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Uber, Otto und Anheuser Busch Roboter-Lastwagen liefert 50.000 Dosen Bier

Ein Lkw mit leerem Führerhaus: Diese Bild bot sich den Verkehrsteilnehmern in Colorado. Dort hat ein Lkw 200 Kilometer zurückgelegt, um Bier auszuliefern. Durch autonome Laster könnten Millionen Dollar gespart werden.

Uber startet Roboterwagen-Fahrten mit Passagieren
Nutzer des Fahrdienst-Vermittlers Uber in der US-Stadt Pittsburgh können seit dem 14. September mit selbstfahrenden Autos unterwegs sein. Die Roboterwagen kommen auf Bestellung über die Uber-App. Die Überraschungsfahrten seien „den loyalsten Uber-Kunden“ vorbehalten, erklärte das Unternehmen in einem Blogeintrag. Quelle: AP
Am Steuer sitzt zur Sicherheit ein Uber-Mitarbeiter, den Fahrgästen wird zudem auf einem Tablet im Innenraum angezeigt, wie das Auto die Umgebung sieht. Quelle: AP
Uber Quelle: AP
Uber Quelle: REUTERS
Uber Quelle: AP
Uber Otto Quelle: AP
Als erstes hatte im August das Start-up NuTonomy Tests selbstfahrender Autos mit Fahrgästen an Bord in Singapur begonnen Quelle: dpa

Erst das selbstfahrende Taxi, nun ein selbstfahrender Lkw: Der Fahrdienst-Vermittler Uber mischt kräftig beim autonomen Fahren mit. Im US-Bundesstaat Colorado hat sich in der vergangenen Woche ein Roboter-Lastwagen selbsttätig über den Highway gebracht. Knapp 200 Kilometer (120 Meilen) legte der Lieferwagen zurück - der Fahrer konnte sich derweil in der Schlafkoje entspannen. An Bord: 50.000 Dosen Bier des Kooperationspartners Anheuser-Busch InBev. Etwa zwei Stunden dauerte das fahrerlose Experiment von Fort Collins bis nach Colorado Springs.

Mit der Aktion beansprucht Uber die Krone der weltweit ersten kommerziellen Lieferung mit einem selbstfahrenden Fahrzeug für sich. Der Wagen war mit Technologie des Start-ups Otto ausgerüstet. Die Fahrt sollte demonstrieren, dass die Technologie für den Einsatz im Alltag bereit sei, sagte Otto-Mitgründer Lior Ron dem Finanzdienst Bloomberg. Der Autopilot ermögliche es den Brummi-Fahrern, sich auf langen Strecken auszuruhen.

Für die Fahrt hatte Otto die Strecke zusätzlich sorgfältig vermessen, um sicherzustellen, dass der Laster sie bewältigen kann. Allein diese Vorbereitungen dauerten zwei Wochen. Der Transport wurde außerdem von der Polizei begleitet. In der Stadt übernahm der Fahrer wieder die Kontrolle. Auch bei Auf- und Abfahrt auf den Highway war der Fahrer am Steuer.

AB InBev sieht laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ein jährliches Einsparpotenziale in Höhe von 50 Millionen Dollar in den USA, wenn autonome Trucks im kompletten Liefernetz eingesetzt würden – selbst, wenn stets Fahrer zur Überwachung an Bord sein müssten. Die Einsparungen kämen vor allem durch geringeren Spritverbrauch und einen verlässlicheren Lieferplan zustande.

Uber hat Otto im Juli gekauft. Der Fahrdienst-Vermittler testet seit rund sechs Wochen in der US-Stadt Pittsburgh in Pennsylvania auch den Transport von Fahrgästen mit Roboterwagen. Ron sagte, Uber strebe nicht an, selbst autonome Laster zu bauen. Stattdessen wolle das Unternehmen mit Lkw-Bauern kooperieren, wie es es etwa bei den selbstfahrenden Pkw mit Volvo tue. Die Verhandlungen dazu steckten aber noch im Anfangsstadium.

Praktisch alle Hersteller von Personen- und Lastwagen arbeiten derzeit an Technologien zum autonomen Fahren. Die Realisierbarkeit der Technologie treibt die Lkw-Branche stark um: Sie fürchtet Jobverluste durch die autonomen Wagen.

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