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Vinyl kommt zurück Das Comeback des Plattenspielers

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Kleines Wirtschaftswunder für legendäre Marken

Hardware-Hersteller wie der österreichische Hi-Fi-Spezialist Pro-ject haben längst auf die jungen Käufer reagiert. Pro-ject-Manager Marcel Höller meint dazu: "Der Trend geht eindeutig dahin, dass sich auch die junge Generation auf den Geschmack von Vinyl kommt. Wir versuchen diese Zielgruppe mit frischen Designs gezielt anzusprechen." Dementsprechend findet man im Pro-ject-Sortiment Plattenspieler mit extravaganten Silhouetten und in knalligen Farben wie Rot, Grün oder Gelb.

Die Rückkehr der Analog-Veteranen

Wer es weniger extravagant mag, der greift zu den Klassikern. Schlichte Plattenspieler von unauffälliger Eleganz in Schwarz oder im schönen Holz-Chassis. Das Comeback der Schallplatte hat legendären Marken wie Thorens und Dual, die einst vor dem wirtschaftlichen Aus standen, ihr kleines Wirtschaftswunder beschert. Wenngleich längst andere Inhaber hinter dem Markenlogo stehen.

Dual beispielsweise, einst neben Grundig und Telefunken eine der Hausmarken im deutschen Wohnzimmer, gehört jetzt nicht mehr den " Gebrüdern Steidinger", sondern wird von der schwäbischen Alfred Fehrenbacher GmbH geführt. Gerade hat Fehrenbacher einen neuen Dual-Plattenspieler vorgestellt, den CS 600 für deutlich über 1000 Euro. Der Name Dual zieht immer noch.

Die besten Plattenspieler für Highend- und Luxusliebhaber
Plattenspieler Acoustic Solid Royal Quelle: Presse
Plattenspieler EAT-S Forte Quelle: Presse
Plattenspieler Brinkmann Balance Quelle: Presse
Plattenspieler Brinkmann Oasis Quelle: Presse
Plattenspieler Linn Sondek LP12 Quelle: Presse
Plattenspieler Dual CS 600 Quelle: Presse
Plattenspieler Transrotor Crescendo Quelle: Presse

Die Branchenveteranen haben die Zeichen der Zeit erkannt und heben modisch designte Laufwerke mit starken Farben ins Sortiment. So ist beispielsweise der erst kürzlich vorgestellte Thorens TD 203 auch in Rot oder Weiß erhältlich.

Vielfalt der Plattenspieler

Neben den Klassikern und den modischen Design-Spielern gibt es aber auch viele andere Optionen für den modernen Musikfreund. Beispielsweise das Modell mit Phonovorverstärker und USB-Anschluss, mit dem man seine Platten auf den PC übertragen und digitalisieren kann. Auf Highend-Messen machen die kompromisslos auf Klangqualität getrimmten Laufwerk-Monster Furore. Solche Maschinen kosten auch schon mal 10.000 Euro, natürlich ohne Tonarm, ohne Tonabnehmer – und ohne Kabel.

Dafür muss der Highend-Käufer noch mal einige Tausend Euro aus der dicken Brieftasche holen. Hersteller wie das schwäbische Unternehmen Wirth Tonmaschinenbau verkaufen ihre Luxus-Plattenspieler aber nicht nur an Käufer in Deutschland, sondern mittlerweile in 35 Länder. Highend aus Deutschland hat international eben einen exzellenten Ruf.

Den zahlenmäßig größten Anteil haben Plattenspieler, die den Kompromiss zwischen highfidelem Klang, solider Konstruktion und ansprechender Optik bieten. Die Geräte bewegen sich im Preisbereich zwischen 300 und 1500 Euro – diesmal inklusive Tonarm, Tonabnehmer und Phonokabel.

Die Zukunft der CD

Rein klanglich können Plattenspieler durchaus mit einem CD-Player mithalten. Kenner loben vor allem den natürlichen und feinsinnigen Klang der Vinyl-Spieler. In einschlägigen Produkttests fällt dann regelmäßig das Wort vom "musikalischen Klang".

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So haben schließlich alle ihre Freude an der Schallplatte: die Plattenlabels, die Laufwerkshersteller, die Musikliebhaber, die Händler und die Fachzeitschriften. Nicht zu vergessen die Zubehörindustrie, die mit Gummiabsorbern, Tonarmwaagen, Filzmatten, Reinigungsbesen und Plattenwaschmaschinen Geld verdient.

Was wird nun aus der CD? Wer will die in Zukunft überhaupt noch kaufen? Mobile Musikfreunde setzen lieber auf MP3, anspruchsvolle Klangfreaks auf hochauflösende Musikdownloads und die Analogfans auf Vinyl. In diesem Szenario sieht die CD wie der sichere Verlierer aus.

Zwar hält sie mit knapp 66 Prozent immer noch den Löwenanteil beim Musikkonsum. Downloads und Musikstreaming liegen derzeit bei knapp 27 Prozent. Dennoch scheint die große Zeit der Compact Disc vorbei zu sein.

Da ist vielleicht ein Blick in die Geschichte der Unterhaltungselektronik tröstlich. Er zeigt, dass alles irgendwann wiederkommt. Und so wird eines Tages vielleicht auch die CD ein Comeback feiern.

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