WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Sicheres Radfahren Was E-Bike-Radler wissen sollten

Immer mehr Menschen schwingen sich begeistert aufs Rad - manche setzen dabei allein auf Körperkraft, andere auf die Hilfe eines Elektromotors. Einige Experten warnen jetzt: E-Bikes erhöhen die Unfallquote. Die wichtigsten Zahlen und Fakten.

Die Drahtesel erleben eine Renaissance: Während es 2013 in deutschen Haushalten rund 32,1 Millionen Fahrräder gab, waren es zehn Jahre zuvor nur 29,8 Millionen. Quelle: dpa
Pedelec-Fahrrad Quelle: dpa
Der Unterschied bei den motorisierten Fahrrädern liegt im Detail. In zwei Bereiche teilen sich die allgemein unter „E-Bikes“ bekannten Drahtesel auf: Pedelecs sind Räder mit einem Motor, der die Zweiräder bis zu 25 Kilometer pro Stunde schnell macht. Die eigentlichen E-Bikes, die weit weniger verbreitet sind, erreichen ein höheres Tempo und müssen deshalb ein Nummernschild tragen und auf der Straße fahren. Quelle: dpa
Rad-Unfälle werden in den vergangenen Jahren häufiger, wenn sie auch seltener tödlich enden. So wurden 2013 71.066 Radfahrer bei Unfällen verletzt und 354 getötet. Zum Vergleich: 1970 waren es mit 40.531 deutlich weniger Verletzte, aber mit einer Opferzahl von 1835 deutlich mehr Todesfälle. Die Dunkelziffer der Unfälle insgesamt ist allerdings hoch, denn laut dem Automobilclub ACE werden nur 40 Prozent der Radunfälle von der Polizei überhaupt erfasst. Quelle: dpa
Pedelecs waren 2014 bundesweit in rund 3700 Unfälle mit Verletzten verwickelt, wie aus einer Statistik des Automobilclubs ACE hervorgeht, die sich auf Daten des Statistischen Bundesamts stützt. 59 Menschen starben demnach, 1178 verletzten sich schwer. Die meisten Unfälle gab es im Mai und im Juni. Quelle: dpa
„Laut statistischen Erhebungen ist das Risiko, bei einem Pedelec-Unfall ums Leben zu kommen, viermal höher als bei Unfällen mit herkömmlichen Rädern“, sagt Constantin Hack vom ACE. Die Entwicklung der Unfallzahlen gebe durchaus Anlass zur Besorgnis. Trotzdem: „Diese Räder gehören zu unserer modernen Verkehrswelt, sie haben ihre Zukunft noch vor sich.“ Hack forderte deshalb mehr Unfallprävention. Quelle: dpa
Diese Sicht teilt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) allerdings nicht: „Die Menschen, die regelmäßig Rad fahren, sind auf Pedelecs mit einer ähnlichen Reisegeschwindigkeit unterwegs wie Menschen auf herkömmlichen Rädern“, betont Sprecher René Filippek. Ältere Menschen verletzten sich bei Stürzen genauso schwer wie auf Rädern ohne Elektroantrieb. Quelle: dpa
Für einige Bundesländer gibt es schon eine Tendenz: Im großen Flächenland Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Verletzten bei solchen Unfällen von 322 im Jahr 2012 auf 714 im Vorjahr. In Bayern gab es im vergangenen Jahr 370 Unfälle mit Pedelecs, 60 mehr als im Vorjahr. In Brandenburg waren es 2014 mit 38 Unfällen zehn mehr als 2013. Die meisten Personen seien 45 Jahre und älter gewesen, sagt ein Polizeisprecher. In Bremen waren unter den sechs Schwerverletzten fünf älter als 65. Quelle: dpa
Laut der Technischen Universität Chemnitz sind E-Bikes zwar deutlich schneller und Pedelecs geringfügig schneller unterwegs als Fahrräder ohne Antrieb. Trotzdem kämen selbst E-Bike-Fahrer nicht häufiger in gefährliche Situationen als Räder ohne Motor. Die Deutsche Polizeihochschule kommt nach einer Auswertung von Unfallzahlen aus Baden-Württemberg zu einer ähnlichen Einschätzung. Allerdings seien die Folgen bei Unfällen mit Pedelecs schwerer. Quelle: REUTERS
Radfahrer Quelle: dpa
Diese Bilder teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%