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PC-Markt Mini-Notebooks: Kleine Alleskönner

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Neue, kompakte Mini-Notebooks Quelle: dpa

Auf ein integriertes CD-/DVD-Laufwerk verzichten sämtliche Mini-PC-Produzenten ohnehin mangels Platz: Wer Software von einer CD installieren will, muss deren Inhalt zuvor auf eine SD-Speicherkarte kopieren (ein Lesegerät dafür haben alle Minis) oder ein externes CD-/DVD-Laufwerk kaufen, das sich per USB-Kabel an den Kompaktrechner an-stöpseln lässt.

Kosten sparte Asus auch durch den Verzicht auf jegliche Software aus dem Hause Microsoft. Denn nach der Abfuhr aus Redmond hatte Asus-Manager Shen eine besonders bedienungsfreundliche Version des lizenzkostenfreien Betriebssystems Linux für den EeePC optimieren lassen. Auch die übrige lizenzkostenfreie Software, darunter die Microsoft-kompatible Bürosoftware OpenOffice sowie der Web-Browser Firefox, half, den Preis zu drücken. Die Bedienbarkeit des Rechners leidet nicht darunter: Wer schon einmal mit Word oder Excel gearbeitet hat, kommt problemlos auch mit deren OpenOffice-Pendants zurecht.

Es ist die attraktive Mischung aus handlichem Format, einfach bedienbarer Technik und dem aggressiv niedrigeren Preis, mit der Asus nicht nur exakt das Bedürfnis vieler Menschen getroffen hat, denen Computer bisher zu komplex oder zu teuer waren. „Auch ganz unterschiedliche Typen von PC-Nutzern – ob Geschäftsleute oder Teenager – mögen das Gerät“, freut sich EeePC-Erfinder Shen.

Trotzdem warnen PC-Spezialisten wie Rakow vor überzogenen Erwartungen an die Mini-PCs: „Hier entsteht eher der Trend zum Zweit- und Dritt-PC. Die Mikro-Rechner sind in der Computerwelt so etwas wie der Zweitwagen in der Garage“, urteilt der Fukato-Gründer. „Als vollwertiger Ersatz für Tisch- oder Notebook-Computer taugen die kleinen Maschinen mit ihrer limitierten Technik nicht.“ Schon gar nicht als Spiele-PC: Für solch rechenintensive Aufgaben sind die Prozessoren zu schwach, die Datenspeicher zu klein und die grafischen Darstellungsmöglichkeiten zu begrenzt.

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    Ein Bildschirm mit 800 x 480 Bildpunkten bei nicht einmal 18 Zentimeter Diagonale reicht locker für die Darstellung der angepassten Linux-Bedienoberflächen. Aber beim längeren Surfen im Web vergeht der Spaß. Denn fast alle aktuellen InternetSeiten sind mittlerweile für eine Horizontale mit mindestens 1024 Bildpunkten optimiert. Wer komplexere Web-Angebote trotzdem gut im Blick haben will, muss die Darstellung der Seiten so weit verkleinern, dass die Schrift kaum noch lesbar ist.

    Immerhin, wem die erste Generation der Billig-Rechner zu spartanisch ist, der muss nicht länger warten. Die Industrie spendiert den Mini-Computern einen ersten Leistungsschub. Asus bringt am 26. Juni für knapp 400 Euro die zweite Auflage des EeePCs, das Modell 900, auf den Markt, mit einem Gigabyte Arbeits- und zwölf Gigabyte Datenspeicher. MSI kontert mit dem Modell WIND. Für rund 450 Euro wird das Gerät im Juli mit einer 80-Gigabyte-Festplatte ausgeliefert. Beide Rechner werden Displays mit einer web-tauglichen Auflösung (1024 x 600 Bildpunkten) besitzen.

    Und sie kommen mit dem Betriebssystem Windows XP. Denn um das boomende Rechnergeschäft nicht an den Rivalen Linux zu verlieren, hat Konzernchef Steve Ballmer eingelenkt. Bis zum Start des – dann auch für Mikro-Computer optimierten – Vista-Nachfolgers „Windows 7“ bleibt XP für die Minis lieferbar.

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