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News Great Barrier Reef zu einem Drittel abgestorben

Das größte Korallenriff der Welt scheint schneller zu sterben als gedacht. Australiens erste Reaktion ist, eine kritische Passage dazu aus einem UN-Klimabericht zu streichen.

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Korallen am Great Barrier Reef, die von Korallenbleiche betroffen sind. Quelle: dpa

Nach einer Intervention Australiens sind Passagen zum Great Barrier Reef aus einem UN-Klimabericht gestrichen worden. Trotz des Protests beteiligter Forscher. Das Umweltministerium in Canberra sagte am Wochenende, dass es "die Erwähnung der australischen Weltnaturerbestätten in einem solchen Bericht nicht schätzt."

Das größte Korallenriff der Welt erlebt gerade eine verheerende Korallenbleiche. Das liegt unter anderem am Wetterphänomen El Niño, das die Wassertemperaturen in der Region stark steigen ließ. Meeresbiologen machen aber seit Jahren darauf aufmerksam, dass der Klimawandel das Riff zusätzlich zu allen anderen Bedrohungen durch Fischerei, Schifffahrt und Meeresverschmutzung schwächt.

In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen schon tot oder dabei, abzusterben, berichtete die James-Cook-Universität gestern: "Wir haben in den nördlichen und zentralen Bereichen 84 Riffe untersucht und festgestellt, dass im Durchschnitt 35 Prozent der Korallen tot sind oder gerade absterben", so Meeresforscher Terry Hughes. "Es ist die dritte Korallenbleiche in 18 Jahren, und sie ist deutlich extremer als alles, was wir vorher gemessen haben."

Das Great Barrier Riff ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen Australiens und zieht im Jahr Millionen Touristen an. Das Ausbleichen von Korallen zeigt, dass diese als Stressreaktion Algen abstoßen, mit denen sie in Symbiose leben - und ohne die sie schließlich absterben.

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