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Volkswagen Allein die Leistung zählt

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Patzer werden nicht geduldet


Der Baukasten von Volkswagen
Der Modulare Querbaukasten Quelle: Pressebild
Audi A3 Quelle: dapd
Golf VII Quelle: Pressebild
Scirocco Quelle: Pressebild
TiguanAuch der SUV Tiguan basiert beispielsweise auf der Golfplattform. Wenn nötig können Tiguan, Golf und Passat bald auf einem Band produziert werden. (Im Bild: Produktionsstraße für Golf und Tiguan) Quelle: dpa
Skoda Octavia Quelle: Pressebild
New Beetle Quelle: Pressebild

Unabhängig von der Altersfrage zeigen die Rochaden an der VW-Spitze vor allem eines: Die Organisation des Konzerns verfügt über ein riesiges Reservoir an guten bis erstklassigen Managern und eine Personalentwicklung, die jungen Leuten Perspektiven aufzeigt – bei entsprechender Qualifikation und Flexibilität, was Aufgaben und Standorte anbetrifft. Ob der Konzern über zehn, elf oder zwölf Marken regiert, erscheint da beinahe nebensächlich: Jede Position auf Vorstandsebene und auch in der zweiten Reihe kann gut oder auch schnell neu besetzt werden, wenn es notwendig sein sollte. Aber die Rochaden zeigen auch, wie hoch der Leistungsdruck in diesem Konzern ist: Schon kleine Patzer können einen die Karriere kosten, wer die hohe Drehzahl nicht konstant halten kann, wird gnadenlos aussortiert. Leid müssen einem die nun Geschassten nicht tun. Sie wurden gut bezahlt und wie zu hören ist, werden sie auch bereits von Headhuntern gejagt, um in anderen Unternehmen neue Aufgaben zu übernehmen.

Für die Zukunft gewappnet

Die Maschine Volkswagen werden die bevorstehenden Veränderungen im Management bei allen Friktionen im Detail – einige Betroffene erhalten erst wenige Stunden vor der Bekanntgabe Kenntnis von den Plänen -- jedenfalls nicht aus Takt bringen. Alle Hebel sind gut geschmiert, die Neuen haben bis zum Herbst ausreichend Zeit, sich auf die neue Aufgabe vorzubereiten. Volkswagen sieht sich nun gut aufgestellt für die nächsten sechs Jahre und das große Ziel – bis 2018 der beste und größte Mobilitätskonzern der Welt zu werden.

Mobilität



Offen ist allerdings weiter die Frage, wer eines Tages Martin Winterkorn und Ferdinand Piëch beerben werden. Ihre Verträge sind zwar verlängert worden. Auf die Lebenszeit aber hat dies normalerweise keine Auswirkungen. Und die beiden Ingenieure werden wissen, dass ein Motor bei höherer Kolbengeschwindigkeit schneller verschleißt als bei niedriger. Und das gilt unabhängig von der Zahl der Zylinder.

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