General Motors Südkorea und Autobauer einigen sich auf Finanzspritzen für Tochterfirma

Die kriselnde General Motors Tochter in Korea hat zur Rettung von der dortigen Regierung eine Finanzspritze in Milliardenhöhe erhalten.

Der Konzern darf der Einigung zufolge seine Anteile in den nächsten fünf Jahren nicht verkaufen. Quelle: AP

SeoulSüdkoreas Regierung hat sich eigenen Angaben zufolge mit dem US-Autobauer General Motors (GM) auf neue Milliardenhilfen für dessen kriselnde Tochter in dem Land geeinigt. Die Rettungspläne enthielten die Bedingung, dass das US-Unternehmen für mindestens weitere zehn Jahre in Südkorea bleibe, sagte Finanzminister Kim Dong Yeon am Donnerstag in Seoul. Am Freitag soll ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet werden. Außerdem wolle GM ein neues Hauptquartier für den Asien-Pazifik-Raum in Südkorea einrichten.

Laut den Vereinbarungen macht der Autohersteller aus Detroit 4,35 Milliarden Dollar (3,7 Mrd Euro) für GM in Südkorea locker. Davon sollen 2,8 Milliarden Dollar, die die Landessparte dem Mutterkonzern schuldet, in Anteile umgewandelt werden. Die restlichen 3,6 Milliarden Dollar seien als Kredite vorgesehen. Die staatliche Korea Development Bank (KDB), die mit 17 Prozent zweitgrößter Anteilseigner bei GM Korea ist, will 750 Millionen Dollar zur Verfügung stellen.

GM darf der Einigung zufolge seine Anteile in den nächsten fünf Jahren nicht verkaufen. Zudem soll der Konzern verpflichtet werden, sie zwischen 2023 und 2028 über 35 Prozent zu halten. Das soll einen frühzeitigen Ausstieg aus dem südkoreanischen Markt verhindern.

Zuletzt hatte sich GM Korea mit der Gewerkschaft auf Pläne zur Kostensenkung geeinigt, die unter anderem einen Lohnstopp vorsehen. Im Februar hatte GM angekündigt, wegen ungenügender Auslastung eines seiner vier Autowerke in Südkorea zu schließen. Der Absatz des Herstellers war dort im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen.

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