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News Belgien will wegen Pannen-AKW Jod-Tabletten ausgeben

Belgien will Jod-Tabletten austeilen, sollte aus einem AKW Strahlung entweichen.

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Da scheint das Vertrauen in die eigene Atomkraftwerkstechnik aber hoch zu sein: Belgien will im kommenden Jahr Jod-Tabletten austeilen. Diese sollen im Falle eines Zwischenfalls die Folgen radioaktiver Strahlung mindern. Und nun wachsen auch die Bedenken im Raum Aachen weiter, wo man ebenfalls über die Ausgabe solcher Tabletten nachdenkt.

Nur: Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital kommentierte die beabsichtige Pillen-Ausgabe in der Wirtschaftswoche so: "Jodtabletten schützen etwa so gut vor einem Reaktorunfall, wie ein Cocktailschirmchen vor einem Wolkenbruch." NRW-Innenminister Jäger sei von den Plänen ebenso wenig begeistert.



Konkret geht es um die Atomkraftwerke Doel in der Nähe von Antwerpen und Tihange bei Lüttich, das etwa 70 Kilometer von Aachen entfernt liegt. Belgien verteilt die Tabletten in einem 100-Kilometer-Radius. Radioaktiv verseuchtes Jod kann durch Einatmen, Lebensmittel oder Wasser in den Körper gelangen. Setzen sich Kernspaltungsprodukte in der Schilddrüse fest, können sie schwere Krankheiten wie Krebs auslösen. Werden Jod-Tabletten frühzeitig eingenommen, können sie die Aufnahme radioaktiven Jods blockieren.



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