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Sparen beim Fahren Was Autofahrer gegen die hohen Spritpreise tun können

Tanken ist dieser Tage ein sehr teurer Spaß. Zum Vergleich: Im Januar dieses Jahres kostete ein Liter Diesel noch um die 1,20 Euro. Quelle: Spotpress

Tanken ist zurzeit sehr teuer. Viele Autofahrer müssen mangels Alternativen zum eigenen Pkw aber tanken. Hier können sie an der Kostenschraube drehen.

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Die aktuellen Preise für Benzin und Diesel lösen bei vielen Autofahren Schnappatmung aus. Wer auf den eigenen Pkw für den Weg zur Arbeit angewiesen ist, muss zähneknirschend den hohen Treibstoffkosten Tribut zollen. Autofahrer haben aber Möglichkeiten, die Kosten an anderer Stelle beim Autofahren zu senken.

Die Klassiker zum aktiven Spritsparen

Keine neue Erkenntnis, aber wirksam: Wer Vollgasfahrten vermeidet, verbraucht weniger Treibstoff. Entspannt mit Richtgeschwindigkeit über die Autobahn zu düsen, senkt den Verbrauch und schont die Nerven. Neben Rasen sollte man auch möglichst auf Kurzstreckenfahrten verzichten. Der Wagen verbraucht hier um ein Vielfaches mehr als auf längeren Strecken. Für kurze Wege ist es besser, aufs Rad umsteigen oder zu Fuß gehen.

Ebenfalls wichtig ist frühes Hochschalten: Moderne Benziner stellen gute Drehmomentwerte bereit, so dass auch untertouriges Fahren kein Problem darstellt. Selbst viele Kleinwagen geben über eine Schaltpunktanzeige Empfehlungen zum Schalten. Sie zeigen dem Fahrer den ökonomischsten Zeitpunkt zum Hoch– und Runterschalten an.

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    Den Spritkonsum hält man auch in Grenzen, wenn man vorausschauend fährt. Ist eine rote Ampel in Sichtweite, kann man den Wagen langsam ausrollen lassen und so spät wie möglich auskuppeln, um die Schubabschaltung des Motors zu nutzen. Geht der Fuß vom Gas, sperren die Einspritzaggregate die Kraftstoffzufuhr, gleichzeitig bremst der Motor den Wagen, ohne Sprit zu verbrennen.

    Spritsparen gelingt auch bei Stillstand – entweder von ganz allein oder mit einer kleinen Bewegung. Ist eine Start-Stopp-Automatik an Bord, schaltet sich das Fahrzeug beim Warten an einer roten Ampel oder an einem Bahnübergang aus und beim Losfahren automatisch wieder ein. Bei älteren Autos lässt sich dies per Schlüsseldreh händisch erreichen.

    Die gezielte Nutzung von elektrischen Verbrauchern sorgt ebenfalls für weniger Spritkonsum. Standheizung oder Heckscheibenheizung nutzt man besten nur so lange, bis die Scheiben wieder frei sind. Eine Klimaanlage sollte man nicht ständig im „Tiefkühlbereich“ laufen lassen. Entrümpeln hilft ebenfalls. Schwere Gegenstände im Kofferraum sorgen genauso für Mehrverbrauch wie alles, was unnötig außen am Auto montiert ist.

    Gerne übersehen: der Faktor Reifen

    Wichtig ist auch der richtige Luftdruck in den Reifen. Schon ein Minderdruck von 0,2 bar sorgt wegen des erhöhten Rollwiderstands für unnötigen Mehrverbrauch. Weniger Luftdruck im Reifen führt außerdem zu einer größeren Verformung der inneren Struktur im Fahrbetrieb. Die dabei auftretende Reibung führt zu höheren Temperaturen im Reifen, was den Verschleiß erhöht und im Extremfall den Reifen sogar zerstören kann. Am besten man überprüft den Reifenluftdruck regelmäßig und korrigiert ihn falls nötig.

    Wer beabsichtigt, einen neuen (Winter)-Reifen zu kaufen, achtet unter anderem auf die Klassifizierung bei der Kraftstoffeffizienz. Das neue Reifenlabel gibt darüber auf einen Blick Auskunft. Die Bewertung der Kraftstoffeffizienz erfolgt über eine A- bis E-Klassifizierung. So kann bei einem Fahrzeug mit einem hinsichtlich der Kraftstoffeffizienz mit A bewerteten Reifen eine Kraftstoffersparnis im Vergleich zu einem Fahrzeug mit Reifen der Klasse E um bis zu 0,6 Liter auf 100 Kilometer ausmachen.



    Für Autofahrer, die wenig fahren und nicht in alpinen Gegenden unterwegs sind, können Ganzjahresreifen eine Alternative zu den Saisonspezialisten sein. Hier lässt sich Geld durch den Wegfall des saisonalen Wechsels in der Werkstatt sparen. Autofahrer müssen zudem nur einen Satz Reifen anschaffen. Außerdem entfällt die Lagerung des zweiten Reifensatzes. Diese muss, sofern der Autofahrer über keine eigene Lagerfläche in einer Garage oder im Keller verfügt, beim Reifenhändler oder in der Werkstatt bezahlt werden.

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    Zu guter Letzt: Auch beim eigentlichen Tanken lässt sich Sparen. Wer während einer längeren Fahrt auf der Autobahn tanken will, sollte das lieber an einem Autohof statt an einer Raststätte direkt an der Autobahn erledigen. Kann man sich noch die Uhrzeit aussuchen, zu der getankt wird, empfiehlt es sich, eher abends als frühmorgens zu tanken. Zudem hilft ein Vergleich der Tankstellenanbieter. Wer nicht selbst nachschauen möchte, kann Tankstellen-Apps nutzen, die über die Preise Auskunft geben. Lange Umwege zu einer Tankstelle rentieren sich dagegen eher nicht.

    Mehr zum Thema: Hohe Spritpreise treiben Autofahrer über die Grenze – aber Tanktourismus lohnt oft nicht.

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