WiWo-Autotest VW Golf 7 ist besonders nutzerfreundlich

Exklusiv

Komplizierte Handhabe, schlechte Benutzerführung und schwer verständliche Menüs: Navis, Radios und Klimaanlagen in Autos sind oft nicht so nutzerfreundlich, wie ihre Hersteller versprechen.

VW bringt den neuen Golf GTI an den Start
Auf diesen Moment haben seine Fans lange gewartet: Auf dem Genfer Autosalon (7. – 13. März) präsentiert VW die neuste Version des Golf GTI. Erstmals wird der Kompaktsportler in zwei Leistungsstufen erhältlich sein: serienmäßig 220 PS und als GTI Performance mit 230 PS. Quelle: Volkswagen
Angetrieben wird der neue GTI von einem Turbo-Benzindirekteinspritzer (TSI) mit 162 kW / 220 PS, beim GTI Performance mit 169 kW / 230 PS. Beide Versionen haben ein Drehmoment von 350 Nm. Der GTI beschleunigt in 6,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 246 km/h (GTI Performance: 6,4 Sekunden und 250 km/h Höchstgeschwindigkeit). Quelle: Volkswagen
Beide GTI-Varianten sind mit einem Start-Stopp-System ausgerüstet, erfüllen die 2014 in Kraft tretende EU-6-Abgasnorm und kommen, per 6-Gang-Getriebe geschaltet, auf einen DIN-Verbrauch von 6,0 l/100 km (CO2: 139 g/km). Quelle: Volkswagen
Im Innenraum unterstreichen Sportsitze im Karomuster, ein Sportlenkrad sowie Pedale und Fußablage in Edelstahl den sportlichen Charakter des Dreitürers. Quelle: Volkswagen
Der neue Golf GTI ist ab dem 5. März in Deutschland bestellbar. Die Preise starten ab 28.350 Euro. Quelle: Volkswagen

Das zeigt ein umfangreicher Test der WirtschaftsWoche und der Hamburger Unternehmensberatung GfK Sirvaluse. Wichtigstes Testergebnis: Wie einfach sich die Infotainmentsysteme steuern lassen, ist keine Frage des Geldes. Auf den vorderen Rängen landeten mit dem neuen Kompaktwagen VW Golf 7, dem Geländewagen Range Rover Sport, dem Billigauto Dacia Sandero und dem Kleinwagen Opel Adam vier völlig unterschiedliche Fahrzeugkonzepte und Infotainmentsysteme aus verschiedenen Preisklassen.

Die ersten Bilder des neuen Golf
Weltpremiere für das wichtigste VW- Modell: Europas größter Autobauer hat am Abend des 4. September die neueste Version seines Verkaufsschlagers Golf vorgestellt. Zur Präsentation der siebten Auflage kamen zahlreiche Gäste und Manager der VW-Spitze in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zusammen. Quelle: PR
Der Golf 7 ist für die Niedersachsen der entscheidende Modellanlauf des Jahres 2012. Er gilt außerdem als Nagelprobe für den Modularen Querbaukasten (MQB) - eine Produktionstechnik, die konzernweit bislang nur beim Audi A3 zum Einsatz kam, die Fertigung vereinheitlichen und die Kosten drücken soll. Die ersten Fahrzeuge werden bereits seit Anfang August gebaut. Quelle: PR
Das Cockpit mag auf die meisten kühl und klar gestaltet wirken, aber dahinter verbirgt sich soviel Technik, Sicherheit und elektronische Unterstützung, wie noch in keiner Golf-Generation zuvor. Auszüge: Parkpilot mit 360-Grad-Überwachung, Park-Assistent 2.0, der beim Rangieren nur einen Puffer von je 40 Zentimeter vorn und hinten zum nächsten Auto benötigt, dynamischer Lichtassistent, der ein Fahren mit Fernlicht ermöglicht, ohne den Gegenüber zu blenden ... Quelle: PR
... Verkehrszeichen-Assistent, Automatische Distanzregelung, Spurhalteassistent, Pre-Crash-Gurtstraffer, radargestützte City-Notbremsfunktion bis 30 km/h und die Multikollisionsbremse, die nach einem Aufprall das Unfallfahrzeug automatisch abbremst. VW-Vorstand Hackenberg nennt das zwar "Demokratisierung des Technologischen Fortschritts". Aber das meiste kostet extra. Quelle: PR
„Der Golf muss mit der Zeit gehen, er muss aber keine Revolution darstellen“, konstatiert VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg, der schon an der Entwicklung des Golf 5 mitgewirkt hatte. Schließlich dürften sich die alten Golf-Modelle „nicht verloren vorkommen“. Quelle: PR
Mit jetzt 1.150 Kilo wiegt der neue VW Golf 22 Kilo weniger als der leichteste Vertreter der Golfklasse bisher, der BMW 1er, und hat sich auf dem Niveau des Vierer-Golf eingependelt. 23 Kilo verlor der jüngste Spross allein an der Karosserie. Nicht durch die Verwendung eines (teuren) Aluminiumaufbaus, sondern durch "ultrahochfesten" Stahl, der in einem Spezialverfahren geschmiedet und mit einer Lasertechnik behandelt wird. Quelle: PR
Mit dem Leichtbau versuchen die Hersteller vor allem Kraftstoff zu sparen. Ein Viertel des Verbrauchs hängt vom Gewicht ab, so eine Faustregel. "3,x Liter" soll der Selbstzünder nun auf 100 km/h verbrennen, 4,8 Liter der Benziner, das sind im Normverbrauch 23 Prozent weniger als der Vorgänger. Quelle: PR
Das Auto soll die Niedersachsen zudem in der Fertigungstechnik voranbringen: Der Golf 7, dessen Produktion nach der Endabnahme durch die VW-Spitze Anfang August im Stammwerk Wolfsburg und im sächsischen Zwickau anlief, gilt als Nagelprobe für den Modularen Querbaukasten MQB. Dieses Verfahren wurde zuvor nur beim Audi A3 eingesetzt. Es soll die Entwicklung und Produktion der VW-Marken einfacher und billiger machen. Quelle: PR
Einen Flop kann sich niemand bei Volkswagen leisten. Auch der neue Bestseller soll sich wie geschnitten Brot verkaufen, die Auflage von insgesamt 29 Millionen Exemplaren seit 1974 mehren. Allein in Deutschland wurde der Golf 6 im ersten Halbjahr des Jahres 120.000 Mal zugelassen. "Der neue Golf ist das wichtigste Auto für VW und die wichtigste Autopräsentation des Jahres", findet VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. Das Foto zeigt im Vordergrund den Golf VII, dahinter die Vorgängervarianten. Quelle: PR

Andere Modelle wie der neue Mazda 6 Kombi (ab 24.000 Euro) oder der BMW 730D (über 100.000 Euro) wiesen eklatante Schwächen auf. Am schlechtesten schnitt bei dem Test die neue A-Klasse von Mercedes ab.
Die festgestellten Mängel liegen vor allem in drei Bereichen: zu viele Bedienelemente, schlechte Sprachsteuerung und wenig durchdachte Ergonomie. Je teurer die Modelle, desto verwirrender wird häufig die Bordelektronik. So leiden die Top-Modelle von Audi, BMW und Porsche unter einer erdrückenden Vielfalt an Funktionen, die sich nur selten von selbst erklären. „Der Krieg der Knöpfe auf dem Armaturenbrett überfordert uns“, fasste GfK-Sirvaluse-Direktor Wolfgang Waxenberger das Ergebnis des Tests zusammen.

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