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Nissan Die Elektroauto-Schnorrer

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Elektroauto Nissan Leaf Quelle: dapd

Die Taktik ging bisher auf. Bis Ende Juli fanden 11.582 Leaf einen Käufer, davon 5000 in den USA und 6000 in Japan, wobei Nissan noch immer die Bestellungen aus dem Vorjahr abarbeitet. 100 Kooperationen mit Staaten, Städten, Gemeinden und Organisationen vor allem in Japan und den USA kurbeln das Geschäft zusätzlich an, indem diese Partner die geförderten Elektroautos kaufen. Allein in den USA will Nissan in diesem Jahr 20.000 Fahrzeuge ausliefern. Dank einer direkten staatlichen Kaufhilfe von 7500 Dollar können US-Kunden das Fahrzeug ab 25 280 Dollar erwerben.

Nachlesen können die Amerikaner alle Vergünstigungen im Internet, wo Nissan alle direkten und indirekten Beihilfen nach Bundesstaat und Stadt auflistet: vom Gratisparken an Flughäfen bis zum Extrakaufzuschuss von 5000 Dollar, den es in Kalifornien gibt. Dort solle man sich auf die Warteliste setzen lassen, rät die Firma.

In den USA, wo Nissan den Leaf ab 2012 im Bundesstaat Tennessee auch produzieren will, profitierten die Japaner von öffentlichen Hilfen bereits, bevor sie ein einziges E-Auto verkauft hatten. So erhielt das Unternehmen für sein Elektroauto einen staatlichen Entwicklungskredit über 1,4 Milliarden Dollar. Diese öffentlichen Hilfen begrenzen das unternehmerische Risiko der teuren Batterien enorm.

In Europa konzentriert sich Nissan ebenfalls auf die Länder mit fetten Kaufprämien. Den Anfang machte Portugal. Dort ging der Leaf im Januar dieses Jahres an den Start, weil es in dem hoch verschuldeten Land 5000 Euro Zuschuss für Elektroautos gibt; allerdings nur für die ersten 5000 zugelassenen Fahrzeuge. Außerdem zahlt die Regierung 1500 Euro Abwrackprämie für jedes konventionelle, das gegen ein Elektroauto eingetauscht wird. Sodann brachte Nissan den Leaf in Irland (knapp 7000 Euro Subventionen), in Großbritannien (rund 6000 Euro) und in Belgien (knapp 9200 Euro) auf den Markt.

Schließlich kamen die Niederlande an die Reihe. Die geldwerten Vorteile summieren sich dort für private E-Autokäufer in vier Jahren auf rund 5300 Euro und bei Firmenkunden auf 19.000 Euro in fünf Jahren. Seit August gibt es den Leaf auch in Frankreich – dort wird der Kauf mit 5000 Euro subventioniert.

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