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Entwicklungslabor Le Mans Wie viel Rennwagen in Ihrem Auto steckt

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Turbinen im Auspuff

Der 919 verfügt als einziger im Feld über zwei verschiedene Rückgewinnungssysteme. Das erste kommt in ähnlicher Form bereits im Sportwagen 918 Spyder zum Einsatz: In Bremsphasen verwandelt ein Generator an der Vorderachse Bewegungsenergie in elektrische Energie.

Das zweite ist neu: Im Auspuff sitzt eine zusätzliche Turbine, die die Strömungsenergie der Abgase in Strom umwandelt. So gewinnt der Porsche 919 Hybrid im Gegensatz zur Konkurrenz nicht nur beim Bremsen, sondern auch beim Beschleunigen Energie zurück. „Auch die Rückgewinnung von Abgasenergie wollen wir zur Serienreife bringen“, erklärt Hatz.

Ein solches System könnte dann etwa in der Sportwagen-Ikone Porsche 911 zum Einsatz kommen. Mit dem anstehenden Modellwechsel werden fast alle Varianten des 911er von Saug- auf Turbomotoren umgestellt. „Der Zweiliter-Vierzylinder-Turbo-Benziner im 919 Hybrid ist das innovativste und effizienteste Downsizing-Triebwerk, das Porsche bislang gebaut hat“, erläutert Hatz.

Im Rennsport geht ein Licht auf

Hybride und Verbrennungsmotoren stehen zwar im Fokus der Ingenieure. Ihre Leistung kann im Rennen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Doch auch andere Technologien von Le Mans haben es bis ins Straßenauto geschafft, die man nicht sofort mit dem Motorsport verbindet: Scheinwerfer.

In der Nacht des 24-Stunden-Rennens hängt die Sicht der Rennfahrer bei Geschwindigkeiten jenseits der 300 Stundenkilometer entscheidend von den Scheinwerfern ab – obwohl neun der dreizehn Kilometer langen Runde über öffentliche Straßen führen, gibt es keine Laternen oder sonstige Beleuchtung. Vor einigen Jahren brachte Audi Matrix-LED-Scheinwerfer nach Le Mans, bei denen die einzelnen Leuchtdioden je nach Situation an- oder ausgeschaltet werden, um andere Fahrer nicht zu blenden. Ein Ziel, das auch im Straßenverkehr gefragt ist – inzwischen werden auch dort LED-Scheinwerfer angeboten.

Mobilität



Der nächste Schritt steht bereits fest: Seit dem vergangenen Jahr leuchten den Audi-Rennwagen Laser-Scheinwerfer den Weg. Einen Termin für das Debüt in einem Straßenauto gibt es auch schon:. Die nächste Generation der Luxuslimousine A8 wird ab Ende 2016 mit Laserlicht angeboten.

Zudem ist wahrscheinlich, dass der A8 von einem sparsamen Diesel-Hybrid angetrieben wird. Und auch die Le-Mans-Rennwagen werden im kommenden Jahr wohl noch von einem Selbstzünder befeuert. „Wir halten aktuell am V6 TDI fest, weil wir der Überzeugung sind, dass die TDI-Technologie von Audi eine besonders effiziente Antriebsart ist“, sagt Sportschef Ullrich. „In der Serie und im Rennsport.“

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