Stammzellen Ex-XCell-Chef soll Millionenbeträge veruntreut haben

Fast zwei Jahre lang hat Cornelis Kleinbloesem, der Gründer und ehemalige Chef der dubiosen Düsseldorfer Stammzellklinik XCell, gut verdient: Rund 3500 Patienten – meist unheilbar Kranke und schwerstbehinderte Kinder – lockte das XCell-Center mit wissenschaftlich haltlosen Versprechen in seine Klinik.

Dort bekamen die Patienten zu Preisen von 7545 bis 26.000 Euro pro Behandlung Stammzellen aus dem Knochenmark ihres Beckens entnommen, die dann ins Gehirn oder Rückenmark zurückgespritzt wurden. Weil einige der Operationen Komplikationen hervorriefen und ein Kind nach der Behandlung starb, ermittelt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf seit Monaten.

Eine Untersagungsverfügung der Bezirksregierung vor gut vier Wochen legte den Betrieb dann lahm. Die beiden Hauptinvestoren Pawan Seth und André Stamm entließen Kleinbloesem.

Intern hatte es aber schon zuvor und aus ganz anderem Grund geknallt: Kleinbloesem, der Geschäftspartner wohl gerne luxuriös empfing, soll Millionenbeträge veruntreut haben, Seth und Stamm haben darum nach Aussage ihres Anwalts Strafanzeige gestellt. Kleinbloesem bestreitet die Vorwürfe. Die XCell-Center GmbH selbst hat inzwischen Insolvenz angemeldet.

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