Intelligente Steuerungstechnik Smarte Heizungssteuerung bringt Komfort

Neue Steuerungstechnik für die Heizung soll die Kosten senken. Das versprechen zumindest die Anbieter. Doch bei genauem Hinsehen zeigt sich: Konventionelle Technik spart am meisten.

Das ist die Technik, die Ihr Haus steuert
Gigaset Elements Quelle: Screenshot
Locca Hund Quelle: Presse
Privat-FernsehenDer taiwanesische Elektronikhersteller Dlink hat eine Überwachungskamera mit Nachtsichtfunktion fürs Eigenheim auf den Markt gebracht: Die DCS-5222L überträgt Livebebilder aus der Wohnung aufs Handy, lässt sich per Smartphone schwenken und zeichnet auf Wunsch automatisch Videos auf, sobald der Bewegungsmelder eine Person erkennt. Preis: 189 Euro. Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
AVM Fritz Powerline Quelle: PR
Luesterklemme Quelle: PR
Enkey Quelle: PR
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Eigentlich soll smarte Technik das Leben leichter machen. Erst einmal macht sie es aber unübersichtlicher. Zumindest gilt das bei Steuerungslösungen für die Heizung. Neue Unternehmen drängen auf den Markt. Beherrschten bisher vor allem Heizungstechnikunternehmen wie Buderus, Danfoss, Junkers, Vaillant und Vissmann das große Geschäft mit der Wärme, drängen jetzt neue Anbieter ins Heim: Energieversorger, Telekommunikationsunternehmen und Start-ups wollen ein Stück vom Kuchen bekommen, das deutsche Haushalte für Heizungstechnik ausgeben.

Geradezu spektakulär lenkte Anfang des Jahres die Übernahme des amerikanischen Start-ups Nest Labs durch den Internetgiganten Google die Aufmerksamkeit auf die neue Dynamik des Haustechnikmarktes: 3,2 Milliarden Dollar legte der Suchmaschinenanbieter für das junge Unternehmen mit nicht einmal 300 Mitarbeitern hin.

Das große Interesse gilt der intelligenten Steuerungstechnik von Nest. Sie erlernt das Heizverhalten und gibt damit Aufschluss darüber, wann die Hausbewohner zu Hause sind.

Für welche Smart-Home-Technologien sich deutsche Internetnutzer interessieren

Doch der Deal in den USA hat vorläufig keine Auswirkungen auf den deutschen Markt. Nest bietet seine Thermostate zurzeit vor allem jenseits des Atlantiks an und ist mit seiner Technik stark auf amerikanische Besonderheiten ausgerichtet. Ob und wann die Heizungssteuerung auch nach Europa und Deutschland kommt, ist noch nicht abzusehen.

Aber auch hierzulande arbeiten junge Unternehmen an der komfortablen Heizungssteuerung. Das Münchner Start-up tado beispielsweise hat eine lernende Technik entwickelt, die die Ortungsfunktion moderner Smartphones und die Wettervorhersage nutzt: Sie erkennt, wann der Bewohner sein Heim verlässt und fährt die Temperatur herunter.

Nähert er sich wieder seinem Zuhause, schaltet tado die Heizung ein und sorgt für die gewünschte Wohlfühltemperatur. In der ersten Nutzungswoche lernt tado, wie lange das Heizungssystem zum Aufwärmen der individuellen Wohnung benötigt.

Deshalb kann es in dieser Zeit vorkommen, dass man zu Hause ankommt, bevor das Wohnzimmer warm ist. Zusätzlich berücksichtigt die Steuerung die Wettervorhersage, sodass beispielsweise bei schönem Wetter der vorgesagte Sonnenschein schon beim Aufheizen berücksichtigt wird und es so nicht zu einer Überheizung kommt.

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