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Mobilität der Zukunft Mit dem Drohnen-Taxi einfach abheben

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Hubschrauber-Taxi mit dem Uber-Chauffeur

Der Ehang 184 sieht aus wie ein Quadrokopter aus dem Modellbauladen – groß genug für einen Passagier. Ein Steuerknüppel fehlt, stattdessen gibt der Passagier per Touchpad das Ziel ein. Schon mache sich der Robokopter automatisch auf die Reise, verspricht Ehang, überwacht von einem Kontrollzentrum am Boden. Hindernissen in der Luft soll er automatisch ausweichen.

Ob das klappt, muss das Start-up noch beweisen; in Las Vegas blieb die Riesendrohne am Boden. „Ehang verrät noch zu wenig Details, um das Konzept bewerten zu können“, sagt Sanjiv Singh, Robotik-Experte an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, USA. Generell aber sei die Technik für ein Robolufttaxi recht weit – nur noch nicht im Masseneinsatz erprobt. Singh hat selbst einen Robokopter gebaut, der automatisch Bäume umkurvt und seinen Landeplatz sucht.

Passagierdrohne: Vollautomatisch soll der Oktokopter 184 des chinesischen Start-ups Ehang an sein Ziel fliegen, der Akku reicht für 23 Minuten Flug. Marktstart: noch offen. (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: Presse

Mark Moore vom Nasa Langley Research Center in Virginia hat untersucht, wie sich das Silicon Valley per Lufttaxi vernetzen ließe. Er schlägt Hunderte Landeplätze auf Dächern und in den Grünflächen von Autobahnkreuzen vor. Taxiflüge würden, auch wegen des preiswerten Elektroantriebs, „so erschwinglich wie eine Fahrt mit dem Uber-Chauffeur – nur dreimal schneller“.

Diese Ideen sollen die Luftfahrt revolutionieren
Birdport Quelle: Presse
Flugzeugflügel Quelle: Presse
Piloten und Bodenpersonal sollen mittels Infrarot-Informationen vor Hindernissen gewarnt werden Quelle: Presse
„Retrolley“ Müll-Trolley Quelle: Presse
Energiegewinnung für Flugzeuge auf dem Rollfeld Quelle: Presse

Ein Airbus als Taxi

Selbst Luftfahrtriese Airbus hat Geschmack an der Idee gefunden: In einem frisch eröffneten Innovationszentrum namens A³ im Silicon Valley tüfteln Experten an radikalen neuen Luftfahrtkonzepten. Erstes Pilotprojekt: ein Hubschrauber-Taxidienst in Kooperation mit Uber. Die neuen Flugpioniere sollen sich auch ums autonome Fliegen kümmern.

Technologie



„In den nächsten zehn Jahren wird sich eine neue Form der Mobilität materialisieren“, glaubt Peter Diamandis, Gründer der X-Prize-Stiftung, die mit ihren hoch dotierten Wettbewerben Innovationen fördert und etwa der privaten Raumfahrt mächtig Schub gegeben hat. Diamandis plant einen millionenschweren Preis für das erste funktionierende Roboterflugauto. „Stellen Sie sich vor“, sagt Diamandis: „Sie ordern per Handy ein autonomes Flugtaxi, steigen ein und lassen sich hinbringen, wo immer sie wollen.“

„Wir wollten fliegende Autos, stattdessen gaben sie uns 140 Zeichen“, ätzte einst der bekannte Silicon-Valley-Investor Peter Thiel. Vielleicht geht sein Wunsch bald doch in Erfüllung.

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