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Connected Car Hacker schalten Tesla während der Fahrt aus

Erst ein Jeep, dann General Motors, jetzt ein Tesla: Zwei IT-Experten haben ein Telsa Model S gehackt und während der Fahrt ausgeschaltet. Der Hersteller hat die Sicherheitslücke bereits geschlossen.

Das Tesla Model S wurde Ziel eines IT-Angriffs. Quelle: AP

Nahezu im Wochentakt werden Meldungen über neue Hacks von Autos bekannt. Nach dem Mitte Juli ein Jeep Cherokee von zwei Hackern ferngesteuert werden konnte und ein weiterer Hacker eine gravierende Sicherheitslücke in dem GM-System OnStar entdeckt hatte, haben jetzt zwei IT-Experten die Systeme eines Tesla Model S geknackt.

Wie die Financial Times schreibt, ist es Kevin Mahaffey von dem Sicherheitsunternehmen Lookout und Marc Rodgers von Cloudflare gelungen, die Kontrolle über die Systeme zu erlangen und den Wagen auszuschalten. Der Praxistest habe bei einer Geschwindigkeit von etwa zehn Stundenkilometern stattgefunden. Im Gegensatz zu dem Jeep, den die beiden Hacker Chris Valasek und Charlie Miller über das Internet aus der Ferne kontrollieren konnten, saßen Mahaffey und Rodgers in dem Auto.

Laut dem Bericht erloschen die Bildschirme, das Radio ging aus und das Auto konnte schließlich nur noch mit der Handbremse zum Stillstand gebracht werden.

Insgesamt haben die beiden Spezialisten laut eigener Aussage sechs Schwachstellen gefunden, die ein Eindringen in verschiedene Systeme erlaubt haben. Man habe sich Tesla gezielt ausgesucht, weil der Elektro-Autobauer den Ruf habe, Software-Themen besser zu verstehen als die meisten traditionellen Autobauer.

Wie relevant ist das Connected Car beim Autokauf?

Die Sicherheitslücke konnte Tesla nicht verhindern, immerhin hat das Unternehmen schnell reagiert. Es wurde bereits ein Software-Update veröffentlicht, dass die gefundenen Schwachstellen schließen soll, bevor die Mahaffey und Rodgers auf der Hacker-Konferenz Def Con in Las Vegas am Freitag weitere Details über die Sicherheitslücken bekannt geben wollen.

"Wir haben das Model S in jeder Hinsicht nach den höchsten Standards entwickelt", sagte ein Tesla-Sprecher dem "Business Insider". "Unsere Sicherheitsexperten arbeiten eng mit der Forschergemeinschaft zusammen, um zu gewährleisten, dass wir unsere Systeme vor Anfälligkeiten schützen."

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Es ist nicht das erste Mal, dass ein Tesla geknackt wurde. Im vergangenen Jahr gelang es Studenten der chinesischen Zhejiang University, bei voller Fahrt auf die Bordelektronik eines Tesla Model S zuzugreifen. Demnach hackten sie sich in das System des E-Mobils, öffneten alle Türen und das Schiebedach, betätigten die Hupe und schalteten die Lampen ein.

Das Einfallstor war damals eine App zum Öffnen des Autos per Smartphone. Die Kontrolle über fahrtwichtige Systeme wie Motor, Bremsen oder Lenkung konnten die Studenten damals nicht erlangen.

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