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Autobauer Daimler ruft neue S-Klasse wegen Lenkungsproblemen zurück

Im September hat der Autobauer sein Flaggschiff vorgestellt. Nun müssen 1400 Fahrzeuge wegen eines möglichen Sicherheitsrisikos in die Werkstatt.

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Die siebte Generation der Luxuslimousine ist nicht nur ein wichtiger Imageträger, sondern auch eins der profitabelsten Modelle der Schwaben. Quelle: Reuters

Wenige Monate nach dem Marktstart des wichtigsten Mercedes-Modells muss Daimler bis zu 1400 Luxuslimousinen der neuen S-Klasse weltweit zurückrufen. Bei bestimmten Fahrzeugen sei in der Vorderachslenkung nicht die richtige Spurstange verbaut worden, erklärte ein Daimler-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht des Magazins „Business Insider“ am Dienstag.

Dadurch sei „die erforderliche Mindesteinschraubtiefe zur äußeren Spurstange nicht gegeben“. Letztlich könnte die Lenkung des Fahrzeugs beeinträchtigt werden und erhöhtes Unfallrisiko bestehen. In einem Schreiben an die Kunden seien die ausgelieferten Modelle „umgehend“ in die Werkstätten beordert worden, berichtete das Magazin.

Die im Herbst auf den Markt gekommene siebte Generation der Luxuslimousine ist ein wichtiger Imageträger für Daimler. Die S-Klasse gilt als der Inbegriff für deutsche Ingenieurskunst und ist im Selbstverständnis der Mercedes-Entwickler nicht weniger als „das beste Automobil der Welt“.

Wichtiger aber noch für Daimler: Kein anderes Fahrzeug liefert den Schwaben so verlässlich hohe Renditen. Dank Margen von teils mehr als 20 Prozent bei durchschnittlichen Verkaufspreisen oberhalb von 120.000 Euro steuert die intern W223 genannte Baureihe im Alleingang geschätzt bis zu zwei Milliarden Euro zum jährlichen Betriebsgewinn bei Daimler bei. Flankiert wurde der Modellstart von einer aufwendigen internationalen Werbekampagne mit den Stars Alicia Keys, Lewis Hamilton und Roger Federer.

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    In guten Jahren verkaufen die Stuttgarter mehr als 100.000 Einheiten der S-Klasse. Der wichtigste Absatzmarkt für das Modell ist China. In Fernost erfreut sich auch die besonders pompöse Maybach-Variante des Mercedes-Flaggschiffs großer Beliebtheit. Mercedes-Benz betont stets, die höchsten Sicherheitsansprüche an die Fahrzeugtechnik zu stellen. Mit mehr als 40.000 liegt die Zahl der Bestellungen nach Angaben von Daimler über dem Stand, den das Vorgängermodell beim Modellanlauf erreichte.

    Gebaut wird die S-Klasse ausschließlich in Sindelfingen. Daimler hatte mehr als 700 Millionen Euro in die neue Produktionshalle des Modells. Die sogenannte Factory 56 ist die modernste Fabrik von Mercedes. Sie ist vollvernetzt und Roboter übernehmen verstärkt die Arbeit. Unter anderem dadurch erhofft sich Daimler eine um 25 Prozent effizientere Produktion als in herkömmlichen Fabriken.

    Mit Agenturmaterial.

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