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Heidelberger Bahnstadt Größte Passivhaussiedlung der Welt entsteht in Deutschland

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Die Siedlung auf dem ehemaligen Rangier- und Güterbahnhof ist ein Aushängeschild für die Stadt am Neckar, Experten aus der ganzen Welt interessieren sich für das Projekt. Das Konzept wurde schon mehrfach auf internationalen Klimaschutzkonferenzen vorgestellt, etwa bei der Rio+20 Konferenz oder den Treffen der C 40, den 40 größten Städten der Welt. Stadtplaner aus allen wachsenden Regionen wie Asien und Südamerika haben sich vor Ort über die Bahnstadt informiert.

Wohnen per Knopfdruck

Der Stadtteil hat einen Hauch von Leben in der Zukunft. Lüften, heizen und das Öffnen der Rollläden funktioniert per Knopfdruck vollautomatisch. Smart Meter, die eine bessere Kontrolle des Stromverbrauchs ermöglichen, sind Standard. Die Fernwärme wird zu über 90 Prozent aus Kraft-Wärme-gekoppelt erzeugt. 66 Prozent der Dachflächen sind begrünt, um Regenwasser aufzufangen.

Thermische Solaranlage unterstützen die Warmwasserbereitung und die Stadt Heidelberg baut gemeinsam mit den Stadtwerken ein Holz-Heizkraftwerk, das künftig so viel Energie erzeugen soll, dass die gesamte Bahnstadt mit Wärme und Strom versorgt wird. Bilanziell soll es damit zu einem der größten Null-Emissions-Stadtteile in Europa  werden.

Die

Neben der Kindertagesstätte sollen sich in der Bahnstadt auch Kultur, Gastronomie und Forschung ansiedeln. Ein Einkaufszentrum samt Kino folgt, eine Straßenbahnlinie wird demnächst verlegt. Wahrzeichen der Siedlung sind die für 60 Millionen Euro von der gemeinnützigen Max-Jarecki-Stiftung errichteten „SkyLabs“ - ein neunstöckiger Turm, um den sich auf einem 5,5 Hektar großen Campus Wissenschaft, forschungsnahe Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen ansiedeln wollen.

Wohnungspreise steigen

Bisher ist das Konzept noch nicht aufgegangen. Etabliert hat sich die Passivhaussiedlung dennoch. Während am Anfang eine Eigentumswohnung in der Bahnstadt ab 2800 Euro pro Quadratmeter kostete, ist der Preis mittlerweile auf 3500 und 4000 Euro geklettert.

In das „Heidelberg Village“ von Frey ist noch niemand eingezogen. Erst im kommenden Jahr sollen die beiden Gebäude, die von der Frey Gruppe investiert, geplant und gebaut werden, fertig gestellt sein. Vermietet wird erst einige Monate vorher. Das Interesse an dem innovativen Modellcharakter des „Heidelberg Village“ sei jedoch sehr groß, erzählt Qiaozhi Meng von der Frey Gruppe. „Die Menschen sprechen über unser einzigartiges Konzept.“ 

Um aus den Mietern eine Gemeinschaft zu machen, wird ein professioneller Quartiermanager die Organisation und Moderation der nachbarschaftlichen Aktivitäten übernehmen. Für Frey ist das der Schlüssel zu einer gelingenden Nachbarschaft.

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