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Social-Media-Panne Rassistische Tweets bringen Burger King in Bedrängnis

Hacker haben das Twitter-Konto der Fast-Food-Kette Burger King in den Albtraum einer jeden Social-Media-Abteilung verwandelt: Auch nach gut einer Stunde veröffentlichten die Hacker noch geschmacklose Kurznachrichten.

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So präsentierte sich der gehackte Twitter-Account von Burger King der Öffentlichkeit. Quelle: ap

New York Das US-amerikanische Twitter-Konto von Burger King ist am Montag von unbekannten Witzbolden gekapert worden.

Sie verkündeten bei dem Online-Kurznachrichtendienst als erstes den Verkauf an den Fast-Food-Rivalen McDonald's - „weil der Whopper gefloppt ist“. Danach folgten geschmacklose Scherze über den angeblichen Drogenkonsum von Mitarbeitern.

Über eine Stunde lang blieb der Account für alle Welt sichtbar, bis er gesperrt wurde. Unterdessen machten sich Blogger und Twitterer über den Fall lustig. „Wenn ihr denkt, ihr habt einen schlechten Tag, seid einfach froh, dass ihr nicht die Social Media Person von Burger King seid“, war nur einer von unzähligen höhnischen Tweets.

Einen Funken Wahrheit hatte der Beitrag von Twitterer Philipp De Franco: „Jemand hat Burger King gehackt“, schrieb er, „somit ist es das erste Mal, dass irgendjemand Burger King im Internet erwähnt hat“. Tatsächlich gewann der Account in nur einer guten Stunde rund 30 000 neue Follower, hieß es in US-Medien.

Wer sich in das Twitter-Profil des Fast-Food-Giganten gehackt hat, blieb zunächst unklar. Die Hacker behaupteten laut Medienberichten, sie gehörten zur Spaß-Guerilla „LulzSec“, die seit 2011 ab und an ihr Unwesen im Netz treibt. Allerdings war die Gruppe aus dem Umfeld der Anonymous-Bewegung schon immer so lose organisiert, dass sich jeder zum Mitglied erklären konnte.

Burger King entschuldigte sich am Montag bei den Abonnenten seiner Twitter-Nachrichten und bemühte sich, wieder die Kontrolle über das Profil zurückzubekommen.

Bei Twitter können bis zu 140 Zeichen lange Nachrichten sowie Links zu Webseiten, Bildern oder Videos an die Abonnenten verbreitet werden. Auch immer mehr Unternehmen nutzen den Dienst als Marketing-Kanal oder zur Kommunikation mit ihren Kunden.

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