WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Vernetztes Haus wird Realität Handy wird zur Fernbedienung für Ihr Leben

Seite 5/6

Bequemer und sicherer

Das sind die Lieblings-Gadgets unserer User
Foto des Speichers Space Monkey
Foto des Camcorders HX-A100
Foto der LED-Leuchte
Foto des E-Book-Readers Tolino
Foto des Notebooks Chromebook
Foto der Bluetooth-Batterie
Foto des Stiftes Notemark

Der Smartphone-Butler soll den Alltag nämlich nicht nur bequemer machen, sondern auch sicherer: Neue Sensoren der Elements-Serie vom Münchner Hersteller Gigaset etwa sollen erkennen, ob jemand die Tür aufschließt oder gewaltsam öffnet – und eine Alarmmeldung aufs Handy schicken. „Wir wollen Ihnen das Geschehen in Ihrem Haus wahrnehmbar machen, als ob Sie selbst da wären“, sagt Oliver Diener, zuständig für die Produktentwicklung bei Gigaset.

Auch könnten die Sensoren protokollieren, wann der Sprössling von der Schule kommt oder die Oma das Medizinschränkchen öffnet – um sicherzugehen, dass sie ihre Medikamente nimmt. Das erste Einsteigerpaket will Gigaset in diesen Tagen für unter 200 Euro auf den Markt bringen.

Bei uns daheim warnen uns heute schon Funk-Rauchmelder von RWE per Handy, wenn ein Feuer ausbricht. Und sollten wir vergessen, das Bügeleisen auszuschalten, können wir ihm, dank der smarten Steckdosen von AVM, auch aus dem Zug noch die Stromversorgung kappen.

Unsichere Datenübermittlung

Doch bringt die Technik tatsächlich nur ein Mehr an Sicherheit, wie uns die Hersteller der Geräte glauben machen wollen? Ein Freund von mir bezweifelt das. „Eine WLAN-Kamera in der Wohnung?“, fragt er mich ungläubig: „Habt ihr keine Angst vor Hackern, die euch heimlich beobachten?“

Eigentlich nicht, antworte ich und verweise auf die Firewall unseres Internet-Zugangs. Doch ich beginne zu zweifeln. Vielleicht sind wir auch zu gutgläubig. Denn Datenschützer warnen: Jede Technik die mit dem Internet vernetzt ist, wird früher oder später von digitalen Angreifern attackiert. Und warum sollten Späher mithilfe von Prism & Co. eigentlich nur unsere E-Mails und Telefonate ausforschen?

Die Webcam, beschließe ich, bekommt Badezimmerverbot – mindestens. Und dass sie ihre Bilder nur über eine verschlüsselte Verbindung auf mein Handy überträgt, habe ich inzwischen auch überprüft. Das ist nicht selbstverständlich. Tatsächlich werden viele dieser Kameras ohne Spionageschutz oder nur mit einem Standardpasswort ausgeliefert.

Bei der Kommunikation untereinander endet die Gemeinsamkeit

Und das ist nicht die einzige Schwachstelle im vernetzten Heim, auf die wir stoßen. Nicht nur bei der Sicherheit kann es hapern, sondern auch bei der Verständigung der Geräte untereinander: Zwar kommunizieren alle mit unseren Smartphones, auf denen alle Informationen und Funktionen zusammenlaufen. Doch spätestens bei der Kommunikation der Geräte untereinander endet die Gemeinsamkeit.

Heizthermostat und Funksteckdose, WLAN-Lampe und Bewegungssensoren – alle nutzen verschiedene Funkstandards. Wer also Technik von unterschiedlichen Herstellern nutzen will, braucht für alles eigene Basisstationen. Wir haben derzeit vier davon im Wohnzimmer, jede grau, blinkend und knapp taschenbuchgroß.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%