Meistverkaufte Autos in USA 2015 Drei Pick-ups an der Spitze

Die Machtverhältnisse am US-Automarkt sind noch klarer als bei den Deutschen und dem VW Golf. Seit mehr als 30 Jahren gibt es einen klaren Sieger. Doch die Konkurrenz rückt näher.

Platz 10: Toyota RAV4Auf dem Weltmarkt liefern sich Volkswagen und Toyota ein enges Rennen um die Weltspitze. Geht es rein nach den USA, hat VW auch ohne den Abgas-Skandal bereits verloren: Als bestes Modell eines deutschen Herstellers kommt der VW Jetta auf Rang 36. Nicht nur wegen des Abgas-Skandals gingen die Jetta-Neuzulassungen im Jahr 2015 um 18,5 Prozent auf rund 131.000 Fahrzeuge zurück. Über solche Zahlen kann Toyota nur müde lächeln: Das Kompakt-SUV RAV4 eröffnet die Top Ten. Allein mit diesem Modell kommen die Japaner auf 315.412 Verkäufe – und es ist nicht der letzte Toyota unter den beliebtesten Ami-Schlitten. Quelle: REUTERS
Platz 9: Nissan AltimaGenerell sind die Asiaten stark: Das japanische Trio Honda, Toyota und Nissan stellen die meisten Modelle der Top Ten. Auch unter den 50 beliebtesten Modellen stammen viele von den Importeuren aus Fernost, während nach dem Jetta der 3er BMW auf Platz 58 das nächstbeste deutsche Auto ist. Rang neun belegt der Nissan Altima mit 333.398 Verkäufen. Quelle: Presse
Platz 8: Honda CivicIn Deutschland ist der Honda Civic ein Nischenmodell. Allgemein hat Honda laut den offiziellen Zahlen hierzulande nur 21.072 Autos im vergangenen Jahr verkauft. In den USA wurden alleine 335.384 Civic neu zugelassen. Selbst der exotische Coupé-Ableger (im Bild) dürfte so in den USA mehr Verkäufe geschafft haben als Honda in ganz Deutschland. Quelle: REUTERS
Platz 7: Honda CR-VDer nächste Honda folgt gleich auf Platz 7: Von dem SUV CR-V, von dem hierzulande 7.397 Exemplare verkauft wurden, konnte Honda in den USA stolze 345.647 Einheiten absetzen. Quelle: Honda
Platz 6: Honda AccordDas Honda-Trio schließt die Limousine Accord ab. In den USA wurden davon 2015 355.557 Stück verkauft – also fast 1.000 Accords am Tag, Sonn- und Feiertage mitgerechnet. In Deutschland waren es 703 Stück – nicht am Tag, sondern im ganzen Jahr. Quelle: Honda
Platz 5: Toyota CorollaWie unterschiedlich die Auto-Geschmäcker zwischen Europa und Amerika sind, zeigt auch der Toyota Corolla. Hierzulande hatte der Corolla irgendwann so einen schlechten Ruf, dass sein Nachfolger inzwischen unter dem Namen Auris verkauft wird. Im Rest der Welt verkauft sich der Corolla hingegen glänzend, er gilt als eine der meistverkauften Limousinen überhaupt. In den USA kamen 2015 nochmals 363.332 Exemplare dazu. Quelle: Toyota
Platz 4: Toyota CamryDa in den USA auch immer die Größe zählt, verwundert es kaum, dass der Corolla noch vom Camry getoppt wird. Mit 429.355 Exemplaren übertrifft der Camry 2015 das Vorjahresergebnis knapp (428. 606 Einheiten). Damit reicht es wieder zu Rang 4. Quelle: Toyota
Platz 3: Ram 1500Der starken Japaner zum Trotz: Alleine die großen Drei aus Detroit – GM, Ford und FiatChrysler – sorgten für 45 Prozent der Neuzulassungen in den USA. Bestseller bei jedem der Big Three sind die großen Pick-ups. Im Falle von FiatChrysler ist das der Ram 1500. Das Gefährt – früher als Dodge Ram verkauft, heute ist Ram die Marke und 1500 das Modell – konnte gegenüber 2014 nochmals zulegen: Statt rund 440.000 Exemplaren konnte Ram 451.116 Einheiten des schweren Pritschenwagens losschlagen. Quelle: Presse
Platz 2: Chevrolet SilveradoEs folgt das große Pick-up-Modell aus dem Hause General Motors. Insgesamt gehört der Chevrolet Silverado zu den großen Gewinnern der vergangenen Jahre: Von 480.000 Silverados im Jahr 2013 und 530.000 Autos im Vorjahr ging es weiter kräftig nach oben. 2015 konnte Chevy bereits 600.544 Silverados losschlagen. Zur Wahl stehen übrigens drei Motoren mit 4,3 Litern, 5,3 Litern und 6,2 Litern Hubraum. Im günstigsten Fall liegt der Verbrauch bei umgerechnet 13,8 Litern auf 100 Kilometer. Quelle: Presse
Platz 1: Ford F-SerieDie unangefochtene Nummer eins ist und bleibt der F-150 von Ford. Mal als praktisches Nutztier, mal als martialisch aufgepeppter Lifestyle-Pick-up wie das Raptor-Modell im Bild: 780.354 Amerikaner haben sich 2015 einen neuen F-150 zugelegt. Im Vorjahr waren es noch 753.000. Damit hat sich der letzte Modellwechsel für Ford ausgezahlt, obwohl er mit einem gewissen Risiko behaftet war: Das 2016er-Modell des F-150 hat einen neuen Rahmen aus Aluminium anstelle des konventionellen Stahl-Rahmens. So soll der F-150 ganze 300 Kilo leichter werden, was aber immer noch ein Leergewicht von mindestens 1,8 Tonnen bedeutet. Auch der Verbrauch soll um 29 Prozent gesunken sein, was aber immer noch 10,6 Liter in der sparsamsten Variante sind. Mit schweren Offroad-Lametta und großem V8-Motor wie beim Raptor ist der Verbrauch nach oben hin "variabel". In Zeiten billigen Sprits stört das die US-Kunden offenbar nicht. Quelle: Ford
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