Vernetzt So schaffen Sie Ihr Multimedia-Heimnetzwerk

Seit Jahren propagieren Hersteller die Vernetzung aller Komponenten der Unterhaltungselektronik. Doch die Verbraucher zieren sich noch, die Deutschen lieben eben ihre klassische Stereoanlage. Dabei bieten Netzwerk-Player und AV-Receiver mindestens genau so guten Klang - und grandiosen Bedienkomfort. Wie die Technik funktioniert, welche Geräte man braucht - und wo es manchmal hakt und ruckelt.

Die besten Produkte für das Multimedia-Heimnetzwerk
Yamaha NP-S2000Hochwertiger Netzwerkspieler von einem etablierten Hi-Fi-Spezialisten. Kein WLAN, nur mit Ethernet-Anschluss ausgerüstet. Das soll störungsfreies Streaming der Audiosignale garantieren. Empfängt Musikdaten von der NAS-Festplatte, vom CD-Player oder vom Internet-Radio, wenn er an einen Router angeschlossen ist. Ein puristischer Netzwerk-Spieler, der auf guten Klang optimiert ist. Die Steuerung über iPhone-App oder Android-Smartphone möglich. Preis: 1.300 Euro Yamaha NP-S2000 Quelle: Presse
Denon New CeolDie kleine Komplettanlage mit iPod-Dock und Lautsprechern spielt auch Musik vom PC oder NAS-Laufwerk ab. Die Audiosignale werden über Ethernet-Kabel oder Wi-Fi übertragen. Über den Internet-Router empfängt der New Ceol auch Webradio. CDs können ganz klassisch über den eingebauten CD-Player abgespielt werden. Daneben ist ein UKW-Tuner mit RDS an Bord. Ein guter Einstieg ins Heimnetzwerk. Preis: 599 Euro. Denon New Ceol Quelle: Presse
Pioneer N-50-KPioneers Netzwerk-Player empfängt die Musik aus allen verfügbaren Quellen, egal ob Netzwerk-Festplatte, USB-Speicher oder Internet-Radio. WLAN-fähig wird der Pioneer aber nur über einen optionalen Adapter. Das Gerät beherrscht auch die Wiedergabe hochauflösender Audiodateien mit 192 kHz/24-Bit. An die Vorderseite kann der Nutzer einen iPod oder ein iPhone via USB anschließen. Die Fernbedienungs-App gibt es für iOS und Android. Preis: In Onlineshops schon für 550 Euro erhältlich. Pioneer N-50-K Quelle: Presse
Cambridge Audio Stream Magic 6Der Netzwerkmusik-Spieler holt sich die Musik vom NAS-Server, vom PC, vom USB-Speicher und vom Internet-Radio. Das aufbereitete Audiosignal leitet er an den Receiver oder Verstärker der Stereonlage weiter. Eine App zum Fernsteuern des Players über iPhone oder Android-Smartphone ist ebenfalls erhältlich. Wer auch Musik vom Smartphone, Tablet-PC oder Laptop wiedergeben will, benötigt zusätzlich den Audioreceiver BT100, der die Audiodaten via Bluetooth empfängt. Die sogenannte Upsampling-Technik verbessert angeblich die Klangqualiät bei digitalen Audiosignalen. Über den USB-Eingang empfängt der Cambridge auch hochauflösende Musik mit 24 Bit/192 kHz auf, wie sie von Highend-Portalen wie Highresaudio angeboten werden. Preis: Der Stream Magic kostet 999 Euro, für den Audioreceicer sind 99 Euro zu berappen. Cambridge Audio Stream Magic 6 Quelle: Presse
Naim Super UnitiDer britische Hersteller Naim baut seine audiophilen Hi-Fi-Produkte auch in die Luxuslimousinen von Bentley ein. Nicht nur deshalb gehört Naim zu den begehrten Marken für Highend-Fans. Der Super Uniti ist ein vielseitiger Netzwerk-Player mit allen denkbaren Anschluss- und Wiedergabemöglichkeiten. Musik kommt von der NAS-Festplatte im Netzwerk vom iPod oder vom Webradio. Zusätzlich kann man DAB+- oder UKW-Radio hören. Der Super Uniti benötigt auch keinen externen Verstärker mehr, das Verstärkermodul mit 80 Watt pro Kanal ist schon eingebaut. Steuern lässt sich der Naim standesgemäß auch über ein iPhone, Android-Geräte werden leider nicht unterstützt. Naim bietet darüberhinaus auch sehr hochwertige Komponenten für Multiroom-Systeme. Preis: Das Gerät kostet 4.398 Euro. Naim Super Uniti Quelle: Presse
Pro-Ject Stream Box RSDer österreichische Hersteller Pro-Ject hat den Hi-Fi-Markt in den letzten Jahren mit Plattenspielern und kompakten Streaming-Clients aufgemischt. Die Stream Box des österreichischen Herstellers Pro-Ject verarbeitet Musik aus allen digitalen Quellen wie NAS-Laufwerk, USB-Speicher oder Internet-Radio. Die Übertragung erfolgt über WLAN, Netzwerkkabel oder über den USB-Anschluss. Auch CD-Player sind anschließbar. Liebhaber hochwertigen Klangs werden zu schätzen wissen, dass die Stream Box RS auch 24 Bit/192 kHz unterstützt, damit kann man dann auch die hochauflösenden Musik-Downloads aus dem Web abspielen. Gesteuert wird das Gerät über Mobilgeräte mit iOS oder Android. Dazu muss man vorher die entsprechende App installieren. Außerdem ist bereits ein Vorverstärker integriert. Preis: Die Box kostet 1499 Euro. Daneben hat der Hersteller aus Wien aber auch günstigere Varianten der Stream Box im Sortiment. Pro-Ject Stream Box RS Quelle: Presse
Teufel Raumfeld Speaker MIn den Zweiwege-Lautsprechern steckt eine komplette Stereoanlage mit Player und Verstärker. Die Musik kommt drahtlos über WLAN, entweder von der NAS-Festplatte oder über den WLAN-Router aus dem Internet-Radio. Auch eine USB-Festplatte oder ein klassischer CD-Player sind anschließbar. Daneben lässt sich die Musik übers iPhone oder Android-Smartphone übertragen. Die Bedienung erfolgt über eine App auf dem iPhone oder Android-Mobilgerät. Der Ausbau zum Multiroom-System ist möglich. Preis: Das System kostet 600 Euro. Teufel Raumfeld Speaker M Quelle: Presse
Sonos PlayEin komplettes drahtloses Musiksystem für die Beschallung im ganzen Haus. Player und Lautsprecher in einem Gehäuse. Wer in mehreren Räumen einen Player aufstellt, versorgt diese über eine Bridge mit Audiosignalen. Die Anlage kann zentral gesteuert werden, als Fernbedienung dienen dabei entweder Apple-Geräte wie iPhone oder Mobilgeräte mit Android. Gibt es in den Varianten Play:3 und Play:5. Das Foto zeigt alle Produkte der Sonos-Familie. Die Modelle Play:3 und Play:5 sind rechts. Preis: Play:3 299 US-Dollar und Play:5 399 US-Dollar Sonos Quelle: Presse
Olive OneDer Olive One des US-amerikanischen Startups Olive Media wird über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo finanziert. Der Olive One ist ein universaler Musikplayer, der auf einfachste Bedienung und kabelfreie Installation getrimmt ist. Er holt sich die Audiodaten von der eingebauten Festplatte oder auch drahtlos vom NAS-Server, vom PC oder auch von Musikstreamingdiensten im Web beziehungsweise Internet-Radiostationen. Der Nutzer muss nur noch die Lautsprecher anschließen. Bedient wird das Gerät über den Touchscreen. Das Konzept soll die Musik auch im ganzen Haus verteilen. Dazu braucht man allerdings in jedem Zimmer ein eigenes Gerät mit Lautsprechern. Diese greifen dann alle auf eine zentrale Musikquelle wie etwa einen NAS-Server zu. Beim Cloud-Service von Olive One speichert der Anwender seine Musiksammlung im Internet und kann sie so überall hören, wo er einen Internetanschluss hat. Preis: Der Olive One lässt sich für 499 US-Dollar vorbestellen. Olive One Quelle: Presse
Western Digital My Book Live DuoFestplattensystem mit zwei Laufwerken, wahlweise nach dem Raid-1-Prinzip. Eine Festplatte für die Daten, die andere als Sicherung. Das Gerät dient einerseits als Datensicherung für den PC. Es kann aber auch als Medienserver für die Musiksammlung genutzt werden. Der Netzwerk-Player holt sich die Musik entweder über das Ethernet-Kabel oder drahtlos. In diesem Fall wird My Book Live Duo an den Internet-Router, beispielsweise eine AVM FritzBox angeschlossen. Die sendet die Audiodaten dann drahtlos an den Player weiter. Der integrierte Mediaserver erledigt auch die Weitergabe von Videos oder Fotos an Multimediageräte nach dem DLNA-Standard. Leider bietet das System noch keinen schnellen USB-3.0-Anschluss, sondern beschränkt sich auf das vergleichsweise gemächliche USB 2.0. Nachteilig, wenn man beispielsweise eine große Musiksammlung vom PC auf die Festplatten übertragen will. Preis: Die Version mit 2 x 2 Terabyte kostet in Onlineshops 314 Euro. Western Digital My Book Live Duo Quelle: Presse
HFX RipNAS Solid EDer highendige Rip-Server rippt CDs auf die Festplatte und dient so als zentraler Musikspeicher im Netzwerk. Nach dem Einlegen der CD wird diese verlustfrei auf die Festplatte übertragen. Auf Wunsch kann die CD auch in ein komprimiertes Format wie MP3 umgewandelt werden. Danach sucht der Rip-Server die passenden Metadaten wie Albumcover, Musiktitel, Interpret und so weiter. Dafür ruft das Gerät einschlägige Musikdatenbanken im Web auf. Dazu gehören beispielsweise Sonata, freedb oder AMG. So baut der Rip-Server nach und nach eine große Musiksammlung auf der Festplatte auf. Schließlich arbeitet der Rip-Server auch als Medienserver und schickt die Musik an den Netzwerk-Player weiter. Als Medienserver ist Windows Home Server installiert. Die 1-Terabyte-Festplatte lässt sich durch den Anschluss von USB-Festplatten ergänzen. Preis: Vertrieben wird das Gerät über den Distributor Higoto. Da kostet der Solid E im Onlineshop 1.195 Euro. HFX RipNAS Solid E Quelle: Presse
Marantz NR1604 Lifestyle AV ReceiverNetzwerktauglicher AV-Receiver mit 7-Kanal-Ton für Heimkino und Surround-Sound. Beherrscht den neuen Videostandard 4K mit vierfacher Full-HD-Auflösung. Gibt auch sonst alle Medien wieder, die ihm via Netzwerkkabel zugespielt werden. Arbeitet auch mit den Remote Apps für iPhone und Android zusammen. Eignet sich für den Aufbau eines Multiroom-Systems mit zwei Zonen, das heißt, in jede Zone läuft ein eigenes Programm. Preis: 649 Euro Marantz NR1604 Lifestyle AV Receiver Quelle: Presse
Sony W8 LED-FernseherEin LED-Fernseher mit 119 Zentimeter Diagonale, der sich ins Heimnetzwerk integrieren lässt. Über den Internetanschluss kann der Besitzer auf die Sony-Entertainment-Seite im Internet zugreifen oder mit dem Videodienst Skype chatten. Videos vom Medienserver empfängt der Sony über WLAN oder Netzwerkkabel. Inhalte vom Smartphone lassen sich ebenfalls auf den Fernseher übertragen. Preis: 1.299 Euro Sony W8 LED-Fernseher Quelle: Presse
AVM FRITZ!Box 3390Die FRITZ!Box 3390 ist mehr als ein schneller Internet-Router. Wenn man eine Festplatte oder NAS-Server via USB anschließt, wird er zur Plattform für Mediastreaming. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt bis zu 450 MBit/s, das reicht auch für drahtloses Streamen von Videos. Die Dual-WLAN-Funktion ermöglicht das drahtlose Senden auf zwei Frequenzen. Man könnte also zwei WLANs gleichzeitig betreiben, eines für den Internetzugang von PCs und Notebooks, eines für das Multimedia-Heimnetzwerk. Preis: circa 140 Euro AVM FRITZ!Box 3390
Teac CR-H7000Der CD-Receiver, der zunächst einmal ganz konventionell CDs abspielt oder als Stereoradio dient. Daneben unterstützt der CR-H7000 Apples Airplay und kann so Musik vom iPhone oder iPad wiedergeben. Musik vom USB-Speicher gibt er ebenfalls wieder. Über WLAN oder Ethernet greift der Teac auch auf Medien-Server oder Internet-Radiostationen zu. Preis: circa 450 Euro Teac CR-H7000 Quelle: Presse
Oehlbach XXL Hyper StreamHighendiges Netzwerkkabel für das störungsfreie Streamen von Daten. Die besonders effektive Abschirmung soll optimale Signalübertragung gewährleisten. Preis: 1,70 Meter kosten bei Amazon knapp 80 Euro. Oehlbach XXL Hyper Stream Quelle: Presse
Oehlbach Powerstation 909Die Powerstation versorgt maximal acht anspruchsvolle Hi-Fi- oder AV-Komponenten mit gleichmäßigem, phasenrichtigem Energiefluss und schützt vor Spannungsspitzen. Highend-Fans schwören, dass "sauberer Strom" den Klang verbessert. Preis: Kostet knapp 600 Euro. Das Netzkabel ist da schon dabei. Oehlbach Powerstation 909 Quelle: Presse

Das Thema Multimedia-Heimnetzwerk ist eigentlich das ideale Thema für eine Verkäuferschulung. Die Aufgabenstellung könnte so lauten: Zu Ihnen kommt ein Kunde, der sich ansehen will, welche Geräte es für das Heimnetzwerk gibt und was diese können. Er hat aber nur sehr vage Vorstellungen von der Technik und glaubt, ein Heimnetzwerk sei zu kompliziert. Erklären Sie ihm die faszinierenden Vorteile des Konzepts und schildern Sie ihm, wie einfach die Installation ist. Geben Sie ihm das Gefühl, dass er gerade der Zukunft der Unterhaltungselektronik begegnet und dass daran kein Weg vorbeiführt.

So ungefähr könnte die Aufgabenstellung aussehen. Ein guter Verkäufer würde also damit beginnen die Vorteile der Heimvernetzung zu schildern.

Das sind die Vorteile

Erstens kann man mit dieser Technik Musik, Fotos und Videos an einer zentralen Stelle speichern und von da aus in jeden beliebigen Raum übertragen. Man braucht zum Musikhören also nicht mehr drei Stereoanlagen in der Wohnung - eine in der Küche, eine im Arbeitszimmer, eine im Wohnzimmer,  sondern nur noch eine. Ehrlicherweise sollte man hinzufügen, dass der Kunde natürlich in jedem Raum ein Empfangsgerät, einen Verstärker und Lautsprecher benötigt - oder zumindest Aktivboxen.

Zweitens muss man nie mehr CDs oder DVDs wechseln. Musik und Video sind sicher auf einer  Festplatte gespeichert. Hunderte oder gar Tausende CDs auf einer kompakten Festplatte, das ist schon praktisch und spart nebenbei auch eine Menge Platz, denn die Silberscheiben wandern jetzt in den Keller.

Was bedeutet eigentlich...?

Praktisch ist natürlich auch, dass man beim Heimnetzwerk nicht mehr sondern, weniger Apparate braucht. Früher hatte man Tuner, Kassettendeck, Plattenspiele und CD-Player am Verstärker hängen, heute gibt es nur noch digitale Daten auf der Festplatte oder - Achtung, wir lernen den ersten Fachbegriff – auf dem Medien-Server. Medien-Server heißen die Dinger deshalb, weil da nicht nur tote Dateien auf einer Festplatte liegen, sondern ein Prozessor und ein Betriebssystem dafür zuständig sind, dass Musik, Fotos oder Videos richtig aufbereitet zum Netzwerk-Spieler fließen. Der Netzwerk-Spieler oder auch Streaming-Client genannt, weil er sozusagen als Klient den fließenden Datenstrom aus Musik- oder Videosignalen aufnimmt, verarbeitet und dann an den klassischen Verstärker weiterleitet. Die Komponenten arbeiten bei Bedarf auch drahtlos zusammen. Nie wieder Kabelsalat hinter der Stereoanlage, das ist schon eine feine Sache.

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