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Elektroautos Autohersteller büßen Macht ein

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Toyota Prius Hybrid Quelle: EPA/NARONG SANGNAK/dpa

Die Abstimmung braucht Zeit. Der Übergang von der Benzin- zur Elektroepoche vollzieht sich in Etappen. Und so hat der größte Teil aller Autos vorerst weiter einen Verbrennungsmotor an Bord; immer öfter aber auch einen zusätzlichen E-Antrieb.

Solche Hybridantriebe gibt es schon heute in drei Varianten: Beim sogenannten Mild Hybrid wie dem Honda Insight unterstützt der E-Motor den Verbrenner beim Beschleunigen für kurze Strecken. Aufwendiger sind Vollhybride wie der Prius von Toyota oder der neue Peugeot 3008 HYbrid4, die auch einige Kilometer rein elektrisch fahren können. Das dritte Konzept ist der Range Extender wie beim Opel Ampera. Hier treibt der Verbrennungsmotor nicht die Räder an, sondern einen Generator, der bei Bedarf den Akku auflädt.

Ausschließlich elektrisch fahrende Autos wie der Tesla Roadster jedenfalls überrollen den Markt fürs Erste nicht. 2020, schätzt Booz-Berater Krings, werden fünf Prozent der jährlich gut 800 Millionen Neuwagen ständig elektrisch unterwegs sein. Krings’ Kollegen von McKinsey und Roland Berger halten einen Anteil von bis zu zehn Prozent für möglich, Bosch-Mann Bohr eher drei Prozent.

Tatsächlich sind die Prognosen kaum mehr als grobe Schätzungen. Wie schnell der Markt die Angebote annimmt, hänge wesentlich vom Kostenrückgang bei den Batterien ab, sagt PRTM-Berater Wittemann. Zudem werde der Wandel "auch durch staatliche Kaufanreize getrieben".

Dazu kommen die Entwicklung des Ölpreises, aber auch neue Umweltauflagen wie in London, das nur noch E-Mobilen die unlimitierte Fahrt in die City erlaubt. Sollten gar chinesische oder japanische Millionenstädte Autos mit Verbrennungsmotor aus Klimaschutzgründen ganz auf den Index setzen, beschleunigt sich der Wechsel zum Elektroauto dramatisch.

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