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Innenraum der Mercedes E-Klasse Alles auf dem Schirm

Mercedes hat erste Bilder vom Innenraum der neuen E-Klasse veröffentlicht. Klassische Rund-Instrumente haben im Cockpit des neuen Dienstwagen-Benz fast ausgedient. Ein Bildschirm dominiert alles – aber ohne Touchscreen.

Ein neues Auto einfach der Weltöffentlichkeit vorstellen – das ist heutzutage viel zu simpel. Zumindest, wenn es um besonders wichtige Modelle mit besonders wichtigen Neuheiten geht. So sieht es auch Mercedes bei seiner neuen E-Klasse: Seit Monaten werden häppchenweise Neuheiten zu dem Dienstwagen-Modell veröffentlicht, obwohl die eigentliche Premiere erst im Januar auf der Automesse in Detroit ist. Mal werden ein paar Details über neue Assistenz- und Sicherheitssysteme serviert, mal einige Fotos von abgeklebten Prototypen bei den letzten Testfahrten und jetzt Aufnahmen des neuen Innenraums. Der erste Blick in die Totale zeigt, wie viel S-Klasse in dem neuen Modell steckt, etwa die Sitze mit Rautenmuster, die Zierleisten in Schichtholz-Optik und nicht zuletzt das riesige Widescreen-Display, das den Innenraum dominiert. Quelle: Daimler
Genau genommen handelt es sich bei dem Breitbildschirm aber um zwei getrennte Displays: Die beiden Bildschirme mit jeweils 31,2 Zentimeter Bilddiagonale (12,3 Zoll) und einer Auflösung von 1920x720 Pixel verschmelzen jedoch hinter einem gemeinsamen Deckglas zu einer optischen Einheit. Doch nicht alle Kunden kommen in den Genuss eines 62-Zentimeter-Displays: Ab Werk werden dem Fahrer Drehzahl und Geschwindigkeit mit konventionellen Rundinstrumenten angezeigt, zum Serienumfang gehören aber auch ein 17,8 Zentimeter Kombi-Farbdisplay (1000 x 600 Pixel Auflösung) und ein Zentraldisplay mit 21,3 Zentimeter Bilddiagonale (Auflösung 960 x 540 Pixel). Quelle: Daimler
Nicht nur die Displays selbst sind neu: Auch die Bedienlogik – zuletzt einer der Kritikpunkte an dem Comand-System von Daimler – haben die Entwickler laut der Pressemitteilung intuitiver gestaltet und an die neuen Bildschirme und Bedienfelder angepasst. Auf einen Touchscreen verzichtet Mercedes übrigens weiterhin. Stattdessen soll der Fahrer seine Befehle über eine verbesserte Sprachsteuerung, den Dreh-Drück-Controller samt Touchpad in der Mittelkonsole oder jetzt neu über zwei Touchpads auf dem Lenkrad eingeben können. Mit den Lenkrad-Touchpads, welche die bisherigen Pfeiltasten ersetzen, soll der Fahrer wie vom Smartphone bekannt mit Wischgesten alle Funktionen des Infotainmentsystems steuern können – ohne wie bei anderen Gesten-Steuerungen die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Quelle: Daimler
Die beiden Touchpads – "Auto Touch Control Buttons" genannt – sind in die Speichen des Multifunktionslenkrads integriert – im Falle der hier gezeigten Ausstattung "AMG-Line" ist das Lenkrad unten sportlich abgeflacht. Mit insgesamt vier Ausstattungsvarianten lässt sich die E-Klasse entweder zur Sport-Limousine mit Carbon-Zierleisten und Sportsitzen machen oder zu einem rollenden Salon mit bequemen Ledersesseln und Echtholzornamenten. Quelle: Daimler
Allein bei den Sitzen gibt es insgesamt fünf Varianten: Den Standard-Sitz in der Basis-E-Klasse, etwas enger geschnittene Sportsitze mit quer abgestepptem Leder in der Avantgarde-Ausstattung, AMG-Sitzen mit extrem sportlich geschnittenen Seitenwangen und bereiter Schulterpartie für maximalen Seitenhalt (im Bild) sowie die bequemen Sessel der Exclusive-Linie, die entweder in Stoff-Leder-Kombination oder Nappaleder erhältlich sind. Der "Designo"-Sitz mit Rautenmuster (im ersten Bild zu sehen) erinnert stark an den S-Klasse-Sitz und soll den Komfort mit der gesteigerten Seitenführung des Sportsitzes kombinieren. Quelle: Daimler
Nicht genug der Varianten, auch die Mittelkonsole wird in zwei Versionen gebaut. Hier hat der Kunde aber nur indirekt die Wahl. Kauft er eine E-Klasse mit Schaltgetriebe, muss in einer etwas flacheren Mittelkonsole noch der Schalthebel untergebracht werden – die langsam ansteigende Konsole mit großem Ablagefach vor dem Bedienfeld entfällt dann. Wie im Bild sieht die Variante mit Automatikgetriebe aus. Der Gangwählhebel sitzt dann hinter dem Lenkrad und gibt den Designern so in der Mittelkonsole neue Spielräume. Quelle: Daimler
Im Januar wird die E-Klasse auf der North American International Auto Show endgültig präsentiert – dann auch ohne die Tarnaufkleber. Bei den letzten Abnahme-Fahrten in den USA ließ sich Mercedes ein wenig in die Karten schauen. Journalisten, die auf dem Beifahrersitz Platz nehmen durften, berichten von einem sehr komfortablen Fahrerlebnis, auch auf schlechtem Untergrund. Quelle: Daimler
Bei den Motoren wird sich auf den ersten Blick wenig ändern, auf den zweiten aber doch einiges: In den ersten zwei bis drei Jahren wird sich das Angebot noch weitgehend am Vorgänger – die bekannten Benziner und Diesel mit vier und sechs Zylindern werden den Dienstwagen-Benz antreiben. Besondere Beachtung verdient jedoch der intern OM654 genannte Vierzylinder-Diesel mit 2,0 Litern Hubraum, das den 2,2-Liter-Motor namens OM651 ersetzen wird. Der neue Motor ist ein Vorbote auf die kommende Generation an Sechszylindern: Mercedes wechselt hier vom V- auf einen Reihenmotor zurück. Damit sollen die Kosten gesenkt werden, da Zylinder und Kolben mit je einem halben Liter Hubraum so von der A-Klasse als 1,5-Liter-Dreizylinder bis hin zum Drei-Liter-Sechszylinder in der S-Klasse zum Einsatz kommen können. Der klassische V8 im E500 hat übrigens ausgedient – der einzige Achtzylinder wird der E63 AMG sein. Aber auch hier wird der 6,2-Liter Saugmotor aussortiert und durch den vier Liter großen V8-Biturbo aus dem AMG GT ersetzt. Quelle: Daimler
In der E-Klasse kommen zahlreiche Assistenzsysteme zum Einsatz, die noch nicht einmal in dem Flaggschiff S-Klasse verbaut werden – einfach weil die Entwicklung inzwischen drei Jahre weiter ist. So wird die E-Klasse auch bei höheren Geschwindigkeiten autonom fahren können als die S-Klasse, bei der der selbstfahrende Modus nur auf einen Stauassistenten beschränkt war. Eine Übersicht der neuen Systeme, mit denen Mercedes die Insassen schützen will, finden Sie hier. Quelle: Daimler
Auch wenn inzwischen zahlreiche Details und Funktionen bekannt sind, um das Außendesign macht Mercedes immer noch ein Geheimnis. Nur so viel lässt sich von dem abgeklebten Blech erahnen: Im Vergleich zur kastenförmigen Vorgänger vollzieht die E-Klasse einen großen Designsprung, wenngleich die neue Linie von den Limousinen der C- und S-Klasse bereits vorgegeben wurde. Fans müssen sich noch bis zur Premiere im Januar, Kaufinteressenten bis zum April gedulden – dann kommt die neue E-Klasse in den Handel. Quelle: Daimler
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