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PC-Schädling Neuer Computer-Wurm verbreitet sich rasant

Ein neuer Computer-Wurm verbreitet sich rapide über das Internet. Mindestens neun Millionen Rechner seien mit dem als „Conficker“, „Downadup“ oder „Kido“ bekannten Schädling infiziert, berichtete F-Secure aus Helsinki heute.

Der Computerwurm

Die Zahl der Infektionen hat sich nach Angaben des Herstellers für Anti-Viren- Software in den vergangenen Tagen verdreifacht. Betroffen sind vor allem Netzwerke von Firmen und Behörden. Der Wurm nutzt nach Angaben der Experten eine Sicherheitslücke in Windows-Betriebssystemen aus. Zudem versuche der Schädling, schwache Passwörter zu knacken. Auch eine Verbreitung über infizierte USB- Sticks ist möglich.

Zum Schutz sollten Anwender ihr Betriebssystem mit den neuesten Updates aktualisieren - Windows-Hersteller Microsoft hatte die Lücke bereits im Oktober geschlossen. Um Infektionen über einen anderen Weg zu verhindern, sollten Nutzer laut F-Secure darüber hinaus Virenscanner benutzen und komplexe Passwörter einsetzen.

„Conficker“ ist nach Angaben von F-Secure „ungewöhnlich schwierig zu entfernen“. Der Wurm lädt zudem über das Internet weitere schädliche Software nach. Damit können die Angreifer beispielsweise Passwörter ausspähen oder Spam-Mails versenden. „Conficker“ hat bereits mehrere Großorganisationen lahmgelegt. In österreichischen Kärnten waren etwa mehrere tausend Rechner in der Landesregierung sowie in Krankenhäusern betroffen.

Zu welchem Zweck der Wurm in Umlauf gebracht wurde, darüber rätseln Computer-Experten noch. Die rasante Verbreitung lasse darauf schließen, dass damit eventuell ein großes Rechnernetz aufgebaut werden könnte. Über den Schädling hätten dessen Programmierer dann Zugriff auf die befallenen Computer und könnten einen virtuellen Angriff auf einen beliebigen Großrechner starten.

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