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Mobilität Warum Sie Erdgasautos kaufen sollten

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Die ökonomisch bessere Wahl

Wie viel Sprit Ihr Auto wirklich schluckt
Erschütterndes TestergebnisVon den 91 geprüften Fahrzeugen lag der im Unterschied zu den Herstellerangaben festgestellte Mehrverbrauch bei 55 Wagen teils deutlich über der Marke von zehn Prozent. Diese Grenze muss laut herrschender Rechtsprechung überschritten werden, wenn der Autokaufvertrag erfolgreich angefochten werden soll. Voraussetzung dafür ist in aller Regel auch das Gutachten eines anerkannten Sachverständigen, der die besagte Verbrauchsdifferenz bestätigen muss. Die Bildergalerie zeigt die Testergebnisse ausgewählter Fahrzeuge: Die erste Ziffer gibt immer den Spritverbrauch laut Hersteller an. Die zweite den tatsächlichen Verbrauch im Rahmen des ACE-Tests. Quelle: dapd
Ford FocusFocus 1.6 Ti-VCT: Werksangabe: 6,6 Liter Super - ACE-Test: 7,9 Liter Focus 1.6 TDCi TREND: Werksangabe: 5,1 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2 Liter Focus 2.0 TDCi: Werksangabe 4,9 Liter Diesel - ACE-Test 5,1 Liter Quelle: obs
Opel CorsaCorsa 1.7 CDTI Cosmo: Werksangabe: 4,8 Liter Diesel - ACE-Test: 5 Liter Quelle: obs
Audi Q3Q3 2.0 TDI Quattro S tronic: Werksverbrauch: 5,9 Liter Diesel - ACE-Test: 7,9 Liter Quelle: obs
Audi A4 A4 1.8 TFSI: Werksangabe: 7,1 Liter Super - ACE-Test: 8,1 Liter A4 2.7 TDI Avant Multitronic: 6,4 Liter Diesel - ACE-Test; 6,5 Liter Quelle: obs
Audi A6 AvantA6 Avant 2.0 TDI: Werksangabe: 5,8 Liter Diesel - ACE-Test: 6,7 Liter A6 Avant 3.0 TDI quattro: Werksangabe: 5,8 Liter Diesel - ACE-Test: 6,9 Liter Quelle: obs
Škoda RapidRapid 1.9 TDI: Werksangabe: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 4,6 Liter Quelle: dpa

Für den gleichen Preis gibt es einen alltagstauglichen BMW der Dreier-Baureihe als Benziner mit 184 PS und einer Reichweite von über 600 Kilometern oder einen Erdgas-Passat von VW mit einer Reichweite von fast 1000 Kilometern.

Ein Erdgasauto ist also eigentlich die ökonomisch bessere Wahl. Aber: "Erdgas hat nicht den gleichen Neuigkeitswert wie die Elektromobilität", sagt Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena). "Dabei ist es ein alltagstauglicher Energieträger."

Relativ leicht könnten die Autohersteller damit ihre Flottenverbräuche und den CO2-Ausstoß senken. Im Jahr 2012 lag der durchschnittliche Ausstoß aller deutschen Neuwagen noch bei 141,8 Gramm CO2 pro Kilometer. Bis 2020 möchte die EU-Kommission die CO2-Emissionen aller Autos auf durchschnittlich 95 Gramm senken.

Verborgener Schatz

VW-Chef Martin Winterkorn weiß, warum Erdgas dafür der "ideale Treibstoff" ist: Der Hauptbestandteil, das geruchlose brennbare Gas Methan, verbrennt in den Zylindern der Motoren nicht nur sauberer, sondern im Gegensatz zu Diesel auch praktisch ohne gesundheitsgefährliche Rußteilchen und Stickoxide.

Wie ernst Winterkorn den alternativen Antrieb nimmt, wird immer klarer. Nach und nach erobern Erdgasautos sämtliche Modellkategorien seines Konzerns: Der VW up mischt die Kleinwagenklasse mit 68 PS auf, der Audi g-tron mit seinen 110 PS die Mittelklasse, ebenso sein technikgleicher Bruder VW Golf und der Seat Leon.

Audi geht noch einen Schritt weiter und zeigt damit das Potenzial von Erdgas als umweltfreundlicher Energieträger: Im niedersächsischen Werlte betreibt Audi seit Neuestem eine Gasproduktion. In der Anlage wird aus Windkraft synthetisches Methan, sogenanntes E-Gas, hergestellt.

Zwar reichen die 1000 Tonnen Methan, die Audi pro Jahr in der Anlage produziert, nur für rund 1500 Fahrzeuge. Doch im Volkswagen-Konzern ist man von Erdgas und dem synthetisch erzeugten E-Gas überzeugt. Denn es ließe sich ebenso gut in das deutsche Gasnetz einspeisen und wäre damit flächendeckend verfügbar.

Zudem könne das Erdgasnetz große Mengen an Energie aufnehmen und wäre damit der ideale Zwischenspeicher für die Energiewende.

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