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Von Nullen und Einsen

Kuriose Technik unterm Tannenbaum

Wer sich und anderen zum Fest eine nette elektronische Freude machen möchte, hat jede Menge Auswahl. wiwo.de-Technik-Kolumnist Ben Schwan stellt in den vier Wochen vor Weihnachten die interessantesten Smartphones, Tablets, Unterhaltungsgeräte und digitalen Kuriositäten vor, die man sich 2011 unter den Baum legen kann. In dieser Woche: Die etwas anderen Geschenke.

Jawbone Up Quelle: Pressebild

Es muss nicht immer ein Standard-Technikgeschenk sein: In den letzten 12 Monaten sind so viele spannende neue Entwicklungen auf den Markt gekommen, dass man nicht in die PC-, Mobilgeräte- oder Unterhaltungskiste greifen muss. Unsere Auswahl in diesem Jahr enthält ein Fitnessgerät, Waschmaschinen mit Internet-Anschluss, einen Telepräsenz-Roboter und ein Hybrid-Fahrrad.

Jawbone Up

"Quantified Self", das Erfassen von Messwerten über den eigenen Körper und die Fitness mit anschließender Übertragung auf Smartphone oder PC, liegt nicht nur bei Geeks und Nerds voll im Trend. Das Up von Jawbone (ca. 100 Euro) verbindet verschiedene Messsensoren in einem kleinen Armband, das man ständig tragen kann. Erfasst werden getätigte Schritte, Bewegungen und der Schlafrhythmus, ergänzt mit Software, die das Erfassen von Essgewohnheiten sowie das Erledigen sogenannter Challenges möglich macht.

Wer das Up mehrere Wochen lang trägt, kann ermitteln, wie gut er sich in der Nacht erholt, erfahren, ob er seinen Körper genug auf Trab hält und das dann alles hübsch gestaltet im Internet oder auf einem Telefon darstellen lassen. Praktisch ist unter anderem die eingebaute Weckfunktion: Sie sorgt dafür, dass man auch im hektischen Büroalltag mit sanften Vibrationen daran erinnert wird, auch mal aufzustehen und sich zu strecken. Nicht ganz so schön: Die erste Up-Generation in den USA hatte teilweise technische Probleme, mittlerweile soll aber alles in Ordnung sein.

Gadgets für den Gabentisch
Smarte UhrenTelefone werden immer smarter, während viele Uhren noch immer so funktionieren wie vor Jahrzehnten. Die Smartwatchs des Herstellers „ I’m Watch“ sind dagegen mit Hightech vollgestopft: Drahtlos können sie sich via Bluetooth mit anderen Geräten verbinden, sie besitzen ein Touch-Display und 4 Gigabyte Speicher. Apps zeigen das Wetter an oder spielen Musik ab. Das Einstiegsmodell gibt es ab 250 Euro im Online-Store des Herstellers – das Spitzenmodell kostet ganze 10.000 Euro. Quelle: PR
Warme Hände trotz iPhoneDie kalte Jahreszeit stellt Nutzer eines Smartphones mit Touch-Bedienung vor ganz neue Probleme: Wärmende Handschuhe müssen vor der Bedienung erst einmal ausgezogen werden. Der Grund: Die heute genutzten kapazitiven Touchscreens arbeiten mit einer geringen Spannung, die durch Berührung verändert wird. Nackte Finger sind leitend, herkömmliche Handschuhe jedoch nicht. Die Handschuhe von Fivepoint versprechen Smartphone-Nutzern Abhilfe, weil sie an den Fingerkuppen leitend sind. Im britischen Etre-Shop kosten die Hightech-Handschuhe rund 46 Euro zuzüglich Versand. Quelle: PR
Mobile MusikmaschineViele DJs schwören auf die gute alte Vinyl-Platte. Doch auch wer auf digitale Musik setzt, muss auf das Gefühl des „Scratchens“ - die Erzeugung von Tönen durch rhythmisches Hin- und Herbewegen einer laufenden Schallplatte - nicht verzichten. Das Numark iDJ Live verwandelt iPhone, iPad und iPod touch von Apple in eine mobile DJ-Station, die auf die Musikdateien in iTunes zugreifen kann. Das Gerät kostet rund 100 Euro. Quelle: Presse
Hightech-SkibrilleAuch bei sportlichen Aktivitäten müssen Technik-Freak auf Gadgets nicht mehr verzichten. Für den kommenden Winter-Urlaub bietet das US-Unternehmen Zeal Optics mit der Schneebrille Transcend GPS jede Menge Hightech. Auf einen kleinen eingebauten LCD-Bildschirm blendet die Brille per GPS ermittelte Daten wie Geschwindigkeit, Höhe, Himmelsrichtung und Wetterinformationen ein. Per Mini-USB-Anschluss können die aufgezeichneten Daten nach absolvierter Fahrt auch auf einen PC übertragen werden. Quelle: Presse
Handschuh-UpdateGünstiger ist das Handschuh-Update namens Digits. Die kleinen leitenden Noppen werden an den Enden eines Handschuhs eingestochen und sollen ebenfalls die Bedienung von kapazitiven Touchscreens ermöglichen. Kosten im amerikanischen Quirky-Online-Store: 12 Dollar plus Versand und Zoll. Quelle: PR
Atari-Spiele in Retro-OptikDer Ion Audio Arcade Controller für iPad ist ein ideales Geschenk für iPad-Besitzer mit einem Faible für alte Atari-Spiele und den Spielhallen-Look der 1970er Jahre. Schnell wird mit dem Gadget aus dem modernen Hochglanz-Apple-Gerät eine Arkade-Maschine im Retro-Look. Joystick und Knöpfe lassen eine Drahtlos-Verbindung per Bluetooth mit dem iPad zu. Zwei Atari-Spiele sind beigelegt, weitere können gekauft werden. Der Preis: rund 100 Euro. Quelle: Presse
Blackberry-Feeling für das iPhoneNicht wenige ehemalige Blackberry-Nutzer vermissen nach dem Umstieg auf das iPhone die Hardware-Tastatur – insbesondere beim Schreiben von E-Mails. Die iGear slider Bluetooth-Tastatur für iPhone 4 und 4S kann diesen Nutzern helfen. Für etwas mehr als 50 Euro erweitert sie das iPhone um eine Hülle mit Hardware-Tastatur, die sich drahtlos mit dem Telefon verbindet. Der eingebaute Akku wird per Mini-USB-Anschluss geladen. Quelle: Presse

Jazz Connect

Simple Videokonferenzen waren gestern: Wenn es nach dem französischen Roboterspezialisten Gostai geht, erhalten fernab vom Büro tätige Mitarbeiter demnächst einen eigenen Stellvertreter in ihrer Firma. Einen solchen Telepräsenz-Automaten kann man aber auch zuhause abstellen, damit man mit der Familie kommunizieren kann, während man auf Reisen ist.

Der Jazz Connect (rund 8000 Euro) verfügt über zwei Räder, einen beweglichen Kopf, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher. Der gut einen Meter große Roboter kann allerdings bislang keine Objekte befördern - ihm fehlen die Arme. Gostai bietet dafür eine offene Programmierschnittstelle für das eigens Roboterbetriebssystem des Jazz Connect an. Die Bedienung aus der Ferne erfolgt per Webbrowser, in dem das Kamerabild gezeigt wird - per Mausklick wird navigiert.

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