WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Technik-Messe CES Das Auto wird zum Computer

Google, Pebble, Nokia – Internet-Konzerne kooperieren künftig mit den großen Autokonzernen. Im Vorfeld der Technik-Messe CES werden neue Deals bekannt, die die Automobilbranche auf den Kopf stellen.  

Womit IT-Hersteller auf der CES glänzen wollen
GoogleGoogle hat angekündigt sein mobiles Betriebssystem mehreren Autoherstellern zur Verfügung zu stellen. In den neuen Modellen von Audi, General Motors, Honda und Hyundai wird damit künftig Android verbaut. Das System nutzen bereits 70 Prozent aller Smartphone-Besitzer und ist damit das beliebteste weltweit. Quelle: REUTERS
LGDie Koreaner wollen in Las Vegas wieder mit etlichen Produkten auftrumpfen. Fest angekündigt ist bereits ein 105 Zoll großer Ultra-HD-Fernseher mit gebogenem Bildschirm. Außerdem hat der Hersteller auf der Messe etliche 4K-Monitore im Gepäck. Und das ist noch nicht alles. Quelle: LG
LG Pocket Quelle: LG
SamsungWie die Landeskonkurrenz LG hat auch der IT-Riese Samsung einen Ultra-HD-Fernseher mit gebogenem Display in Las Vegas dabei. Der Bildschirm des TV-Geräts beträgt 105 Zoll. Als unwahrscheinlich gilt, dass die Koreaner ein neues Smartphone vorstellen. Möglicherweise hat Samsung jedoch einen neuen Tablet-PC dabei. Nicht ausgeschlossen sind ein größeres Galaxy Note oder eine günstigere Variante des Galaxy Note 3. Quelle: AP
AcerAuf Facebook hat der taiwanesische Laptop-Hersteller schon große Töne gespuckt. Auf der CES wolle das Unternehmen ein „must-have-device“ vorstellen – also ein Gerät, das man haben muss. In einem Werbevideo heißt es, das Gerät sei einen „Touch cooler“, was darauf hindeutet, dass es sich dabei um ein Tablet handeln könnte. Quelle: Screenshot
ArchosAuf den Trend zur Vernetzung im Haushalt setzt das Archos. Auf der CES wollen die Franzosen einen komplett neue Produktreihe vorstellen, die das vernetzte Leben einfacher machen soll. Geplant sind dafür unter anderem eine Smartwatch, ein Fitness-Tracker, Wetterstationen, Kameras für das Haus und ein Blutdruckmessgerät. Die Gadgets sollen sowohl mit iOS als auch mit Android kompatibel sein. Quelle: Screenshot
AsusEin wenig mysteriös wirken die nur wenige Sekunden kurzen CES-Trailer der taiwanesischen Konkurrenz Asus. Der erste Teaser könnte ein Dual-Boot-Tablet andeuten, also ein Gerät, das sowohl mit Android als auch mit Windows läuft. Der zweite Clip, in dem bunte Plastikhüllen wie ein Regenschauer vom Himmel fallen, deutet eventuell eine Smartphone-Produktreihe an. Doch noch bleibt das alles Spekulation. Am 6. Januar wird Asus im Caesars Palace eine Pressekonferenz abhalten und die neuen Produkte enthüllen. Quelle: Screenshot

Jetzt ist es offiziell: Google hat im Zuge der Technik-Messe CES in Las Vegas angekündigt, sein mobiles Betriebssystem mehreren Autoherstellern zur Verfügung zu stellen. In den neuen Modellen von Audi, General Motors, Honda und Hyundai wird künftig Android verbaut. Das System nutzen bereits 70 Prozent aller Smartphone-Besitzer und ist damit das beliebteste weltweit. Das neue Bündnis heißt Open Automotive Alliance und soll daran arbeiten, das Betriebssystem auf die Bedürfnisse im Auto anzupassen.

Mit der Kooperation ist Google ein großer Wurf gelungen. Schon lange tummelt sich das Unternehmen im Automobilmarkt und testet seit einigen Jahren sogar an einem selbstfahrenden Auto. Doch wirklich wichtig war es, mit der hauseigenen Software einen Fuß in die Branchentür zu bekommen. Denn hier haben Software-Anbieter noch viele Möglichkeiten – und die Konkurrenz schläft nicht.

Fakten zur CES

Die Marktforschungsfirma Gartner schätzt, dass zum Jahr 2020 mehr als 80 Prozent alle Neufahrzeuge in den etablierten Märkten vernetzte Geräte sein werden. Und bereits 2017 könnte jeder vierte Autobauer Geld mit im Fahrzeug abgeschlossenen E-Commerce-Geschäften machen wird.

Die neue Allianz ist vor aber auch für die Autohersteller selbst wichtig. „Es wäre naiv anzunehmen, dass wenn das Auto ein Teil des Internets wird, das Internet den Spielregeln der Autoindustrie folgt“, brachte es Continental-Manager Ralf Lenninger, der bei dem Autozulieferer die Kontakte zur IT-Branche pflegt, bereits im September auf der Automesse IAA auf den Punkt. „Das vernetzte Auto ist nur mit vernetzten Industrien zu machen.“

Autoindustrie muss sich anpassen

Es ist für die Automobilindustrie ein ungewohnter Schritt. Eigentlich ist die starke Branche es gewohnt, die Spielregeln vorzugeben. Doch der verstärkte Gebrauch von Smartphones und Tablets hat bei den Autofahrern auf einmal ganz neue Bedürfnisse geweckt. Hauseigene Lösungen können hier – vor allem in Sachen Preis-Leistung – schon lange nicht mehr mithalten. Im Ergebnis schielen viele Autofahrer auf ihr Smartphone.

Inzwischen haben das auch die Hersteller realisiert und versuchen verstärkt, Software auch mit dem Auto kompatibel zu machen. Die Google-Kooperation ist da nur ein Beispiel. Ford hat zum Beispiel ein Konzept erarbeitet, bei dem sich der Routenplaner im Auto mit dem Wecker verknüpfen lässt. Ist der Berufsverkehr zäher als sonst, geht der Alarm früher los. Auch Renault hat kürzlich gezeigt, wie sich die kommenden Modelle mit dem Smartphone verbinden und so Routen planen oder die Heizung einstellen lassen. Mercedes arbeitet hingegen mit der Smartwatch-Pebble zusammen. Die Uhr zeigt dem Besitzer an, wie voll der Tank ist und ob die Türen des Autos auch wirklich verschlossen sind.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%