Hyperloop-Wettbewerb Elon Musk sucht den Super-Zugbauer

Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk treibt die Entwicklung seines Hyperloop-Projekts voran. Ein Wettbewerb für Jedermann soll dem Projekt Aufmerksamkeit und zündende Ideen bringen.

Eine frühe Konzeptstudie des Hyperloop-Projekts. Quelle: AP

Seine SpaceX-Raketen fliegen immer häufiger gen Himmel, mehr und mehr Tesla-Vehikel fahren über die Straßen. Die Geschäfte des Elon Musk laufen gut. Jetzt befeuert der umtriebige Unternehmer sein nächstes Herzensprojekt: Ein Wettbewerb soll das Super-Schnellzug-Projekt Hyperloop vorantreiben.

Mit seinem Weltraum-Unternehmen SpaceX hat Musk unabhängige Ingenieur-Teams und vor allem Studenten aufgerufen, den besten „Hyperloop-Pod“ zu designen und zu bauen. Bis September 2015 kann jeder seine Idee für eine Passagierkapsel einreichen.

Der Wettbewerb richte sich vor allem an Studenten, schreibt Musk auf Twitter. Zudem präzisiert er: Es gehe SpaceX nicht darum, den Zug selbst zu bauen. „Das machen andere Unternehmern später.“

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Die ursprüngliche Idee hinter dem Nahverkehrsprojekt Hyperloop ist ehrgeizig und technisch komplex. Musk-Biograf Ashlee Vance beschreibt sie als „ein System mit Druckluftröhren ähnlich denen, mit denen Post durch Büros geschickt wird.“ Musk wolle die Röhren mit geringem Druck betreiben und die Kapseln auf einem Luftkissen schweben lassen, das von Kufen an ihrem Boden produziert wird. Mit Solarenergie betriebene Motoren sorgen für den nötigen Schwung

Das Reisen soll so schnell und komfortabel sein. Das Tempo wäre dabei nicht allzu weit von der Schallgeschwindigkeit entfernt. Die etwa 600 Kilometer lange Strecke von San Francisco nach Los Angeles soll der Hyperloop-Zug in unter 35 Minuten bewältigen.


Obwohl erstmals 2013 vorgestellt, war es lange ruhig um Hyperloop. In den vergangenen Monaten aber ist Bewegung in das Schnellzug-Projekt gekommen. Das Start-up Hyperloop Transportation Technologies hat den Bau einer acht Kilometer langen Teststrecke angekündigt. Musk selbst lässt nahe des SpaceX-Firmensitzes in Hawthorne bei Los Angeles eine 1,6 Kilometer lange Strecke errichten.

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Der Wettbewerb dürfte nicht nur einiges an Aufmerksamkeit auf das Projekt ziehen – sondern auch das Interesse vieler junger Tüftler wecken. Musk ist bekannt dafür, auch Nachwuchsingenieure eine Chance zu geben und sie früh ins Unternehmen zu holen. Seine Ansprüche sind jedoch hoch, seine Toleranz für Fehler oder – schlimmer – mangelnde Hingabe gering. Die eingereichten Vorschläge werden also zum einen auf ihren Wert für Musks Projekt, zum anderen auf die Köpfe dahinter geprüft werden.

Die besten von ihnen sollen im Juni 2016 ihre Hyperloop-Entwürfe aus dem Wettbewerb auf der SpaceX-Teststrecke wirklich fahren und gegeneinander antreten. Welcher Preis den Gewinnern winkt, ist unklar. Zumindest offiziell hat Musk abseits von Ruhm und Ehre nichts ausgelobt.

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