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Vorstellung Playstation 4 Auf diese Neuerungen setzt Sony seine Hoffnung

Sony hat in New York die Playstation 4 präsentiert. Starttermin und Preis sind noch immer geheim. Doch die Playstation 4 könnte die letzte ihrer Zunft sein.

Sony enthüllt Playstation 4

Wie man mit vielen Aufwand wenig präsentieren kann, das führte Sony am Mittwochabend in „The Hammerstein“, einem Theater in Manhattan vor. Andrew House, International-Chef des japanischen Unterhaltungselektronikkonzerns, präsentierte dort die Playstation 4. Zumindest war das so angekündigt.

Doch die neue Spielkonsole von Sony, der Vorgänger Playstation 3 ist immerhin fast sieben Jahre alt, wurde in der zweistündigen Präsentation nur am Rande gezeigt. Dafür traten – bis auf Electronic Arts – alle führenden Spieledesigner auf, die die spielfilmartigen und flüssigen Sequenzen der Spielekonsole über den grünen Klee lobten und in Entwicklung befindliche Titel vorführten.

Wann die Playstation 4 genau auf den Markt kommen wird, was sie kosten wird und ob der Start zeitgleich in den wichtigsten Märkten erfolgt, darüber verlor House kein Wort. Fest steht nur: Die Playstation 4 soll gegen Weihnachten in den Handel kommen, sieben Jahre nach der Playstation 3. Dabei soll sie eine Art Jungbrunnen sein, mit der Sony wieder an Glanzzeiten anknüpfen will.

Was Sonys Playstation 4 kann

Der Konzern will sich nicht in die Karten schauen lassen. Vor allem nicht von Konkurrent Microsoft, der ebenfalls im Herbst einen Nachfolger seiner immerhin schon acht Jahre alten Xbox 360 vorstellen wird. Beide Konkurrenten werden auf der Spielemesse E3 Farbe bekennen, die im Juni in Los Angeles veranstaltet wird.

Für die Playstation 4 deuten die Zeichen auf Oktober. Und die Konsole wird wohl deutlich günstiger als ihr Vorgänger sein. Analysten erwarten einen Einstiegspreis von rund 400 Dollar. Denn die Zeiten haben sich grundlegend verändert. Die Anbieter von Konsolen müssen beim Budget der Käufer mit deutlich günstigeren und oft quersubventionierten Smartphones und Tablets konkurrieren.

Für einen günstigeren Preis spricht auch, dass Sony den für immerhin 800 Millionen Dollar entwickelten Cell-Prozessor der Playstation 3 im Nachfolger nicht mehr verwendet, sondern auf Prozessoren und Grafikchips von AMD umschwenkt, wie sie auch in herkömmlichen Computern verwendet werden.

Das ist günstiger und tut der Rechenleistung keinen Abbruch, wie die Demonstrationen der Spieleentwickler in New York zeigten. Aber die PC-Plattform erleichtert das Programmieren der Spiele. „Das war immer einer der Hauptkritikpunkte der Entwickler“, erklärt Uwe Bassendowski. Für Sonys Deutschland-Chef ist zwar die Hardware immer noch wichtig, aber „in Wirklichkeit kommt es inzwischen viel stärker auf das Spielerlebnis an, dass die Spieler zusammengebracht werden.“

Sony will die Couch-Potatoes mit einem sogenannten Teilen-Knopf sozialisieren, der auf dem grundlegend überarbeiteten Controller angebracht ist. Sie können dann Spielszenen mitschneiden und mit ihren Freunden über die Playstation oder Facebook teilen. Die große Frage ist, ob mit dem Boom der Smartphones und Tablets eine Spielkonsole überhaupt noch zeitgemäß ist.

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Sony hat schon vorgebaut. Im vergangenen Jahr erwarb der Konzern das Startup Gaikai für 380 Millionen Dollar, das anspruchsvolle Videospiele per Internet streamen kann. Der Service ist plattformunabhängig, könnte also neben der Playstation 4 auch auf Smartphones und Tablets ausgeweitet werden. Zunächst wird ihn Sonys tragbare Konsole Playstation Vita nutzen. Doch der Markt für Videospiele, der momentan stagniert, könnte so erheblich ausgeweitet werden.

Die neueste Generation der Spielkonsolen könnte damit auch die letzte gewesen sein.

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