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Japanischer Bolide Toyota ist endlich wieder sportlich

Mit dem GT86 bringt Toyota nach Jahren der Abstinenz wieder einen Sportwagen auf den Markt. Ab September verspricht er Fahrspaß zu günstigen Preisen. Ein Fahrbericht.

Der neue Toyota GT 86
Der Toyota GT 86 lockt mit einem Grundpreis von 29.900 Euro und ist seit März 2012 zu haben. Quelle: Pressebild
Dafür muss sich die Basisversion jedoch mit einem Hartplastik- statt Softtouch-Armaturenbrett sowie Zündschlüssel statt Startknopf bescheiden. Quelle: Pressebild
Die Sportsitze vorne sind ausgesprochen bequem mit gutem Halt, die hinteren sind Notsitze, die nur für den Kurz-Transport taugen. Aber immerhin, man hat die Option. Quelle: Pressebild
Der 200 PS starke Boxer dreht wieselflink bis an den roten Bereich, der bei 7500 Umdrehungen beginnt. Quelle: Pressebild
Mit 1.200 Kilogramm ist der GT 86 mindestens 200 Kilogramm leichter als die etwas leistungsstärkere Konkurrenten Nissan 370 Z oder Porsche Cayman. Quelle: Pressebild
Der GT86 ist für einen Toyota erfrischend unvernünftig – ohne gleich völlig aus der Rolle der Vernunftautos zu fallen. Quelle: Pressebild
Für alltägliche Transportbedürfnisse gibt es einen brauchbaren Kofferraum mit 243 Litern, der sich dank vorklappbarer Rücksitzlehne vergrößern lässt. Dann passt das normale Gepäck für zwei Reisende rein. Quelle: Pressebild

Am Fuß des rund 3800 Meter hohen japanischen Berges Fuji liegt die Fuji Speedway genannte Rennstrecke. Hier steht tief geduckt, worauf Toyota-Fans gefühlt Lichtjahre warten mussten: Ein 2+2 sitziger Sportwagen namens GT86 mit Heckantrieb. Er soll die Tradition der bezahlbaren Sportwagen des japanischen Herstellers wieder aufleben lassen, die im Jahr 2005 mit dem Ende der legendären Celica und dem Mittelmotorwagen MR2 jäh endete.

In den Wechselkurven kommt Spaß auf

Der Himmel ist grau, die Strecke nass und rutschig, der Zweiliter-Boxermotor röhrt aus zwei dicken Endrohren. Die mäßigen Bedingungen schrecken den Fahrer mehr als das Auto. Denn der Sportler ist nur 1,29 Meter hoch und hat dank des von Subaru entwickelten Boxermotors einen tiefen Schwerpunkt. Und der eingebaute Schleuderschutz ESP verzeiht auch gröbere Fahrfehler.

Der 200 PS starke Boxer dreht wieselflink bis an den roten Bereich, der bei 7500 Umdrehungen beginnt. Bei den Wechselkurven des Fuji Speedway bekommt der Fahrer schnell ein Gefühl für das gute Handling. Der neue Toyota GT 86 lässt sich auf dem rutschigen Parcours ausgesprochen flott und exakt bewegen. Und auf der langen Geraden erreicht er fast seine Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometer pro Stunde.

Ein Produkt der Subaru-Kooperation

Toyota-Chef Akio Toyoda, Enkel des Firmengründers, ist stolz auf seinen Newcomer. Denn Toyoda will in seiner eher nüchternen Modellpalette endlich wieder den „Fahrspaß" platzieren. „Wir wollen wieder emotionaler werden“, sagte Toyoda. Das klingt beinahe nach Revolution für einen Hersteller, der jahrzehntelang fast ausschließlich auf das Argument Qualität setzte.

Vorbild bei der Entwicklung ist der Corolla AE 86 aus den achtziger Jahren – ein heißer Hecktriebler, der in der japanischen Tuningszene Kultstatus genießt. An diese Zeit möchte Toyoda anknüpfen, auch wenn er dabei einen ungewöhnlichen Weg geht: Der Toyota GT 86 entstammt einer Kooperation mit Subaru, wo man eisern die Fahne der Boxermotoren hochhält und 2012 ein ähnliches Modell namens BRZ startet.

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