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Autotest Twizy Renaults Elektrofloh für die Stadt

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Überraschend angenehmes Fahrgefühl

Die Sicht über das Lenkrad nach vorne und zur Seite sind gut, nach hinten aber aufgrund fehlender Heckscheibe gleich null Quelle: Rudolf Wichert für WirtschaftsWoche

Die klassische Zahnstangenlenkung arbeitet dabei erfreulich präzise. Und obwohl ESP und ABS fehlen, reagiert der Kleine gutmütig auf Lastwechsel: Wer zu schnell in die Kurve geht, rutscht zwar deutlich über die mit Leichtlaufrädern besohlten Vorderräder. Aber dank der vier Scheibenbremsen hat der Fahrer keinerlei Probleme, den Twizy schnell wieder einzufangen und auf den rechten Weg zurückzubringen. Eine Federung ist vorhanden, aber Fahrtkomfort ist nicht wirklich vorhanden – über Altstadtpflaster hoppelt der Renault wie ein Kaninchen über Ackerfurchen. Viel mehr kann man bei einem Fahrzeug dieser Größe nicht erwarten. Aus meiner Kartzeit bin ich ganz anderes gewohnt.

Geld und Kapital

Wenigstens 7.690 Euro muss hinlegen, wer die Ausführung des Twizy für Erwachsene in seine Garage stellen möchte. Die auf 45 Kilometer pro Stunde gedrosselte Version für Jugendliche ist 700 Euro billiger. Fahren kann man damit freilich noch nicht – die Batterien kommen separat. Wer im Jahr nicht mehr als 7.500 Kilometer fährt und sich für drei Jahre festlegt, kommt mit einer Monatsmiete von 50 Euro hin – bei höheren Laufleistungen und kürzeren Vertragslaufzeiten wird es entsprechend mehr.

Mobilität



Ein wintertauglicher Dacia Sandero mit vier Türen, vier Sitzen und einer 75 PS starken Verbrennungsmaschine kostet in etwa genau so viel wie der Twizy. Aber derlei Vergleiche bringen nichts. Denn unser Kabinenroller ist kein Auto und will kein Auto sein. Wettbewerber sind eher Motorroller, Elektrofahrräder und Personal Transporter: elektrische Gehhilfen wie der Segway.

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    Die einfachste Ausführung des einachsigen Elektrorollers wird mit 8.675 Euro gehandelt, die geländegängige Version kostet über 9.000 Euro. Und damit kommt man in der Stadt maximal 40 Kilometer weit. Den Twizy-Preis relativiert auch ein Besuch im Fahrradladen. Dort werden E-Bikes etwa von Riese & Müller zu Preisen um die 5.000 Euro angeboten – und hier ist der elektrische Fahrspaß schon nach 70 Kilometern zu Ende. Dann nehme ich dann doch lieber den Twizy. Im Sommer kann man damit sicher eine Menge Spaß haben – vorausgesetzt, die Sonne scheint.

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