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Siegeszug der Billigautos Dacia wird zur Blaupause

In Europa greifen Käufer immer häufiger zu günstigeren Fahrzeugen, in Entwicklungsländern wollen sich immer mehr Menschen ihr erstes Auto leisten. Beste Voraussetzungen also für Billigautos wie die von Dacia.

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Wie bei fast allen kommerziellen Gütern ist auch beim Automobil preislich nach oben alles offen. So kostet zum Beispiel der Bugatti Veyron weit mehr als eine Million Euro. Dafür bekommt der Kunde, den die VW-Tochter nie lange suchen muss, den PS-stärksten Serien-Pkw der Welt mit einer Leistung von 736 kW/1001 PS. Aber auch am anderen Ende der Preisskala ist die Auswahl begrenzt. Wer sich ein Auto für unter 10.000 Euro kaufen möchte, darf nicht allzu wählerisch sein. Im folgenden sehen Sie eine Auswahl einiger Modelle (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), die unter der magischen Preisschwelle liegen ...(Foto: Vierköpfige Familie im Fiat 500, Baujahr 1957) Quelle: dpa

Duisburg „Billigautos“ nach dem Vorbild der Renault-Tochter Dacia stehen nach einer Studie vor einer erfolgreichen Zukunft. Besonders in den Krisenländern Südeuropas und in wachsenden Märkten Osteuropas, Asiens und Südamerikas hätten die Fahrzeuge, die ein gutes Drittel günstiger seien als konventionelle Autos, großes Potenzial, prognostiziert das CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen in einer am Donnerstag auf dem Autosalon Paris vorgelegten Analyse: „Fasst man die ... Entwicklungen zusammen, werden um das Jahr 2030 weltweit 25 Millionen Billigautos verkauft. Im Jahr 2011 waren es noch 6,5 Millionen“, sagte CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer.

Musterbeispiel für den Erfolg mit „Billigautos“ sei Dacia. Die Marke kam 2004 mit dem Logan auf den Markt und hat mittlerweile auch einen Kombi, einen Pick-up, einen Kleinwagen, einen SUV und einen Van im Angebot. „Dacia ist durch diese Vielfalt zum erfolgreichsten Autobauer in der Geschichte des Automobils geworden. Noch nie hat es ein Hersteller geschafft, in weniger als zehn Jahren praktisch von Null über 800 000 Fahrzeuge pro Jahr zu produzieren“, betonte Dudenhöffer. Noch vor dem Jahr 2015 werde Dacia weltweit über eine Million Fahrzeuge bauen.


Inzwischen hätten weitere Autobauer wie Hyundai ins Low-Cost-Segment investiert. Nissan plane, Datsun als Billigmarke wieder zu beleben. Zudem seien eine Reihe chinesische Hersteller in dem Segment aktiv. Dudenhöffer ist überzeugt: „Wer Marktführerschaft im weltweiten Automarkt erringen will, kommt nicht ohne Billig-Auto aus.“ Allerdings hätten Konzerne wie Toyota, GM, Ford oder VW noch kein passendes Konzept in der Schublade. „Der VW-Konzern hat damit in einem der am schnellsten wachsenden Marktsegmente kein Angebot“, sagte der Fachmann und erinnerte an die gescheiterte Verbindung mit Suzuki. VW sei jetzt darauf angewiesen, selbst ein Low Cost Car zu entwickeln und bauen: „Das wird nicht einfach sein und den Konzern viel Zeit kosten - und seine Pläne zur angestrebten Weltmarktführerschaft gefährden.“


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