News Regierung plant eigene Strom-Zone im Norden

Bund und Länder wollen den Ausbau im Norden begrenzen. Dafür wollen sie eine eigene Strom-Zone schaffen.

Grenzziehung im Energiesektor: Auch Schnee und Nebel werden die neue Strom-Zone im Norden nicht verhindern. Quelle: dpa

Steht dem deutschen Strommarkt eine Teilung bevor? Laut Spiegel Online haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, den Ausbau der Erneuerbaren in einer Zone, die von Schleswig-Holstein bis Hessen reicht, stärker einzuschränken. Damit soll eine striktere Version der EEG-Novelle überflüssig werden.

In diesem Gebiet ist der Ausbau der Windkraft besonders weit fortgeschritten. Deren Abtransport bei Überproduktionen ist durch den langsamen Leitungsausbau ein Problem. Östlich und westlich der Zone stehen allerdings noch die Kohlemeiler nahe der Abbaugebiete Rheinland und Lausitz, südlich große Teile der deutschen Industrie - hier gibt es noch Energiewende-Potenzial.

Schon in der vergangenen Woche hatte die Welt am Sonntag berichtet, dass die EU eine preisliche Teilung des Strommarktes im Blick habe. Konkret gehe es zunächst um höhere Einspeiseentgelte für konventionelle Kraftwerke in Regionen mit Stromengpässen gegangen, so das Blatt. Damit wolle die EU einer Lücke zuvorkommen, die zwischen der Abschaltung der Atomkraftwerke 2022 und der Fertigstellung größerer Leitungen bis 2025 entstehen könne. Laut Nachfrage von Klimaretter.info rechnet das Bundeswirtschaftsministerium aber nicht mit einer solchen Aufteilung.

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