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Hacker-Attacken Rekordangriff auf Staaten und Konzerne

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Auch in Deutschland beschäftigt man sich fieberhaft mit Großangriffen von Hackern und dem Thema "Cyberwar". Die Versicherungswirtschaft in Deutschland hat bereits ein Krisenreaktionszentrum für IT-Sicherheit eingerichtet. Es ist die erste private Cyberpolizei, die in Deutschland ihren Dienst im Internet aufgenommen hat. Schon vor rund vier Jahren haben 30 Industrievertreter mit dem Bundesinnenministerium einen Nationalen Plan zum Schutz kritischer Infrastrukturen verabschiedet und sich darin verpflichtet, für jede Branche ein solches Abwehrzentraum einzurichten. Bei vielen ist es bei den Plänen geblieben. Bei lebenswichtigen Branchen wie Energie, Wasser oder Banken gibt es bis dato kein eigenes Krisenreaktionszentrum.

Cyberabwehrzentrum der Regierung

Ausgelöst durch die Atomkatstrophe in Japan und die damit verbundenen Stromausfälle - sie können als Einfallstor auf IT-Systeme für Hacker dienen - hat am 1. April in Deutschland ein neues Cyberabwehrzentrum seine Arbeit aufgenommen. Die neue Behörde, die beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik angesiedelt ist, soll Informationen über Cyber-Angriffe sammeln und das Sicherheitswissen anderen Behörden sowie der Wirtschaft weitergeben. Bisher arbeiten dort aber nur etwa zehn Spezialisten.

Jeder Rechner kann gehackt werden

IT-Sicherheitsexperte Ralph Langner warnte Unternehmen erst vor kurzem in einem Interview mit der WirtschaftsWoche vor einem zu unbekümmerten Umgang mit Industrie-Computer. Die Vorstellung diese Computer seien weniger gefährdet, weil sie zumeist nicht direkt ans Internet angeschlossen seien, sei eine "fahrlässige Illussion".  Beim Cyber-Angriff auf die iranischen Atomanlagen habe der Stuxnet-Schädling die Steuerungssysteme über USB-Speicher oder Disketten infiziert. „Dieses Risiko besteht in Deutschland für jede Industriesteuerung ganz genauso.“

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