Test des ACE Die besten Winterreifen für den Dienstwagen

Nahezu alle großen Reifenhersteller haben ihre Profile für den Winter 2015/2016 überarbeitet. Welcher der neuen Winterreifen am besten auf Dienstwagen und Co. passt.

ACE Winterreifen 225/50 R17 BMW Quelle: Presse

Von O bis O, so sagt es die alte Autofahrer-Binsenweisheit, sind Winterreifen angesagt – also von Oktober bis Ostern. Auch wenn der Schnee aktuell noch weit entfernt scheint, ist das Grund genug, sich Mitte September mit dem Thema Winterreifen zu befassen. Zumal für die Wintersaison 2015/2016 zahlreiche neue Modelle auf den Markt gekommen sind.

Der Auto Club Europa (ACE) hat in seinem diesjährigen Winterreifentest zusammen mit der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) die Reifen der Dimension 225/50 R17 geprüft. Also jener Größe, wie sie bei beliebten Dienstwagen wie der Mercedes C-Klasse verwendet werden können und bei BMWs 3er-Baureihe serienmäßig verbaut werden. Ein Satz der getesteten Reifen kostet zwischen 540 und 704 Euro (siehe Infokasten).

ACE-Winterreifentest für Reifen der Dimension 225/50 R17

Neu mit dabei sind etwa der Dunlop Winter Sport 5, der den Winter Sport 4D ablöst. Oder der Michelin Alpin 5, der das Modell mit der Endziffer 4 ersetzt. Bei Goodyear trat der UltraGrip Performance Gen-1 an, der den UltraGrip 8 aus dem Handel verdrängt.

Hauptfeld liegt dicht beisammen

Gewonnen hat den Test aber ein alter Bekannter, der seit 2013 unter dieser Bezeichnung verkauft wird: der Continental WinterContact TS 850. Nach ausführlichen Tests in den Schweizer Alpen und auf einer speziellen Rennstrecke lag zwar der Reifen der Hannoveraner vorne, doch nur knapp: Zwischen dem Testsieger von Continental und dem fünftplatzierten Michelin Alpin 5 liegen bei 260 möglichen Gesamtpunkten gerade einmal zwölf Zähler.

Auffällige Ausreißer gibt es bei den einzelnen Teil-Wertungen (Sicherheit Winter, Sicherheit nass, Sicherheit trocken und Wirtschaftlichkeit/Umwelt) kaum – die Markenprodukte von Continental, Dunlop, Goodyear und Michelin unterscheiden sich bei ihren Eigenschaften nur marginal. Der eine ist bei Schnee und Eis minimal besser, verliert dafür etwas bei der Trocken-Wertung – und umgekehrt.

Sieben Spritspartipps

Bei den preiswerteren Produkten von Vredestein und Semperit zeigen sich aber leichte Schwächen auf Schnee und deutliche Schwächen auf nasser Fahrbahn. Selbst mit einer guten Wertung bei der Wirtschaftlichkeit können beide diesen Nachteil nicht wettmachen und verlieren so den Anschluss an das Hauptfeld. Der preisgünstigste Reifen im Test, der Nokian WR D4 für 540 Euro, verliert zwar auch etwas beim Nass-Verhalten, liegt aber sonst auf Höhe der Premium-Konkurrenz – und kann dank der Preis-Punkte sogar am Michelin auf Platz 4 vorbeiziehen.

Für den Erfolg des Continental-Reifens sei „das hervorragende Verhalten auf nasser und trockener Fahrbahn ausschlaggebend“ gewesen.

Insgesamt bilanzieren die ACE-Tester: „Die Unterschiede unter den Premiummarken sind sehr gering, das Hauptfeld rückt immer enger zusammen. Lediglich die Reifen von Vredestein und Semperit fallen, vor allem durch ihre Schwächen auf nasser Fahrbahn, hinter das Feld zurück.“

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