Von Nullen und Einsen

Kuriose Technik unterm Tannenbaum

Eine Waschmaschinen mit Internet-Anschluss oder ein Hybrid-Fahrrad: Ben Schwan stellt etwas andere Geschenke vor über die sich nicht nur Nerds freuen.

Jawbone Up Quelle: Pressebild

Es muss nicht immer ein Standard-Technikgeschenk sein: In den letzten 12 Monaten sind so viele spannende neue Entwicklungen auf den Markt gekommen, dass man nicht in die PC-, Mobilgeräte- oder Unterhaltungskiste greifen muss. Unsere Auswahl in diesem Jahr enthält ein Fitnessgerät, Waschmaschinen mit Internet-Anschluss, einen Telepräsenz-Roboter und ein Hybrid-Fahrrad.

Jawbone Up

"Quantified Self", das Erfassen von Messwerten über den eigenen Körper und die Fitness mit anschließender Übertragung auf Smartphone oder PC, liegt nicht nur bei Geeks und Nerds voll im Trend. Das Up von Jawbone (ca. 100 Euro) verbindet verschiedene Messsensoren in einem kleinen Armband, das man ständig tragen kann. Erfasst werden getätigte Schritte, Bewegungen und der Schlafrhythmus, ergänzt mit Software, die das Erfassen von Essgewohnheiten sowie das Erledigen sogenannter Challenges möglich macht.

Wer das Up mehrere Wochen lang trägt, kann ermitteln, wie gut er sich in der Nacht erholt, erfahren, ob er seinen Körper genug auf Trab hält und das dann alles hübsch gestaltet im Internet oder auf einem Telefon darstellen lassen. Praktisch ist unter anderem die eingebaute Weckfunktion: Sie sorgt dafür, dass man auch im hektischen Büroalltag mit sanften Vibrationen daran erinnert wird, auch mal aufzustehen und sich zu strecken. Nicht ganz so schön: Die erste Up-Generation in den USA hatte teilweise technische Probleme, mittlerweile soll aber alles in Ordnung sein.

Gadgets für den Gabentisch
Smarte UhrenTelefone werden immer smarter, während viele Uhren noch immer so funktionieren wie vor Jahrzehnten. Die Smartwatchs des Herstellers „ I’m Watch“ sind dagegen mit Hightech vollgestopft: Drahtlos können sie sich via Bluetooth mit anderen Geräten verbinden, sie besitzen ein Touch-Display und 4 Gigabyte Speicher. Apps zeigen das Wetter an oder spielen Musik ab. Das Einstiegsmodell gibt es ab 250 Euro im Online-Store des Herstellers – das Spitzenmodell kostet ganze 10.000 Euro. Quelle: PR
Warme Hände trotz iPhoneDie kalte Jahreszeit stellt Nutzer eines Smartphones mit Touch-Bedienung vor ganz neue Probleme: Wärmende Handschuhe müssen vor der Bedienung erst einmal ausgezogen werden. Der Grund: Die heute genutzten kapazitiven Touchscreens arbeiten mit einer geringen Spannung, die durch Berührung verändert wird. Nackte Finger sind leitend, herkömmliche Handschuhe jedoch nicht. Die Handschuhe von Fivepoint versprechen Smartphone-Nutzern Abhilfe, weil sie an den Fingerkuppen leitend sind. Im britischen Etre-Shop kosten die Hightech-Handschuhe rund 46 Euro zuzüglich Versand. Quelle: PR
Mobile MusikmaschineViele DJs schwören auf die gute alte Vinyl-Platte. Doch auch wer auf digitale Musik setzt, muss auf das Gefühl des „Scratchens“ - die Erzeugung von Tönen durch rhythmisches Hin- und Herbewegen einer laufenden Schallplatte - nicht verzichten. Das Numark iDJ Live verwandelt iPhone, iPad und iPod touch von Apple in eine mobile DJ-Station, die auf die Musikdateien in iTunes zugreifen kann. Das Gerät kostet rund 100 Euro. Quelle: Presse
Hightech-SkibrilleAuch bei sportlichen Aktivitäten müssen Technik-Freak auf Gadgets nicht mehr verzichten. Für den kommenden Winter-Urlaub bietet das US-Unternehmen Zeal Optics mit der Schneebrille Transcend GPS jede Menge Hightech. Auf einen kleinen eingebauten LCD-Bildschirm blendet die Brille per GPS ermittelte Daten wie Geschwindigkeit, Höhe, Himmelsrichtung und Wetterinformationen ein. Per Mini-USB-Anschluss können die aufgezeichneten Daten nach absolvierter Fahrt auch auf einen PC übertragen werden. Quelle: Presse
Handschuh-UpdateGünstiger ist das Handschuh-Update namens Digits. Die kleinen leitenden Noppen werden an den Enden eines Handschuhs eingestochen und sollen ebenfalls die Bedienung von kapazitiven Touchscreens ermöglichen. Kosten im amerikanischen Quirky-Online-Store: 12 Dollar plus Versand und Zoll. Quelle: PR
Atari-Spiele in Retro-OptikDer Ion Audio Arcade Controller für iPad ist ein ideales Geschenk für iPad-Besitzer mit einem Faible für alte Atari-Spiele und den Spielhallen-Look der 1970er Jahre. Schnell wird mit dem Gadget aus dem modernen Hochglanz-Apple-Gerät eine Arkade-Maschine im Retro-Look. Joystick und Knöpfe lassen eine Drahtlos-Verbindung per Bluetooth mit dem iPad zu. Zwei Atari-Spiele sind beigelegt, weitere können gekauft werden. Der Preis: rund 100 Euro. Quelle: Presse
Blackberry-Feeling für das iPhoneNicht wenige ehemalige Blackberry-Nutzer vermissen nach dem Umstieg auf das iPhone die Hardware-Tastatur – insbesondere beim Schreiben von E-Mails. Die iGear slider Bluetooth-Tastatur für iPhone 4 und 4S kann diesen Nutzern helfen. Für etwas mehr als 50 Euro erweitert sie das iPhone um eine Hülle mit Hardware-Tastatur, die sich drahtlos mit dem Telefon verbindet. Der eingebaute Akku wird per Mini-USB-Anschluss geladen. Quelle: Presse
Einsteiger-SmartphoneNoch immer scheuen viele Handynutzer den Umstieg auf ein Smartphone – häufig mit Verweis auf den zu hohen Preis. Doch das Argument verliert an Überzeugungskraft, seit es ordentliche Smartphones in Handy-Preisklasse gibt. Ein Beispiel ist das Huawei Ideos X3 für nur 100 Euro. Es bietet Highspeed-Internet über den UMTS-Standard HSDPA und WLAN, einen 3,2 Zoll großen Touchscreen (etwas kleiner als das iPhone) und Googles mobiles Betriebssystem Android Version 2.3. Zwar sind der schwache Akku, der langsame Prozessor, Kamera und das Display in niedriger Auflösung klare Schwächen – doch wer einen günstigen Einstieg in die Smartphone sucht, findet hier das passende Angebot. Quelle: Presse
Uhr für Apple-FansWussten Sie, dass Apple auch eine smarte Uhr im Angebot hat? Mit der Vorstellung des iPhone 4S führte Apple auch ein Produkt ein, das im Trubel um das neue Smartphone etwas untergegangen ist: Die Armbänder TikTok Watchband, die einen iPod touch der aktuellen sechsten Generation in eine Armbanduhr verwandeln. Verfügbar sind die Armbänder in den Farben blau und pink für jeweils 40 Euro in Apples Online-Store. Quelle: Presse
Extravagante ZeitreiseEine Zeitreise ganz anderer Art ermöglicht dieses handbemalte Gadget: Das iRetrophone des Künstlers Scott Freeland verwandelt das iPhone in ein Telefon der fiktiven Steampunk-Ära. Als Steampunk wird eine populäre literarische Gattung bezeichnet, die Elemente von Fantasy- und Science-Fiction-Literatur mit der Ästhetik des viktorianischen Zeitalters verbindet. Typisch für die fiktive Ära des Steampunk sind dampfgetriebene Höllenmaschinen in Zahnrad-Optik, die häufig an die Zukunfts-Entwürfe längst vergangener Tage erinnern. Das iPhone-Dock in Steam-Optik kostet 350 Dollar bei broodr.com. Der Telefonhörer ist übrigens voll funktionsfähig.. Quelle: PR
Kaugummi-StänderNicht jedes Gadget für Apple-Fans muss teuer sein. iStuck heißt ein Ständer für das iPhone in gewitzter Kaugummi-Optik - praktisch beispielsweise für längere Filme. Der Preis: rund 8 Euro im Online-Handel. Quelle: PR
Schweizer Messer für das ComputerzeitalterDas Schweizer Messer gehört auch heute noch zum Rüstzeug vieler Männer für alle Lebenslagen – für Technik-Freaks gehört dazu natürlich auch ein mobiler USB-Datenspeicher. Victorinox hat mit dem Modell Flash inzwischen auch ein Armeemesser mit USB-Speicher und Laserpointer im Angebot. Die Speicherausstattung variiert von 2 bis 64 GB. Im Online-Handel gibt es das Messer ab 35 Euro. Quelle: PR

Jazz Connect

Simple Videokonferenzen waren gestern: Wenn es nach dem französischen Roboterspezialisten Gostai geht, erhalten fernab vom Büro tätige Mitarbeiter demnächst einen eigenen Stellvertreter in ihrer Firma. Einen solchen Telepräsenz-Automaten kann man aber auch zuhause abstellen, damit man mit der Familie kommunizieren kann, während man auf Reisen ist.

Der Jazz Connect (rund 8000 Euro) verfügt über zwei Räder, einen beweglichen Kopf, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher. Der gut einen Meter große Roboter kann allerdings bislang keine Objekte befördern - ihm fehlen die Arme. Gostai bietet dafür eine offene Programmierschnittstelle für das eigens Roboterbetriebssystem des Jazz Connect an. Die Bedienung aus der Ferne erfolgt per Webbrowser, in dem das Kamerabild gezeigt wird - per Mausklick wird navigiert.

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