Barbara Hendricks Rückgabe von Elektroschrott soll einfacher werden

Was tun mit ausgedienten Handys und anderen alten Geräten? Bislang stapeln die sich oft Zuhause im Keller. Jetzt sollen Elektrogeschäfte zur Rücknahme verpflichtet werden - unter gewissen Bedingungen.

Kreative Ideen fürs alte Smartphone oder Tablet
Alte Handys und Smartphones lassen sich gut als Notfallgeräte im Auto einsetzen. Egal ob zu Dokumentationszwecken, beispielsweise um Fotos von Blechschäden zu machen, oder als immer griffbereites Notruftelefon. Wichtig ist, dass man regelmäßig den Akku überprüft, damit das Gerät im Ernstfall einsatzbereit ist. Quelle: dpa
Wer Kinder hat, der kann ihnen seine ausrangierten Geräte zur Verfügung stellen. Zum Spielen reichen die alten Handys meistens noch aus, ebenso wie für kurze Telefonate. Quelle: dpa
Ein Tipp für alle, die viel mit Zahlen hantieren: Die meisten Handys verfügen über einen integrierten Taschenrechner. Quelle: dpa
Für Seltenreisende: Ausgediente Smartphones lassen sich oft noch sehr gut als stationäre Navigationsgeräte nutzen. Bei den meisten Geräten ist grundlegendes Kartenmaterial verfügbar, sowohl kostenpflichtig als auch gratis, manche setzen allerdings eine vorhandene Datenverbindung voraus. Quelle: REUTERS
Ausgediente Tablets müssen nicht weggeworfen werden, wenn sie technisch noch in Ordnung sind. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Nutzung als digitaler Bilderrahmen? Quelle: AP
Viel unterwegs und keine Lust, Geld in einen WiFi-Hotspot zu investieren? Viele Mobilgeräte bieten die Möglichkeit, sie als einen eben solchen zu benutzen. Es empfiehlt sich bei dieser Nutzung, einen mobilen Datentarif zu haben, der nicht zu teuer ist. Quelle: dpa
Big Brother is watching you: Spezielle Smartphone-Apps ermöglichen es, iPhone und Co. zur Videoüberwachung zu nutzen. Eine sind sogar mit Bewegungs- und Geräuschmelder ausgestattet, um den Akku zu schonen. Ein gutes und solides Beispiel für solche Apps: AirBeam für iOS. Quelle: dpa
Ausgediente Geräte, egal ob Smartphone oder MP3-Player, sind perfekte für den Einsatz als Musikstation. Voraussetzung ist, dass sie über einen entsprechend großen Speicherplatz verfügen oder mittels WiFi an Streamingdienste angeschlossen sind. Spezielle Docks sind keine Pflicht - die meisten Stereoanlagen verfügen über einen Klinkeneingang, der mittels Kabel mit dem Kopfhörerausgang des Smartphones verbunden werden kann. Quelle: AP
Für die kreative Küche können ältere Tablets oder eBook-Reader eingesetzt werden. Als digitales Kochbuch leisten sie gute Dienste - und es ist egal, wenn sie in Kontakt mit Fettspritzern kommen. Quelle: dpa

Die kostenlose Rückgabe und Entsorgung von alten Handys, Radios, Staubsaugern und anderen Elektrogeräten soll für die Verbraucher viel leichter werden. Das Bundeskabinett will dafür am Mittwochvormittag eine Reform des Elektrogesetzes beschließen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sieht dabei keine Schwierigkeiten für die Geschäfte.

„Was über den Handel reinkommt, muss auch über den Handel wieder rausgehen können.“ Ziel ist es, mehr wertvolle Metalle aus ausrangierten Geräten zu recyceln. Zudem sollen die alten Geräte nicht mehr so oft im Müll landen.

Wie Sie Elektronik recyclen können

Hendricks' Entwurf verpflichtet Elektrogeschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern, Altgeräte beim Kauf eines gleichwertigen Geräts kostenlos zurückzunehmen. Das gilt auch für Online-Händler.

Kleine Elektrogeräte mit maximal 25 Zentimetern Kantenlänge können auch ohne Neukauf abgegeben werden. Den Kassenzettel brauchen Verbraucher dafür in keinem Fall mehr.

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Bis 2019 soll die Sammel- und Wiederverwertungsquote auf 65 Prozent steigen. „Der Handel kann natürlich selber wieder kooperieren mit Entsorgern und anderen, sodass das für den Handel nicht das Problem ist“, sagte die Ministerin in der ARD.

Bisher basiert die Rücknahme alter Geräte auf Freiwilligkeit. In der Restmülltonne dürfen sie nicht entsorgt werden. Allerdings wird etwa die 25-Zentimeter-Vorgabe als wenig verbraucherfreundlich kritisiert.

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Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) betonte, der Entwurf sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Recycling. „Angesichts der zwingenden Notwendigkeit, vermehrt heimische Sekundärrohstoffe zu gewinnen, ist es geboten, Sammlung und Verwertung ausgedienter Altgeräte wieder besser zu verbinden“, sagte Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Geschätzte 500.000 Tonnen ausrangierter Elektrogeräte würden bisher pro Jahr erst gar nicht in den Recyclinganlagen ankommen und damit nicht fachgerecht entsorgt. Sie landeten nach wie vor in der Restmülltonne, würden illegal exportiert oder lagerten in den privaten Kellern.

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