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Automobilsalon Genf Volkswagen macht auf Öko

Der Volkswagen-Konzern will bis 2018 der ökologisch nachhaltigste Autohersteller der Welt sein. Wie das gelingen soll.

VW XL 1 Quelle: dpa

Das erste Exemplar ist bereits verkauft: Gegen Zahlung von 100.000 Euro sicherte sich Ursula Piech noch vor der Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon ein Vorserienmodell des VW XL1, des mit einem Durchschnittsverbrauch von 0,9 Litern Diesel sparsamsten Hybridautos der Welt. Einen Teil des Geldes wird die Ehefrau des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech zurückerstattet, sobald sich die Marketingabteilung des Unternehmens auf einen Kaufpreis für das Modell verständigt hat. Zur Diskussion steht derzeit eine Summe von etwa 40.000 Euro.

Sammler werden diese Summe sicher locker zahlen, denn die erste Serie des futuristisch gestylten Zweisitzers soll nur 250 Fahrzeuge zählen. Dabei wird es aber sicher nicht bleiben. Wie viele Exemplare schließlich im ehemaligen Karmann-Werk in Osnabrück vom Band rollen, steht ebenso wenig fest. "Eine Million Autos, vielleicht sogar zwei Millionen" des XL1 ließen sich sicher absetzen, scherzte Piech im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. Wahrscheinlich werden es aber eher 1000. "Das Auto ist eher ein Aushängeschild als ein Geschäftsmodell", rückte Technikvorstand Ulrich Hackenberg die Bedeutung des neuen Autos zurecht.

Stars und Neuheiten auf dem Genfer Autosalon
Concept Giugiaro Parcour XGT-CoupeEin SUV-Coupé im Sportwagen-Design? Der Parcour der Design-Manufaktur Italdesign Giugiaro sorgt auf den ersten Blick für Verwirrung. Tatsächlich handelt es sich um eine wilde, aber durchaus gelungene Mischung aus Crossover, SUV, Coupé, Cabrio und Mittelmotor-Sporwagen. In dem knallroten Flitzer steckt ein V10-Motor aus dem Lamborghini Gallardo mit 550 PS damit schafft er die 100 km/h binnen 3,6 Sekunden. Spitzengeschwindigkeit: 320 km/h. Quelle: dpa
VW XL1 Volkswagen zeigt das Vorserienmodell des VW XL1, das mit einem Durchschnittsverbrauch von 0,9 Litern Diesel sparsamste Hybridauto der Welt. Eine dank Kohlefaser ultraleichte (795 Kilogramm) und zudem aerodynamisch optimierte Karosserie (Cw 0,189) machen es möglich. Zudem kann der 65 PS starke und bis 160 km/h schnelle Tropfenwagen dank Elektroantrieb zumindest Teilstrecken völlig emissionsfrei dahinrollen. Die erste Serie des futuristisch gestylten Zweisitzers soll nur 250 Fahrzeuge zählen. Dabei wird es aber sicher nicht bleiben. "Eine Million Autos, vielleicht sogar zwei Millionen" des XL1 ließen sich sicher absetzen, scherzte Ferdinand Piech im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. Wahrscheinlich werden es aber eher 1000. Quelle: dpa
Ford EcoSport Als komplett neu konzipiertes SUV-Modell bezeichnet Ford seinen EcoSport. Der soll Agilität, Kosten- und Verbrauchsvorteile eines Kleinwagens mit Flexibilität und Geräumigkeit eines SUV vereinen. Ford bietet den EcoSport in Europa mit dem preisgekrönten EcoBoost-Dreizylinder-Benziner mit 1,0 Liter Hubraum an. Zudem stehen unter anderem ein 1,5-Liter-Benziner und ein 1,5-Liter-Dieselmotor zur Wahl. Gemeinsam mit neuer Kuga-Generation und dem später erscheinenden Modell Edge erweitert der neue EcoSport ab 2013 die europäische SUV-Palette von Ford. Quelle: obs
Seat Leon SCBodenständiger geht es bei der VW-Tochter Seat zu. Den Leon bieten die Spanier nun erstmals als Dreitürer an. Der Radstand wurde um 35 Millimeter verkürzt, das soll den Leon sportlicher zu fahren machen. Die Motoren sind identisch mit dem fünftürigen Modell und reichen von 86 bis 184 PS. Quelle: dpa
Subaru Concept Car Viziv"Vision for Innovation" - kurz Viziv heißt die Studie der Japaner, die vom neuen "Subaru Boxer-Diesel-Hybrid" angetrieben wird. Dahinter verbirgt sich ein Zweiliter-Turbodiesel in Boxerbauweise sowie drei Elektromotoren. Das Concept Car zeigt auch wohin Subaru in puncto Design bei seinen nächsten Modellen möchte. Nettes Gadget: das Assistenzprogramm EyeSight. Stereokameras sollen dem Fahrer helfen im Verkehr den Überblick zu behalten. Quelle: AP/dpa
Ford Tourneo CourierNeben den Sportwagen und Hightech-Concept-Cars kommt die Familienkutsche von Ford ziemlich alltäglich, aber umso praktischer daher. Der Tourneo Courier rundet als Kleinwagen-Variante die aus insgesamt vier Modellen bestehende Tourneo-Familie von Ford ab, die neben den Van-Modellen der "MAX"-Familie ihren Schwerpunkt vor allem auf die flexible Beförderung von Personen und ihrem Gepäck legt. Quelle: obs
Lamborghini Veneno750 PS, 355 km/h, so teuer wie 200 VW Golf - der Veneno ist ein Wagen der Superlative. Von dem Zweisitzer wurden nach Firmenangaben nur drei Stück gefertigt, die allesamt außerhalb Italiens verkauft wurden. Der Flitzer kostet drei Millionen Euro, ohne Mehrwertsteuer und ist damit das teuerste Ausstellungsstück in Genf. Quelle: dpa

Am Anfang stand im Jahr 2000 die Idee des damaligen VW-Vorstandschef Ferdinand Piech, ein vollwertiges, alltagstaugliches Einliter-Auto zur Serienreife zu bringen. Heute, über zehn Jahre später, ist das Ziel erreicht und der XL1 für seinen Nachfolger Martin Winterkorn der Beleg dafür, dass der Konzern "an die Grenzen des Machbaren geht", um bis 2018 auch der ökologisch nachhaltigste Autohersteller der Welt zu sein. Winterkorn: "Wir richten Volkswagen auf maximale Energie- und Ressourceneffizienz aus."

Der Konzern werde nicht nur bis 2015 den CO2-Ausstoß seiner Neuwagenflotte auf unter 120 Gramm pro Kilometer senken, sondern bekenne sich als erster Autohersteller überhaupt auf das Ziel von durchschnittlich 95 Gramm CO2 im Jahr 2020. "Das entspricht einem Verbrauch von weniger als vier Litern - über alle Segmente und Fahrzeugklassen hinweg." Mit einem XL1 sind solche Verbrauchswerte selbst im Alltagsverkehr eine Kleinigkeit. Bei einer Testfahrt von Luzern nach Genf mussten am Zielort 4,1 Liter Diesel nachgefüllt werden - allerdings nach 270 Kilometern. Das entspricht einem Verbrauch von 1,5 Litern auf 100 Kilometer.

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