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Radarkontrolle Was Raser wissen sollten

Den Wecker überhört, im Bad getrödelt und dann noch die Müllabfuhr direkt vor dem eigenen Auto: Wer es eilig hat, tritt stärker aufs Gas, als es erlaubt ist. Das kann teuer werden: Am Donnerstag ist Blitz-Marathon.

Die größten Drängler auf Deutschlands Straßen
Platz 5: VolkswagenNur 5,4 Prozent der Befragten erleben VW-Fahrer als Drängler, Raser oder solche Fahrzeuglenker, die gerne dicht auffahren. Viele Verkehrsteilnehmer schließen übrigens von der Autofarbe auf das Fahrverhalten. Bei einem schwarzen Auto haben 43, 5 Prozent der Befragten das ungute Gefühl, dass hinterm Steuer ein aggressiver Fahrer sitzt. 9,7 Prozent haben diese Einschätzung immerhin noch bei silbernen Fahrzeugen. Fahrer von PS-starken Autos werden allgemein als besonders bedrohlich wahrgenommen. Dazu zahlen... Quelle: Volkswagen
Platz 4: PorscheDie Modelle aus der Zuffenhausener Sportwagenschmiede sind zwar PS-stark, ihre Fahrer verhalten sich aber rücksichtsvoller als die manch anderer Modelle. Dieser Meinung waren zumindest die Befragten der ADAC-Studie. 8,7 Prozent gaben an, Porsche-Fahrer als bedrohlich wahrzunehmen. Ein vergleichsweise geringer Wert, schaut man auf die Plätze drei, zwei und eins. Quelle: Porsche
Platz 3: AudiDer Fahrspaß scheint einigen Audi-Fahrern über die Rücksicht zu gehen. Das empfinden zumindest 25,9 Prozent der Befragten so. Die Liebhaber der Ingolstädter-Modelle wurden damit fast drei Mal öfter als "besonders bedrohlich" eingestuft als Porsche-Fahrer. Quelle: obs
Platz 2: MercedesFast ein Drittel der Befragten hatten ein ungutes Gefühl, wenn sie einen Mercedes im Rückspiegel sehen. 32,2 Prozent halten Mercedes-Lenker für rüpelhafter als Fahrer anderer Marken. Quelle: gms
Platz 1: BMWFahrer der bayerischen Premiummarke fallen am unangenehmsten auf. Mehr als die Hälfte aller Befragten (50,6 Prozent) gab an, dass sie BMW-Fahrer als besonders aggressiv im Straßenverkehr erleben. Quelle: dapd

Auf vielen Straßen in Deutschland hat am 21. April der bundesweite Blitzmarathon zur Kontrolle von Temposündern begonnen. So begannen am frühen Morgen Beamte unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und weiteren Bundesländern mit den Messungen.

Insgesamt zehn Bundesländer beteiligen sich an der Aktion, die vielerorts bis zum späten Abend dauert. Nicht dabei sind Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland. Bei der Aktion im vergangenen Jahr hatte die Polizei in Deutschland mehr als 91.000 Raser erwischt.

Auch im Ausland wird geblitzt: Von 6.00 bis 22.00 Uhr leben Raser in mehr als 20 europäischen Staaten gefährlich. Der Blitz-Marathon kann laut ADAC einen Beitrag leisten, den Verkehrsteilnehmern die Gefahren von zu schnellem Fahren bewusst zu machen.

Was Raser wissen müssen

Der erste Blitz-Marathon fand 2012 in Nordrhein-Westfalen statt. Innenminister Ralf Jäger (SPD) reagierte damit auf die zuvor gestiegene Zahl der Toten bei Verkehrsunfällen: „Wir müssen die Menschen zum Nachdenken bringen, wie häufig sie tödliche Risiken im Straßenverkehr eingehen.“

Raser in ganz Nordrhein-Westfalen standen 24 Stunden lang unter besonderer Beobachtung: 3000 Polizisten kontrollierten mehr als 450.000 Verkehrsteilnehmer. Kurz darauf kündigte Jäger an, den Blitzmarathon zu wiederholen. Im Oktober 2013 gingen nach einem Beschluss der Innenminister erstmals bundesweit Polizisten in Lauerstellung.

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