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E-Auto-Industrie Heimische Rohmaterialien sollen Batterieherstellung in Europa stärken

Die EU-Batterieallianz wurde 2017 von EU-Kommissar MarosSefcovic gegründet, um Europa bei der stark durch Asien geprägten Batteriezellproduktion voranzubringen. Quelle: obs

Asiatische Hersteller sind derzeit Marktführer bei der Herstellung von Batterien für E-Autos. Die EU will das ändern – und setzt auf Produktionsketten in ihren Mitgliedstaaten.

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Nachhaltige Rohmaterialien auch aus Europa sollen die Batterieherstellung in der EU voranbringen und die E-Auto-Industrie stärken. Die EU-Kommission will zu der umweltfreundlichen Beschaffung von Materialien wie Lithium, Nickel und Kupfer einen Runden Tisch einrichten und eine Liste mit Richtlinien veröffentlichen, wie sie nach einem Treffen der EU-Batterieallianz am Freitag ankündigte. Neben Mitgliedern der Kommission nahmen daran Minister aus 14 EU-Staaten teil, darunter Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire betonte, dass Europas Unabhängigkeit bei der Elektromobilität immer wichtiger werde. „Wir müssen investieren, investieren, investieren. Wir müssen mit China und den USA mithalten, um eine Wirtschaftsmacht im 21. Jahrhundert zu bleiben“, sagte er. Eine große Herausforderung sei der Fachkräftemangel. Bis zu 800.000 Facharbeiter sollen laut Le Maire bis 2025 eine Weiterbildung erhalten, um fit für die Arbeit in der E-Industrie zu sein.

Die EU-Batterieallianz wurde 2017 von EU-Kommissar MarosSefcovic gegründet, um Europa bei der stark durch Asien geprägten Batteriezellproduktion voranzubringen. Die Allianz vernetzt 14 EU-Mitgliedstaaten, die Europäische Investitionsbank sowie 500 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen, die sich am Aufbau einer Batterie-Industrie beteiligen. Parallel dazu haben Deutschland und weitere Staaten bereits zwei milliardenschwere Batterieprojekte auf den Weg gebracht. Das Bundeswirtschaftsministerium ist mit knapp drei Milliarden Euro beteiligt. Das Geld soll unter anderem an den Standort des US-Elektroautobauers Tesla in Brandenburg gehen.

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Zusätzlich startete das Wirtschaftsministerium am Freitag ein Förderprojekt für die Forschung und Entwicklung nachhaltiger Batterien. Bis zum 21. April könnten Projektskizzen eingereicht werden, teilte das Ministerium mit. „Mit der neuen Fördermaßnahme wollen wir Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Batteriezellproduktion vorantreiben. Dafür stellen wir bis zu 180 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung“, sagte Altmaier.

Mehr zum Thema: Elektroautos mit Solarzellen auf dem Dach autark zu laden, klingt auf den ersten Blick wie eine super Idee. Noch aber ist das eher Spielerei. Welche Ansätze es bisher gibt – und wo die Fallstricke liegen.

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