen bedienen lässt. Preis: rund 200 Euro. Quelle: dpa
Der Tracker von Fitbit ist eine Motivationshilfe für Statistikfreaks: Das leichte Teil zählt die Schritte, errechnet die zurückgelegte Strecke und führt außerdem Buch über bewältigte Stockwerke. Nachts soll es den Schlafzyklus verfolgen. Die Daten werden automatisch synchronisiert, so dass Nutzer sie in Echtzeit auf dem PC, Smartphone oder Tablet nachvollziehen können. Ob das als Motivation für ein gesünderes Leben taugt? In Deutschland ist das Gerät ab rund 100 Euro zu haben. Quelle: Presse
Ein Spielzeug für Nerds ist Sphero: Der Ball lässt sich mit dem Smartphone über den Boden steuern. Außen besteht das Gerät aus Plastik, innen ist viel Technik drin – neben einem Motor etwa diverse Sensoren, damit die Orientierung nicht verloren geht. Wer will, kann die Farbe des Spielobjektes ändern. Für Spaß sollen diverse Apps sorgen, darunter eine Art Büro-Golf. Geladen wird der Ball kabelfrei über eine induktive Ladestation. Der Hersteller hofft, dass die Entwicklergemeinde weitere Anwendungen entwickelt. In Deutschland ist Sphero ab rund 120 Euro erhältlich. Quelle: Presse
Es klingt nach Zukunftstechnologie vom „Raumschiff Enterprise“: Der Replicator 2 vom US-Anbieter Makerbot kann Gegenstände produzieren. Der 3D-Drucker baut die Konstruktionsvorlage aus geschmolzenem Kunststoff Schicht für Schicht nach. Inspiration finden Tüftler im Thingiverse – auf der Online-Plattform können Nutzer ihre Designs veröffentlichen und gemeinsam an Projekten arbeiten. Mit einer Abmessung von 50 Zentimetern passt der Replicator sogar auf den Schreibtisch. Preis in Deutschland: 1890 Euro. Quelle: Presse

Diesen sehr ungewöhnlichen Verlauf führen die Marktforscher auf das Konzept der E-Book-Reader zurück. Die Geräte taugten nur zu einem Zweck und würden von den Verbrauchern deshalb reuelos durch Tablets ersetzt, die mehrere Funktionen hätten. Zwar gebe dieselben Probleme auch bei anderen Geräten, die nur einem Zweck dienen, wie Digitalkameras, Navigationssysteme und MP3-Player, aber die hätten dennoch längere Zeit in der Gunst der Verbraucher gestanden als E-Book-Reader.

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Um ihre Marktanteile zu erhalten, würden Hersteller der Geräte die Preise senken müssen. Der Txtr Beagle sei dafür ein gutes Beispiel. Er wird nach Informationen von Golem.de in Kooperation mit Netzbetreibern für vermutlich unter 10 Euro angeboten werden. Unternehmen, die wie Amazon nicht nur die Hardware, sondern auch die Inhalte für die E-Book-Reader anbieten, könnten im Preiskampf durch die Einnahmen aus Medienverkäufen besser bestehen, so iSupply.

Dieser Artikel ist zuerst auf golem.de erschienen.

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