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Aufräumen für Straßenhunde Automat tauscht Plastikflaschen gegen Tierfutter

In Istanbul wurde ein Futterautomat für Straßenhunde aufgestellt. Er soll den Streunern das Leben erleichtern.

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Der Hund ist der beste Freund des Menschen. So denken zumindest hierzulande viele. Ob Schäferhund, Dalmatiner, Terrier oder Mops – der Hund ist in Deutschland das beliebteste Haustier. Doch in Ländern wie Rumänien, Ungarn, Bulgarien und der Türkei machen die treuen Vierbeiner Städtern das Leben schwer. Streunende Straßenhunde, oftmals ausgesetzt, weil sie ihren Besitzern zur Last fallen, vermehren sich und werden zum Teil sogar zur Gefahr.

Während Tierschutzorganisationen wie Vier Pfoten Deutschland oder die Herbert-Denk-Stiftung sich für gezielte Kastrations- und Sterilisationsmaßnahmen stark machen oder Straßenhunden in geregelte Verhältnisse vermitteln, ist das Vorgehen der Behörden und Anwohner in Süd- und Osteuropa oft brutal. Tiere werden geschlagen, misshandelt und getötet, aus Angst vor Krankheiten und Hundebissen.

Auch in Istanbul machen streunende Hunde Probleme. Schätzungen zufolge bevölkern 150.000 herrenlose Hunde und Katzen die türkische Metropole. Den Tieren geht es mangels medizinischer Versorgung und Unterernährung meist elendig. Das Projekt Pudegon will diesen Tieren das Leben in Zukunft leichter machen und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Die Idee: In der Istanbuler Innenstadt werden Automaten aufgestellt, die Bürger mit ihren eigenen oder aufgesammelten Plastikflaschen füllen können. Für jede Flasche gibt die Maschine eine Portion Tierfutter aus. Sogar den letzten Schluck Wasser können Passanten in den Automaten geben und so den Tieren Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen. Das system funktioniert natürlich  nur, wenn die Passanten keine Angst vor den Hunden haben, die sich um den Automaten scharen.

Dem Teufelskreis von immer neuen Straßenhunden kann die Stadt so nicht entkommen. Doch zumindest wird den Tieren das herrenlose Leben etwas erleichtert und die Behörden haben leichteren Zugriff auf die Tiere, die sich schnell an das neue Angebot gewöhnen. Auf diese Weise lassen sich sogenannte „Catch-Care-Release“-Maßnahmen leichter durchführen. Also das Einfangen der Tiere, ihre medizinische Versorgung und Kastration und anschließende Freilassung.

Hier das Video zu dem Projekt:

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