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DriveNow Carsharing bald mit Elektroauto i3

Die Carsharing-Tochter von BMW will ab Juli 100 Elektroautos i3 in die Flotte bringen. Das dürfte das Carsharing noch attraktiver machen.

Carsharing-Apps im Vergleich
Im Durchschnitt nutzen Autofahrer ihren Wagen eine Stunde pro Tag - 23 Stunden lang könnten andere damit fahren. Und das tun die Deutschen. Mehr als eine Million Bürger nutzen Carsharing - und greifen auf der Suche nach dem nächsten freien Fahrzeug immer öfter auch auf Apps zurück. Doch nicht alle Anwendungen fürs Smartphone können die Nutzer gleichermaßen von sich überzeugen. Quelle: Fotolia
Was Nutzer wirklich über eine Anwendung denken, lässt sich unter anderem an den Bewertungen in den App-Stores ablesen. Der Technologie-Dienstleister Applause, der Unternehmen bei der Entwicklung von userfreundlichen Apps unterstützt, wertet diese Bewertungen aus und ermittelt daraus einen Indexwert. Für die WirtschaftsWoche hat Applause die Smartphone-Apps der Carsharing-Dienstleister untersucht und ein Ranking erstellt. Die Stärken und Schwächen der Applikationen im Überblick. Quelle: dpa Picture-Alliance
DriveNowDie DriveNow-App spricht vor allem die Apple-Nutzer an. Besonders beim Design und der Benutzerfreundlichkeit erzielte die App überdurchschnittliche Ergebnisse. Beim Thema Datenschutz sehen die Nutzer allerdings noch Nachholbedarf - in dieser Kategorie schnitt die App mit 15 von 100 Punkten am schlechtesten ab. Das Android-Pendant der App überzeugt Nutzer hingegen kaum – keiner der ermittelten Werte liegt oberhalb des Durchschnitts. Insbesondere von Datenschutz und Sicherheit zeigen sich die Nutzer enttäuscht. Quelle: dpa
Vorreiter aus Hannover: Carsharing-Anbieter Stadtmobil bietet Kunden zwei Systeme Quelle: Presse
Ein Smart der Carsharing Firma "car2go" steht vor einer Benzinpreistafel an einer Tankstelle in Hamburg. Quelle: dpa
Für die Apps von Flinkster, dem Carsharing-Dienst der Deutschen Bahn, sowie cambio Carsharing war die Datenlage zu dünn: Zu wenige Nutzer hatten sich die Zeit für aussagekräftige Bewertungen genommen, um daraus ein statistisch signifikantes Ergebnis zu ermitteln. Quelle: dpa
Zur MethodeApplause nutzt die Daten aus den Nutzer-Rezensionen des App-Stores beziehungsweise des Google Play Stores und ermittelt daraus einen Index-Wert. Der Algorithmus durchsucht die Bewertungen nach bestimmten Begriffen und prüft diese auf Relevanz. Anschließend ordnet er sie zehn Kategorien zu: Inhalt: Wie relevant sind App-Inhalte über Länder- und Kulturgrenzen hinweg? Eleganz: Wie attraktiv, cool oder ausgefeilt ist das Design der App? Kompatibilität: Wie gut interagiert die App mit anderen Angeboten oder anderer Hardware? Performance: Wie schnell ist die App unter normalen Umständen? Preis: Wie bewerten Nutzer die Kosten im Verhältnis zum wahrgenommenen Nutzen der App? Datenschutz: Wie gut kommen die App-Nutzungsbedingungen bei den Usern an? Wie ist der Umgang mit personenbezogenen Daten? Zufriedenheit: Wie gut erfüllt die App die zentralen Erwartungen der Nutzer? Sicherheit: Wie nehmen Nutzer das Risiko beim Login, der Eingabe von Passwörtern oder anderen sensiblen Informationen wahr? Stabilität: Wie oft stürzt die App ab, stockt oder hängt sich auf? Usability: Ist die App leicht bedienbar und verstehen bzw. erkennen Nutzer alle Funktionen nach wenigen Klicks? Aus diesen Daten errechnet sich schließlich der Applause-Score, der ein Gesamturteil für die App abbildet. Quelle: dpa

Elektroautos haben es schwer in Carsharing-Flotten. Die Nutzer fahren zwar gerne mit einem Stromer, doch wenn die Batterie leer ist, dauert es mehrere Stunden, bis das Auto wieder startbereit ist. Außerdem bleibt der Wagen selten dort liegen, wo sich in der Nähe eine Aufladestation befindet. Mitarbeiter müssen die Elektroautos dann abholen, um sie wieder aufzuladen.

Die Carsharing-Angebote im Überblick

Angesichts dieser Probleme dürfte überraschen, dass DriveNow nun trotzdem voll auf Elektroautos setzt. Ab Juli will die BMW-Tochter sukzessive 100 Elektroautos einflotten – zunächst in Berlin. Weitere Städte sollen folgen. DriveNow ist derzeit neben der Hauptstadt auch in Düsseldorf, Köln, Hamburg und München unterwegs.

Der i3 dürfte Carsharing noch attraktiver machen. Unter den deutschen Elektroautoherstellern gilt der i3 als bestverkaufter Wagen. Der i3 wird dann Teil der DriveNow-Flotte. Die Autos können überall im Stadtgebiet ausgeliehen und abgestellt werden.

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Elektroautos in Carsharingflotten galten bislang als schwer kombinierbar. Citroen setzte als erster Anbieter in Berlin voll auf Elektroautos. Die Autos können an jeder Ecke im Stadtgebiet abgestellt werden.

Auch die Daimler-Tochter Car2Go bietet inzwischen Elektro-Smarts an. Ursprünglich konnten die Autos nur direkt an den Ladestationen abgeholt werden und mussten dorthin wieder abgestellt werden. Doch inzwischen setzt Car2Go die Elektro-Smarts etwa in Berlin und Stuttgart als sogenannte Freefloater ein.

Noch unklar ist, in welcher Form DriveNow den i3 in die Flotte einbringt. Details dazu will das Unternehmen Mitte Juli in Berlin verkünden.

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