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Rohstoffknappheit Fünf Schritte zur grünen Wirtschaft

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Schrott gewinnt

Täglich verschwindet eine Waldfläche der Größe Stuttgarts vom Planeten. Weltweit werden zudem pro Jahr 60 Milliarden Tonnen Rohstoffe verbraucht – 50 Prozent mehr als vor 30 Jahren. Die Ausplünderung hat drastische Auswirkungen. Laut OECD-Berechnungen wird im Jahr 2030 eine weitere Milliarde Menschen keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser haben – heute leiden bereits 4,3 Milliarden Menschen unter diesem Mangel.

Mit dem ökologischen wächst der ökonomische Schaden. Weil selbst europäische Ackerflächen oft zu stark genutzt werden, sinkt ihr Ertrag laut der Europäischen Umweltagentur um 53 Euro je Hektar.

Tonnenweise Plastikmüll

Nicht minder bedrohlich klingt, was Forscher über den Zustand der Weltmeere berichten: Sie sind überfischt, überdüngt, zu warm und mit Abermillionen Tonnen Plastikmüll am Rande des Kollaps. Passiert nichts, befürchten Wissenschaftler das größte Artensterben seit 55 Millionen Jahren. Käme es zum Umkippen der Meere, wären die Konsequenzen gravierend. Die Ozeane sind eine wichtige Sauerstofffabrik und bremsen den Klimawandel, weil sie riesige Mengen CO2 aufnehmen.

Fische und andere Meerestiere ernähren zudem Milliarden Menschen. Um neun Milliarden Menschen ernähren zu können, die nach Schätzungen der UN 2050 auf der Erde leben, müssten bis dahin aber 70 Prozent mehr Getreide, Fleisch, Gemüse und Obst produziert werden. Doch schon heute kann die Welt nicht genügend Menschen ernähren. Die steigende Nachfrage treibt die Preise. Nahrungsmittel, so die Vorhersage der FAO, werden bis 2020 um 30 Prozent teurer und dann für noch mehr Arme unbezahlbar sein.

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    Die gute Nachricht ist: Der Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen lässt sich aufhalten, ohne die Wirtschaft abzuwürgen. "Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatz", sagt OECD-Chef Gurría. "Es gibt genügend intelligente Lösungen, beide zu versöhnen."

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