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Elektroautos Autohersteller büßen Macht ein

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"Ich glaube, viele in der Industrie unterschätzen derzeit noch das Tempo des Umbruchs", warnt BMW-Chef Reithofer. Klar ist: Die Übergangszeit ist begrenzt, in der sich Autohersteller, Zulieferer und die neuen Akteure auf den Systemwechsel vorbereiten und sich positionieren können. Für Zulieferer mit Elektronik-Expertise wie Bosch ist das relativ einfach, für andere, wie den Kolben- und Zylinderspezialisten Mahle aus Stuttgart, deutlich schwieriger.

Zumal noch gar nicht absehbar ist, wie radikal der Wandel des Antriebs auch das Design der Autos umkrempelt: "Die meisten Elektrofahrzeuge, die heute und in naher Zukunft am Markt sind, sind Abwandlungen eines auf Verbrennungsmotoren ausgerichteten Fahrzeugkonzepts", sagt Technologieexperte Wittemann.

Das aber ändert sich jetzt. Denn die neuen, kompakten E-Motoren ermöglichen ein bisher völlig undenkbares Fahrzeugdesign. Das ist mehr als eine Hypothese. Der Blick in die Geschichte und die Anfangszeit der Automobile belegt, wie sehr neue Antriebe Fahrzeuge verändern können: Der Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 aus dem Jahr 1886, das erste Auto der Welt mit Verbrennungsmotor, sah aus wie eine Kutsche ohne Pferde. Heute typische Pkw-Konturen mit langer Motorhaube, Fahrgastzelle in der Mitte und Kofferraum hinten entwickelten sich erst Jahre später.

Gut möglich also, dass auch der heute noch futuristisch anmutende BMW i8 irgendwann ziemlich alt aussieht.

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