WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Smartphones Apple kündigt Ende von iPhone-Manko an

Seite 2/2

Steve Jobs Quelle: REUTERS

Das fehlende Multitasking war oft kritisiert worden. Jobs verspricht, dass der Akku und die Leistung des iPhones nicht übermäßig beansprucht werden sollen. "Genau das wollten wir sicherstellen, deshalb hat es etwas länger gedauert", entschuldigt der Apple-Chef die lange Wartezeit. Es bleibt abzuwarten, was das genau bedeutet und wie stark es die schon jetzt unbefriedigende Akku-Laufzeit des iPhone verkürzt.

Apple hat die Multitasking-Funktion so konzipiert, dass beliebig viele Programme im Hintergrund geöffnet bleiben können. "Ein einzelnes Beenden der Programme ist nicht nötig, das Betriebssystem verwaltet alles automatisch", so iPhone Softwarechef Scott Forstall.

Allerdings - und das wird Apple-Fans und Kritiker gleichermaßen auf die Palme bringen - das Multitasking wird nur von dem aktuellen iPhone 3GS und iPod Touch 3G unterstützt. Für die 2008-Versionen von iPhone und iPod Touch gibt es ein Update auf 4.0, aber kein Multitasking. Für die Urversion vom iPhone vom Juli 2007 soll das Update von Apple nicht aktiv angeboten werden. Offen blieb, ob die Software trotzdem auf dem Gerät läuft.

Auf die Frage, ob Apple damit nicht Nutzer ausgrenze, antwortet Jobs, dass man hier keine Wahl gehabt habe: "Die Hardware bei den älteren Geräten reicht für Multitasking einfach nicht aus."

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Gestänkere gegen Google

    Außerdem kündigte Jobs eine eigene Werbeplattform namens iAd an, über die Entwickler Werbung für ihre iPhone Apps zentral von Apple beziehen können. Fürs Vermarkten der Werbeflächen und Ausliefern der Anzeigen verlangt Apple 40 Prozent der Werbeeinnahmen. Mit 100 Millionen Geräten weltweit sei man endlich für die werbetreibende Industrie attraktiv, sagt Jobs. Man wolle vor allem Anzeigen fördern, die keine starren Banner sind, sondern den Nutzer unterhalten.

    Die müssten allerdings nicht mehr die Applikation verlassen, um die Anzeige zu betrachten. "Das ist der Grund, warum auf viele Anzeigen nicht geklickt wird", meint Jobs. Als Beispiel zeigte er eine von Apple entworfene Anzeige für den Sportartikelhersteller Nike, in der unter anderem ein Filial-Finder integriert ist. Jobs kündigte zudem an, dass man nicht alle Anzeigen genehmigen werde. "Wir wollen nicht ins Pornogeschäft", so der Apple-Chef. Allerdings steht es Entwicklern frei, auch andere Werbevermarkter zu engagieren.

    Die Technologie hinter iAd stammt von der Firma Quattro Wireless, die Apple im Januar für 275 Millionen Dollar übernahm. Erstmals bestätigte Jobs öffentlich, dass Quattro Wireless nur die zweite Wahl gewesen sei. Eigentlich wollte man den Branchenprimus Admob kaufen. "Aber das wollte Google nicht", so Jobs. Der Suchgigant schnappte im November Admob Apple für 750 Millionen Dollar vor der Nase weg. Seitdem herrscht eine Eiszeit zwischen beiden Unternehmen.

    Und auch bei der Präsentation am Donnerstag konnte sich Jobs Seitenhiebe auf Google nicht verkneifen. Demnach ist die Suche auf mobilen Telefonen überhaupt nicht relevant. "Der Nutzer sucht nicht, sondern beschäftigt sich mit Applikationen", so Jobs. Das sei die Riesenchance im mobilen Internet und nicht die Suche.

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%