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Wearables Was nach dem Touchscreen kommt

Ob Smartwatch oder Google Glass: Die Computer der Zukunft werden immer kleiner - aber wie sollen sie bedient werden? Chris Harrison hat dazu viele ungewöhnliche Ideen.

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OmniTouch, eine Erfindung von Chris Harrison, macht beliebige Oberflächen zum Touchscreen. Quelle: YouTube Quelle: Screenshot

Die Oberen des Springer-Verlags waren ganz aus dem Häuschen: "Großartig!", schrieb Bild-Chefredakteur Kai Diekmann vergangene Woche bei Twitter aus Kalifornien, "eine virtuelle Tastatur, projiziert auf den Tisch! Funktioniert einwandfrei!" Und Springers Cheflobbyist Christoph Keese schrieb zwei Tage später, auch er habe die "grandiose Laser-Tastatur" auf der Stanford-Messe entdeckt.

Was die beiden so verzückt, ist der Magic Cube der Firma Celluon. Der tut genau das, was Diekmann beschreibt. Der kleine Kasten projiziert eine rötlich schimmernde virtuelle Tastatur auf eine ebene Oberfläche. Mit ihr lassen sich Smartphones und Tablets bedienen, deren Touchscreens unpraktisch sind, um darauf längere Texte zu schreiben.

Diese Gadgets kommen 2013
Die Google-BrilleGroß war die Begeisterung als Googles Datenbrille im April 2012 erstmals vorgestellt wurde. Dafür hat das Unternehmen ein Video gedreht, dass die Möglichkeiten dieses Gadgets zeigt. Die Technik, die dahinter steht wird als "Augmented Reality", also erweiterte Realität bezeichnet. Die Idee dabei ist, dass die Software Objekte unserer Umgebung erkennt und uns mit passenden weiteren Informationen versorgt. Außerdem kann die Brille alles, was auch Smartphones leisten. Sie ist zur Kommunikation, zur Routenplanung, zum Fotografieren und vieles weitere geeignet. Was einst der Mausklick war, könnte künftig eine Kopfbewegung oder einfach die Stimme sein. Quelle: dapd
Valves SteamboxValve Corporation hat mit Steam eine Internet-Vertriebsplattform für Computerspiele und Software entwickelt. Nach eigenen Angaben sind hier inzwischen über 35 Millionen aktive Benutzer registriert. Angeblich will das Unternehmen nun auch in das Konsolengeschäft einsteigen. Gerüchten zufolge plant Valve für das kommende Jahr eine eigene Steambox als Konkurrenz Xbox, Wii und PlayStation. Ein genauer Erscheinungstermin ist noch unbekannt. Quelle: Screenshot
Das YotaPhoneIm Herbst 2013 will der russische Hersteller Yota Devices das YotaPhone auf den Markt bringen. Das Android-4.2-Gerät soll zwei Displays besitzen, die unabhängig voneinander arbeiten und so Smartphone und E-Reader miteinander verbinden. Während auf der einen Seite das "normale" Smartphone-Display zu sehen ist, befindet sich hinten ein E-Ink-Display. Dieses soll extrem stromsparend arbeiten. Gespräche zwischen dem Konzern und Mobilfunkbetreibern in Nordamerika und Europa laufen bereits. Der Preis des Smartphones ist noch nicht bekannt. Quelle: Screenshot
Microsofts neue XboxMicrosoft will 2013 wieder groß mit einer Konsole auftrumpfen, die momentan unter dem Projekttitel Xbox 720 läuft. Geplant ist ein geradezu revolutionäres Spielerlebnis. Zumindest ließ sich das Unternehmen eine Methode patentieren, die eine Datenbrille mit der Konsole verbindet. Dadurch könnte "Augmented Reality" wie bei Google Glasses künftig auch beim Gaming zum Einsatz kommen. Zusätzlich will Microsoft eine abgespeckte Xbox 360 rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft 2013 auf den Markt bringen. Quelle: Presse
iPhone 5SKaum war das iPhone 5 auf dem markt, da tauchten auch schon erste Gerücht über die Produktion eines iPhone 5S auf. Eines ist sicher, der Smartphone-Nachfolger aus dem Hause Apple wird kommen - nach aktuellen Informationen wahrscheinlich sogar schon im Frühjahr. Vielleicht aber auch erst im Sommer, Apple selbst hat sich dazu noch nicht geäußert. Angeblich soll es im Dezember bereits erste Testläufe des Smartphones gegeben haben. Außerdem wird vermutet, dass das neue Apple-Gerät mit einem schnelleren Prozessor ausgestattet wird. Bis es soweit ist, werden sich die Gerüchte um das neue iPhone ganz sicher noch einige Mal überschlagen. Quelle: dapd
Facebook-PhoneDas Bild zeigt ein "ChaCha" von HTC, so ähnlich könnte bald das "Facebook-Handy" aussehen. Monatelang war über ein Telefon aus der Zuckerberg-Familie spekuliert worden - jetzt kommen gleich mehrere auf den Markt. Auf den neuen Geräten ist Facebook aber nicht nur einer der Kommunikationswege, sondern das Herzstück. Richtige Facebook-Knöpfe haben etwa die beiden Geräte, die der Hersteller HTC auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert. HTC hatte die Markteinführung des Facebook-Handys eigentlich schon für Ende 2012 geplant. Andere Projekte schienen dem Unternehmen jedoch wichtiger gewesen zu sein. Der Termin wurde auf Mitte 2013 verschoben. Quelle: dpa
Samsungs Galaxy S4Neben dem iPhone ist das Galaxy S3 eines der beliebtesten Smartphones bei den Kunden. 2013 will Samsung mit dem S4 nachlegen. Erscheinen soll es im zweiten Quartal 2013. Natürlich sollen Leistung, Qualität und Schnelligkeit beim neuen Samsung-Smartphone deutlich besser sein. Außerdem hält sich das Gerücht, die Südkoreaner könnte auf Größe setzen und das 4,8-Zoll-Display auf 5 Zoll vergrößern. Das vermutlich im April erscheinende Gerät wird etwa 500 Euro kosten. Quelle: REUTERS

Was Diekmann und Keese offenbar nicht gewusst haben: Der Magic Cube ist alles andere als neu. Eine erste Version kam bereits vor acht Jahren in den Handel, damals noch unter der Bezeichnung Laserkey CL800BT. Mittlerweile gibt es viele weitere Ideen, wie mobile Geräte in Zukunft bedient werden können. Chris Harrison hat Dutzende. Menschen wie er suchen die Antwort auf eine knifflige Frage: Wenn Computer immer kleiner werden, wie benutzen wir sie dann?

Harrison ist Doktorand im Human Computer Interaction Institute der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh, Pennsylvania. Er entwickelt neue Eingabe- und Interaktions-Methoden für IBM, AT&T und Microsoft. Besonders der Konzern aus Redmond könnte seine Hilfe gut gebrauchen: Angeblich arbeitet Microsoft an einer Smartwatch, wie sie Sony und Pebble bereits verkaufen und andere sie zumindest schon entwickeln.

Zwei große Probleme bringen solche und andere Wearables mit sich, Computer also, die wie Kleidungsstücke oder Accessoires getragen werden: Sie haben wenig Platz für kräftige Akkus und eine Bedienungsoberfläche. "Der Bildschirm ist zu winzig für Touch-Oberflächen, wie wir sie von Smartphones kennen", sagt Harrison. Und auch Sprachsteuerung sei kein Allheilmittel: "Das funktioniert gut, um Informationen nachzuschlagen. Aber Spracheingaben können umstehende Menschen stören und sind nicht gerade ideal, um zum Beispiel auf einer Karte zu navigieren."

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