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Energie Kraftwerk Metropolis

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Strassen aus Solarzellen

Neue Technologien könnten Atomkraftwerke zukünftig ersetzen. Quelle: dpa

Das amerikanische Startup Solar Roadways baut im US-Bundesstaat Idaho sogar den weltweit ersten Strom erzeugenden Parkplatz aus Solarmodulen. Was nach Science-Fiction klingt, ist der US-Straßenbehörde 750.000 Dollar Fördermittel wert. Damit fertigen die Entwickler nun quadratische Bauteile mit rund 3,7 Meter Seitenlänge, die vor Ort nur noch verlegt werden müssen. Die Oberfläche besteht aus einem extrem harten Glas, darunter sind Solarzellen angebracht und sogar ein Raster aus LED-Lampen, das Verkehrshinweise anzeigen kann.

Die Vision der Jungunternehmer sind Strom erzeugende Straßen, die nach 20 Jahren ihre Bau- und Materialkosten durch den Stromverkauf eingespielt haben . Dazu müssten allerdings die effizientesten Solarmodule eingesetzt werden, räumen die Erfinder ein.

Transparente Solarzellen

Aber an preiswerteren Alternativen wird schon geforscht. Der US-Glashersteller Pilkington und das australische Solarunternehmen Dyesol etwa wollen Glas ab Mitte des Jahrzehnts mit Solarzellen aus Farbstoffen bedrucken. Derartige Solarzellen lassen sich heute schon transparent herstellen und könnten die Fassaden von Bürohäusern zu Solaranlagen machen. Farbstoffsolarzellen sind zwar noch nicht sonderlich effizient, dafür lassen sie sich auf Fassadenflächen einsetzen, die bislang nicht zur Stromerzeugung genutzt wurden.

Verkehrsmittel der Zukunft
In der Stadt von Morgen wird es keine festen Wege mehr für Autos, Radfahrer und Fußgänger geben. Alle Verkehrsteilnehmer werden sich künftig flexibel einen Weg durch die Stadt suchen – das glauben zumindest Forscher, die sich mit Städten der Zukunft befassen. Illustration: Javier Martinez Zarracina
In den künftigen Megacities muss es gelingen auf gleichem Raum mehr Menschen zu transportieren. Indische Städte wie Delhi und Gurgaon planen Roboter-Taxis einzuführen. Die computergesteuerten Kabinen für vier bis sechs Personen warten an Haltestellen auf ihre Fahrgäste. Per Lasertechnik werden die Kabinen durch die Stadt gelotst, die Haltestellen können dann je nach Bedarf angesteuert werden – getrennt vom restlichen Verkehr. Illustration: Javier Martinez Zarracina
In Jakarta bringt ein Zug namens Aeromovel die Fahrgäste ohne Lärm und Abgase ans Ziel – angetrieben von Druckluft. Die Erfindung neuer Transportmittel, die ohne Kraftstoff auskommen wird in Zukunft immer wichtiger werden.  Illustration: Javier Martinez Zarracina
In Medellin befördern seit 2004 Seilbahnen Passagiere umweltfreundlich durch die Stadt. Die ersten europäischen Städte ziehen nun nach. Seilbahnen sollen künftig auch in London und Hamburg sowohl CO2 als auch Platz sparen. Illustration: Javier Martinez Zarracina
In São Paulo kommen auf rund 19 Millionen Einwohner etwa sieben Millionen Autos. Städte wie Istanbul, Bogotá oder Santiago de Chile ersetzen Autospuren durch Schnellbuslinien. Auf diesen Bus Rapid Transits rollen Riesenbusse im Minutentakt an allen Staus vorbei. 900 000 Istanbuler nutzen solche Busse bereits Tag für Tag. Weitere 80 Städte wollen nachziehen. Illustration: Javier Martinez Zarracina
Nicht nur Menschen müssen zukünftig Platz- und Ressourcen sparend durch die Stadt transportiert werden. Gerade der Schwerlastverkehr mit Lastwagen gehört zu den größten Luftverschmutzern. In Bochum setzt das Unternehmen CargoCap daher auf computergesteuerte Kapseln, die Paletten durch Rohe unter der Erde ans Ziel bringen. Eine oberirdische Teststrecke gibt es in Bochum bereits. Die Kosten für dieses System: geringer als der Bau einer Autobahn. Laut CargoCap kostet eine Röhre mit zwei Fahrsträngen pro Kilometer 6,4 Millionen Euro, ein Kilometer Autobahn in Deutschland das Vielfache. Illustration: Javier Martinez Zarracina
In Zukunft werden auch platzsparende Autos gefragt sein. Eine Antwort darauf könnte das Hiriko-Citycar geben. Den Elektrozweisitzer entwickelten Forscher am amerikanischen Massachusetts Institute of Technology. Das Auto lässt sich zum Parken einfach zusammenklappen und benötigt nur ein Drittel der Standfläche eines Smarts. Im Jahr 2013 sollen 20 Modelle auf den Markt kommen, so die Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Auch andere Ideen sorgen für Aufsehen… Illustration: Javier Martinez Zarracina

Aber nicht nur die Sonne, auch alle anderen erneuerbaren Energiequellen wie Wasser, Wind und Erdwärme lassen sich mitten in der Stadt nutzen.

Bottrop, seit Kurzem Modellstadt für urbane Klimaschutztechnologien im Ruhrgebiet, will in den nächsten Jahren effiziente Kleinwindräder testen, die sich auf Hausdächern und an Balkonbrüstungen montieren lassen. Mit ein paar Kilowatt Leistung versorgen die Miniturbinen zwar nur einzelne Haushalte und sind laut der Bremerhavener Marktforschung wind:research wegen der derzeit noch hohen Anschaffungskosten von 3000 bis 5000 Euro je Kilowatt Leistung nur an windreichen Standorten wirtschaftlich.

Dennoch erwarten die Experten, dass solche Anlangen in Städten an Bedeutung gewinnen. Der britische Branchenverband RenewableUK rechnet damit, dass auf der Insel bis 2020 Miniwindräder mit einer Gesamtleistung von 1,3 Gigawatt installiert sein werden – so viel wie ein großes Atomkraftwerk. Und das New Yorker Kleinwindanlagen-Startup Urban Green Energy hat seit Neuestem sogar eine Windturbine namens Sanya Skypump im Angebot, die auf Parkplätzen ein Elektroauto in vier bis acht Stunden laden soll .

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