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Mobilität Warum Sie Erdgasautos kaufen sollten

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Bessere Motoren

Die neuen Alternativen zum Diesel
Audi A3 Quelle: obs
Ford B-Max-Ecoboost Quelle: PR
BMW 3 Hybrid Quelle: PR
Kia Optima Hybrid Quelle: PR
Toyota Yaris Hybrid Quelle: PR
Mercedes B-Klasse 180 NGT Quelle: PR

Das Problem vieler Gasfahrzeuge war: Sie kamen an der Ampel nicht vom Fleck.

Das löst Volkswagen nun mit dem neuen VW Passat 1.4 TSI. Der Konzern hat dafür einen Abgasturbolader mit einem Kompressor kombiniert. Der Kompressor verdichtet beim Anfahren die Luft, um das Gasgemisch im Zylinder besser verbrennen zu können. Das ermöglicht eine bessere Beschleunigung beim Anfahren.

Der Abgasturbolader verrichtet einen ähnlichen Job - allerdings bei höheren Drehzahlen, was den Fahrzeugen mehr Dynamik bei höheren Geschwindigkeiten verleiht. Für die Verwendung von Erdgas ist das ideal, denn dadurch kann der Motor sowohl bei hoher wie niedriger Drehzahl mit guter Füllung und hoher Verdichtung und damit sparsam arbeiten.

Die weiterentwickelte Technik hat auch die Reichweiten der Fahrzeuge verbessert. Damit die Fahrer nicht liegen bleiben, wenn das Gas ausgeht, haben praktisch alle Fahrzeuge einen zusätzlichen Benzintank an Bord, auf den etwa der VW Passat oder die B-Klasse von Mercedes automatisch umschaltet. Mit einem solchen bivalenten Antrieb kommen Fahrzeuge dann locker auf Reichweiten um die 1000 Kilometer.

Damit Erdgasfahrzeuge ihr Image vom braven Wagen für Pfennigfuchser loswerden, hat sich VW eine ganz besondere Marketingmaßnahme einfallen lassen: Im Scirocco R-Cup, einer Rennserie, die der Konzern zusammen mit Gazprom als Sponsor im Programm der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft austrägt, kommt ein neuer Zwei-Liter-Turbomotor zum Einsatz, der 285 PS leistet.

Rennfahrer wie der ehemalige Formel-1-Weltmeister Damon Hill sollen zeigen, dass Erdgasautos richtig schnell unterwegs sein können. Mit Turbo-Nachdruck soll der Gasantrieb das Image der schwerfälligen Spaßbremse abstreifen.

"Es ist schwer, zu verstehen, warum Erdgas auf wenig Akzeptanz stößt. Die Ursache liegt wahrscheinlich in der mangelnden Emotionalität", vermutete BMW-Entwicklungsvorstand Herbert Diess jüngst auf dem 34. Internationalen Wiener Motorensymposium.

Lediglich knapp 100.000 Erdgasfahrzeuge sind auf deutschen Straßen unterwegs - allerdings wurden im ersten Halbjahr 2013 mit 4.300 so viele zugelassen wie noch nie.

Die Alternative

Das zeigt, wie sehr Erdgasautos als Baustein der Mobilität von morgen unterschätzt wurden. In der öffentlichen Debatte spielen sie bis heute keine wirkliche Rolle. Dabei sind sie - im Gegensatz zu Elektroautos - schon jetzt verfügbar, technisch ausgereift und alltagstauglich, zudem: einigermaßen preiswert und auch für längere Strecken geeignet.

Die Stromer haben bei allen technischen Fortschritten noch immer große Schwächen: Ihre Reichweite ist mit maximal 200 Kilometern stark eingeschränkt, ihre Verfügbarkeit begrenzt - und ihr Preis macht sie zu Luxusartikeln: Der viersitzige E-Kompaktwagen Nissan Leaf etwa kostet rund 30.000 Euro. Und der neue BMW i3, der Ende des Jahres zu einem Basispreis von 35.000 Euro auf den Markt kommt, ist auch nicht gerade ein Schnäppchen.

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